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Bulletin de la Société pour la Conservation des Monuments Historiques d'Alsace — 2.Sér. 23.1911

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Zweiter Jahresbericht des Vereins für Geschichte und Altertumskunde des Kreises Zabern. E.V.
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https://doi.org/10.11588/diglit.24774#0877

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Zweiter Dahresbericht

des Vereins für Geschichte und Altertumskunde

des Kreises Zabern. E. Y.

In dem abgelaufenen zweiteu Vereinsjahre wurden drei groBere
Ausfliige und zwei Spaziergànge unternommen, mn geschichtlich
merkwürdige Stàtten unseres Kreises kennen zu lernen.

Der erste Spaziergang, am 24. April 1909, galt der Kirche und
dem Beinhaus in Lupstein. Herr Verlagsbuchhàndler Fuchs batte
die Führung übernommen und gab vor dem Ort einen kurzen Uber-
blick liber den Bauernkrieg und das Blutbad von Lupstein.

Am 9. Mai fand die Besichtigung der Abteikirche von Maurs-
münster statt. Herr Konservator Professor Félix Wolff hielt im
Chor der Kirche einen eingehenden Vortrag iiber die Baugeschichte
und erlàuterte das Bauwerk in allen Teilen, auBen und innen.

Am 27. Juni 1909 wurde — leider bei selir ungiinstigem Wetter —
das SchloB Lichtenberg besucht. Herr Gymnasialdirektor Dr. Grupe
zeigte die Burg und berichtete iiber ihre Schicksale und die auf ihr
heimischen Sagen.

Um auch die Altertumskunde zur Geltung zu bringen, ging der
Verein am 15. Juli 1909 unter Leitung von Herrn Fuchs an die Heiden-
stadt und die Stampflocher. Es wurde vor allem die KeltenstraBe
mit den erhaltenen Wagenspuren erortert und nachgewiesen.

Geschichte und Altertumskunde verband in glücklichster Weise
der Ausflug vom 26. September 1909. Notar Uhlhorn zeigte die
Kirche in Domfessel und das SchloB in Lorenzen. Professor Dr. Wend-
ling erklàrte die romische Villa in Mackweiler und die in der dortigen
Kirche erhaltenen romischen Reste.

Die Ausgrabungen auf dem Wasserwald wurden von Herrn
Fuchs fortgesetzt; sie befestigten die schon im Vorjahre gewonnene
überzeugung, daB dort oben Siedelungen und nicht Befestigungen
zu suchen sind. Herr Fuchs wird einen kurzen Bericht iiber das
Einzelne erstatten.

Der Kaiserliche Statthalter hat dem Verein aus dem Dispositions-
fonds für die Ausgrabungen eine Beihülfe von 500 M. gewahrt. Der
Vorstand des Vereins wurde dem Herrn Statthalter bei seiner An-
wesenheit in Zabern am 23. Mai 1909 vorgestellt. Der erste Vor-
sitzende brachte hierbei den Dank des Vereins für die Gabe zum
Ausdruck.

Au Ber durch Ausfliige suchte der Verein auch in diesem Jahre
seine Ziele durch Vortràge zu fôrdern.
 
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