Bédacier, Catherine
Wahrhaffte Liebes- Und Helden-Geschichte Heinrichs, Hertzogen der Vandalen — Ulm, 1722 [VD18 13950371]

Page: 120
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doch unterfange ich mich Euch Zu versichern/daß
meine Geburth Euch keinen Anstand und Ver-
wirrung verursachen wird. Du bist lügend-
hasst und liebest mich- antwortete dieses
ist hinlänglich genug/ mich meine gemachte Wahl
nimmer reuen zu lassen. Lebe wohl/ sagte Sie
zu Ihm / sich aufrichtend um wegzugchen / lasse
mich ein Vorhaben fürsichtig ins Werck stellen/
wo uns Beyden daran gleicher Meise gelegen
ist / ich will Dir allezeit davon Nachricht geben/
und verhoffe Dir so viel Gutes zu erweisen / daß
Dein Glück / es sey auch wie es wolle- beständig
dadurch solle vermehret werden. Der Printz
antwortete hierauf mit wenig Worten - alles
was Seine Liebe und Neigung Ihm an Hand
gab : Er blieb noch einige Zeit- sein unverhoff-
tes Glück zu erwegen - in dem Garten - wobey
ihm dauchte, daß seine i^clißion grosse Verhin-.
dernuß / völlig überwinden zu können - in Weg
legen möchte; Dann obwohlen Er von
gantz bezaubert wäre- so konteEr doch einer so
grossen Pflicht nicht vergessen ; Er hielte zwar
nach reissem Überlegen der Sachen nicht vor un-
möglich / die Printzeffin auf einen guten Weg
zu bringen; Und da Er zudeme auch einen gros-
sen Geist bey Ihr verspuhret - so urtheilte Er-
daß Sie einem so närrischen Gesetz , als das ^3-
Ko manische ist - nicht könnte allzustarck anhän-
gig seyn. Dieses also zum vorauß setzend, was
stellte Er sich in der Folge seines Verspruchs vor
eineGlücksecligkeit vor! Ruhm - Lust- und oh-
ne
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