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Heinrich
Heinrich von Veldeke - Eneide: die Bilder der Berliner Handschrift — Harrassowitz, 1939

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https://doi.org/10.11588/diglit.31131#0009
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Zum Geleit

Litteris et patriae. Ein volles Lebensalter hat Hugo Andres Krüss
am heutigen Tage, an dem er sein 60. Lebensjahr vollendet, seinem
Volk an hervorragender Stelle gedient. Uber drei Jahrzehnte, die
nur während des Weltkrieges durch den Dienst an der Front unter-
brochen wurden, steht er in der kulturellen Verwaltungsarbeit, im
Dienst des gelehrten Unterrichts und der Organisation von Wissen-
schaft und Forschung.

Einen selten geradlinigen Weg hat ihn seine amtliche Laufbahn
geführt. Sie begann in richtunggebender Weise im Jahr 1904 mit
der Ernennung zum Mitglied der deutschen Kommission für die
Weltausstellung in Saint-Louis durch das Preußische Unterridhts-
ministerium. Seitdem trat in ihm zur Verbundenheit mit dem natio-
nalen Geistesleben der Weitblick in die übrige Kulturwelt. Aus
dieser seltenen Verbindung erwuchs ihm bis heute ein iiberaus ver-
dienstvolles und erfolgreiches Wirken für die deutsche Wissenschaft
und ihre Ausstrahlung in die Welt. Es folgte der Aufstieg in die
maßgebenden Stellen des Unterrichtsministeriums mit einer reichen
Fülle organisatorischer Arbeiten für die deutsche Wissenschaft in
schwerster Krisenzeit. Es sei hier nur seines Wirkens für die Kaiser-
Wilhelm-Gesellschaft und die Notgemeinschaft der deutschen
Wissenschaft gedacht.

Mitten im puisierenden Leben der Wissenschaft stehend, ausge-
rüstet mit reicher Erfahrung im Behördenwesen und umfassender
Kenntnis der Menschen und Dinge, wurde Hugo Andres Krüss am
1. Oktober 1925 Generaldirektor der Preußischen Staatsbibliothek.
Er wurde der Nachfolger einer im Bibliothekswesen überragenden
 
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