Kôstlach.
Rômische Villa und Pràhistorischer Ringwall
von
Karl S. GUTMANN.
Einleitung*.
Hoch oben im Sundgau, wo sich wie ein Riesenwall das Jura-
gebirge erhebt und das hiibsche Landschaftsbild abschliesst, liegt
sehr romantisch, an eine Felswand geklebt das Stâdtchen Pfirt,
überragt von den weithin leuchtenden Ruinen des Schlosses Hohen-
Pfirt. Die Umgebung, das Pfirter Amt, das sich zum Teil iiber die
wald- und weidereichen Juraberge, zum Teil über die fruchtbaren
Sundgauhügel erstreckt, ist unstreitig eines der schënsten und
interessantesten Gebiete des Elsasslandes. Ausser den landschaft-
lichen Reizen bietet die Gegend auch manche Merkwürdigkeiten aus
der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Zeit. Es seien hier nur
kurz erwâhnt die bereits genannten umfangreichen Uberreste des teil-
weise in den Felsen gehauenen Schlosses der ehemaligen Grafen von
Pfirt, weiter vorn im Taie die Gruft des an heimeliger Stàtte errich-
teten früheren Klosters Luppach. Gerade gegenüber, oberhalb des
Dorfes Buchsweiler, wo 1905 und 1906 Reste eines Rëmerbades
zum Vorschein kamen, erhebt sich die machtige Felsenkanzel, unter
deren jâh abfallenden Wand die ,,Erdwibelehôhle“ liegt, in welcher,
der Sage nach, die stets hilfbereiten, kleinen Erdweibchen mit ihren
Mânnlein hausten. Mehr im Gebirge drin, hart neben der Largquelle
befinden sich die Grotten von Oberlarg, die mëglicherweise schon
in der Renntierzeit, ganz sicher aber im Neolithicum als Wohnstatten
dienten.
Die Zahl der Sehenswürdigkeiten ist in jiingster Zeit vermehrt
worden durch die in den Jahren 1904, 1905 und 1908 ausgeführten
Untersuchungen, über die ich hier eingehend berichten mëchte.
Rômische Villa und Pràhistorischer Ringwall
von
Karl S. GUTMANN.
Einleitung*.
Hoch oben im Sundgau, wo sich wie ein Riesenwall das Jura-
gebirge erhebt und das hiibsche Landschaftsbild abschliesst, liegt
sehr romantisch, an eine Felswand geklebt das Stâdtchen Pfirt,
überragt von den weithin leuchtenden Ruinen des Schlosses Hohen-
Pfirt. Die Umgebung, das Pfirter Amt, das sich zum Teil iiber die
wald- und weidereichen Juraberge, zum Teil über die fruchtbaren
Sundgauhügel erstreckt, ist unstreitig eines der schënsten und
interessantesten Gebiete des Elsasslandes. Ausser den landschaft-
lichen Reizen bietet die Gegend auch manche Merkwürdigkeiten aus
der geschichtlichen und vorgeschichtlichen Zeit. Es seien hier nur
kurz erwâhnt die bereits genannten umfangreichen Uberreste des teil-
weise in den Felsen gehauenen Schlosses der ehemaligen Grafen von
Pfirt, weiter vorn im Taie die Gruft des an heimeliger Stàtte errich-
teten früheren Klosters Luppach. Gerade gegenüber, oberhalb des
Dorfes Buchsweiler, wo 1905 und 1906 Reste eines Rëmerbades
zum Vorschein kamen, erhebt sich die machtige Felsenkanzel, unter
deren jâh abfallenden Wand die ,,Erdwibelehôhle“ liegt, in welcher,
der Sage nach, die stets hilfbereiten, kleinen Erdweibchen mit ihren
Mânnlein hausten. Mehr im Gebirge drin, hart neben der Largquelle
befinden sich die Grotten von Oberlarg, die mëglicherweise schon
in der Renntierzeit, ganz sicher aber im Neolithicum als Wohnstatten
dienten.
Die Zahl der Sehenswürdigkeiten ist in jiingster Zeit vermehrt
worden durch die in den Jahren 1904, 1905 und 1908 ausgeführten
Untersuchungen, über die ich hier eingehend berichten mëchte.


