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1593. Agnes Losserin weil. H. Wendling Zippers von Angenstein sel.
Wittwe. Sie vermachte in den Spital 200 Gulden davon 10 Gulden
Zins, — 1 Gulden bei ihrer Jahrzeit in der Woche Allerheiligen, die
übrigen 9 Gulden sonst unter die Armen auszutheilen (Sp. 13).
1609. Hans Bôller* 1 des Raths zu Zabern. Er vermachte dem Spital
320 Gulden, von den ihm geschuldeten 400 Gulden abgehend. Von
den il Gulden Zins, sollten 6 im Spital bleiben für arme Leute, 5 ver-
wendet werden zu einer Jahrszeit im Franziskanerkloster, jedesmal
mit einem gesungenen Amt, zwei Nebenmessen und Vigilien. Im Fall
der Gottesdienst im Kloster abginge, sollte die Stiftung in der Pfarr-
kirche gehallen werden; dabei waren zu geben den Chorherrn 3 Gulden,
den Chorschülern mit dem Sigrist 5 Schill., und für Brod unter die
Armen 1 ’/* Gulden. Würde die Jahrzeit gar nicht mehr gehalten, so
sollte der Betrag dafür dem Spital zufallen. Davon war auch jàhrlich
zu geben «den gemeinen armen, sundersiechen und gutleuten alhie,
und den frembden auf zaberner messtag 10 schill. freundlich mit
einander zu geniessen». Aus den ihm bleibenden 6 Gulden sollte der
Spital «jàhrlich und aile jahr auf allerseelentag 4 sester früchten
mahlen, backen und das brod in der statt, oder aber clossenkirchen
da solches, breuchig under die armen gottes trewlich austheilen
lassent». (Sp. 13.)
1618. Wilhelm Seger, Stadtschreiber. Er vermachte 40 Gulden, wovon
die Zinsen jedes Jahr «zue der armen nach zeit erheischender nothurft»
zu verwenden waren. (Sp. 13.)
Von dem alten Closengut war ein Theil an den Spital gekommen,
ohne dass wir den Grund dieser Ueberweisung erfahren. Indem die
Beginen in Zabern unter der Leitung der Steigerherren gestanden
kommt er bald als Geilendôrfer, bald als von Geilendorf vor. (St. 421). 1568 wohnt
er zu Scblettstadt (St. 428). 1584 ist er, als Amtmann zu Rixingen, der Stadt Zabern
600 Gulden schuldig, die er und Veronika Schmelszin, seine Frau, bei dem Légat,
dem gemeinen Almosen, dem Spital und den Gutleuten aufgenommen liatten (St. 33
u. 426). 1586 wird von ihm die letzte Rate dieser Schuld abbezahlt. Er besitzt auch eine
Erblehnsgerechtigkeit « uff des thurnprobstes hoffe bei dem münster in Schlettstadt
gelegen». — Bischof Erasmus batte in der Stift zu Zabern eine Jahrzeit, für welche
der Stiftschaffner jàhrlich einen Gulden ausgab (Sp. 1).
1. Bcilers Testament (St. 38) ist vom 19. Mai 1600. Sein einziger Sohn Niclaus
Bôller war «vor etlichen Jahren der schreyberey nach, dieselbig hien und wider ye
mehr und besser zu erkundigen». Seitdem batte man von demselben nichts mehr
erfahren. Er war auch 1606 nicht wieder zurück.
1593. Agnes Losserin weil. H. Wendling Zippers von Angenstein sel.
Wittwe. Sie vermachte in den Spital 200 Gulden davon 10 Gulden
Zins, — 1 Gulden bei ihrer Jahrzeit in der Woche Allerheiligen, die
übrigen 9 Gulden sonst unter die Armen auszutheilen (Sp. 13).
1609. Hans Bôller* 1 des Raths zu Zabern. Er vermachte dem Spital
320 Gulden, von den ihm geschuldeten 400 Gulden abgehend. Von
den il Gulden Zins, sollten 6 im Spital bleiben für arme Leute, 5 ver-
wendet werden zu einer Jahrszeit im Franziskanerkloster, jedesmal
mit einem gesungenen Amt, zwei Nebenmessen und Vigilien. Im Fall
der Gottesdienst im Kloster abginge, sollte die Stiftung in der Pfarr-
kirche gehallen werden; dabei waren zu geben den Chorherrn 3 Gulden,
den Chorschülern mit dem Sigrist 5 Schill., und für Brod unter die
Armen 1 ’/* Gulden. Würde die Jahrzeit gar nicht mehr gehalten, so
sollte der Betrag dafür dem Spital zufallen. Davon war auch jàhrlich
zu geben «den gemeinen armen, sundersiechen und gutleuten alhie,
und den frembden auf zaberner messtag 10 schill. freundlich mit
einander zu geniessen». Aus den ihm bleibenden 6 Gulden sollte der
Spital «jàhrlich und aile jahr auf allerseelentag 4 sester früchten
mahlen, backen und das brod in der statt, oder aber clossenkirchen
da solches, breuchig under die armen gottes trewlich austheilen
lassent». (Sp. 13.)
1618. Wilhelm Seger, Stadtschreiber. Er vermachte 40 Gulden, wovon
die Zinsen jedes Jahr «zue der armen nach zeit erheischender nothurft»
zu verwenden waren. (Sp. 13.)
Von dem alten Closengut war ein Theil an den Spital gekommen,
ohne dass wir den Grund dieser Ueberweisung erfahren. Indem die
Beginen in Zabern unter der Leitung der Steigerherren gestanden
kommt er bald als Geilendôrfer, bald als von Geilendorf vor. (St. 421). 1568 wohnt
er zu Scblettstadt (St. 428). 1584 ist er, als Amtmann zu Rixingen, der Stadt Zabern
600 Gulden schuldig, die er und Veronika Schmelszin, seine Frau, bei dem Légat,
dem gemeinen Almosen, dem Spital und den Gutleuten aufgenommen liatten (St. 33
u. 426). 1586 wird von ihm die letzte Rate dieser Schuld abbezahlt. Er besitzt auch eine
Erblehnsgerechtigkeit « uff des thurnprobstes hoffe bei dem münster in Schlettstadt
gelegen». — Bischof Erasmus batte in der Stift zu Zabern eine Jahrzeit, für welche
der Stiftschaffner jàhrlich einen Gulden ausgab (Sp. 1).
1. Bcilers Testament (St. 38) ist vom 19. Mai 1600. Sein einziger Sohn Niclaus
Bôller war «vor etlichen Jahren der schreyberey nach, dieselbig hien und wider ye
mehr und besser zu erkundigen». Seitdem batte man von demselben nichts mehr
erfahren. Er war auch 1606 nicht wieder zurück.


