Bertuch, Friedrich Justin; Bertuch, Carl
Bilderbuch für Kinder: enthaltend eine angenehme Sammlung von Thieren, Pflanzen, Früchten, Mineralien ... alle nach den besten Originalen gewählt, gestochen und mit einer ... den Verstandes-Kräften eines Kindes angemessenen Erklärung begleitet (Band 10) — Weimar, 1821

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rsgei CX1V.

Bà. X. No. 87»

SCHÖNE AUSLÄNDISCHE VÖGEL.

Fîg. i. Der Javanische Bienen-
fresser.
[Merops urica Horss.)
Sein Vaterland ist Java und Ceylon, die
Grösse noch einmal so gross, als der hier abge-
bildete; der obere Theil des Kopfs und der
Nacken rothbraun; der Rumpf und die oberen
SchwanzdeckTedern blassblau, die Kehle und
der obere Theil des Halses schweselgelb, mit
einem schmalen rothbraunen und schwarzge-
schuppten Halsband. Unten ist er gelbgrün,
Flügel und Schwungsedern ebenfalls grün, mit
einer stärkern Mischung von Dunkelgelb. Der
Schwanz ist grün und gabelsörmig, der Bauch
bläulichweiss. Der schwarze Schnabel hat
an den Mundwinkeln eine Reihe kurzer steifer
Borsten, Er lebt von im Fluge gefangenen Bie-
nen und Wespen und nistet in selbst gegrabe-
nen Höhlen an den Usern der Flüsse.
Fig. 2. Der allfarbige Eisvogel.
(Älcedo omnicolor Reinw.)
Rücken, Schultern, Bauch und Unterleib
sind azurblau; die kleinen Deckfedernder Flü-
gel schwarz, so wie die grüssern und die letz-
tem am äussern Rande, tiefblau. Die innere
Seite der Flügel ist weiss. An der Kehle ist er
kastanienbraun; Kopf u. Wangen sind schwarz;
«1er Hinterkops azurblau, der Schwanz ist oben
ultramarinblau, unten schwarz. Schnabel und
Füsse sind korallenroth. Seine ganze Länge
beträgt 10 Zoll. Er lebt auf Java, nährt sich
von Fischen, Wasserinsecten , Würmern und
Schnecken und nistet in Erdhöhlen an den Ufern
der Flüsse.
Fig. 3. Der zimmtfarbige Eisjäger.
(Htdcyon cinnamominus Swains.)
Die Länge dieses, in Neuseeland wohnen-

den Vogels beträgt 10 Zoll; Kopf, Nacken und
die untere Seite des Körpers ist ledersarben, so
wie auch die untern Deckfedern der Flügel.
Die Oberseite des Körpers, so wie Flügel und
Schwanz, sind blaugrün; die Federn auf den
Ohren dunkelgrün und stehen mit einem schma-
len schwarzen Halsbande im Nacken in Verbin-
dung. Die Iris ist gelb, der Schnabel schwarz,
dessen Unterkieser an der Wurzel weisslich und
die Füsse schwarzbraun. Er lebt grösstentheils
von Insecten und hält sich nicht viel am Was-
ser auf.
Fig. 4. u. 5. Horsfield's Eury-
laimus.
(Eurylahnus Horsfieldü Temm.)
Dieser Vogel lebt auf Java und Sumatra
an Flüssen und Seen in ungangbaren waldi-
gen Gegenden von Insecten und Gewürmen.
Das Mannchen hat einen braunen Rücken, der
am Endein Schwarz übergeht. Auf den Schul-
tern , so wie auf den Rückenfedern , ist er ci-
trpnengelb; der Schwanz ist schwarz, vorzüg-
lich die beiden mittelsten Federn, indess die
übrigen grosse Flecken gegen das Ende haben;
die untern Deckfederndes Schwanzes sind rein-
gelb. Am Kopfe, auf den Wangen gehen die
schwarzen Federn in das Purpurschwarze über.
Die Füsse sind dunkelrothgelb, die Nägel braun
und der Schnabel braunroth. — Das Weibchen
(Fig. 5.) ist auf dem Kopse, im Nacken und aus
den Flügeln braun mit gelben Flecken, die je-
doch auf lc-tzteren weniger gross und blässer
sind, als bei'm Männchen; Kehle und Brust
sind aschgrau-und gelblich gemischt; auf dea
Federn des Bauchs und der Seite aber mit einem
leichten purpurfarbenen Anstrich,
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