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C. G. Boerner, Auktions-Institut, Kunst- und Buchantiquariat <Leipzig> [Editor]
Autographen: [August. d. Starke, Beethoven, Berlioz, Bismarck, Blücher ...] ; Versteigerung zu Leipzig bei C. G. Boerner den 19. und 20. Februar 1907 (Katalog Nr. 87) — Leipzig, 1907

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https://doi.org/10.11588/diglit.16430#0094
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84

Musiker.

380 Spontini, Gasparo (1774—1851). L. a. 's. (franz.) Berlin 10. Oktober
1834. 2 p. 40. Mit eigenh. Couvert „Au tres respectable
Co mite du grand festival de Cologne" und ,,ä Monsieur
1 e d i r e c t e u r de H o 1 b e i n".

Auf ein Briefformular der Berliner Generalintendantur mit einer hübschen ge-
stochenen musikalischen Vignette geschrieben.

381 Vieuxtemps, Henri, berühmter Violinvirtuose (1S20—1881). Musi-
kalisches Albumblatt a. s. „Vienne Dec. 1S59 a monsieur
Thomas H. Vieuxtemps." 1 p. gr. 40.

RICHARD WAGNER, 1813—1883
BRIEFE

382 L. a. s. Dresden, 4. Sept. 1843. 1 volle Seite gr. 4^ eng geschrieben,
auf dem zweiten Blatt die Adresse: Sr. Wohlgeb. Herrn Birnbaum,
Hofschauspieler und Regisseur am Kurfürstl. Hoftheater zu Cassel.

Er übersendet das Textbuch seines Rienzi, und bittet ihn, falls er nach Durch-
lesung des Textbuches so viel Vertrauen zum Rienzi fasst, dass er eine baldige
Aufführung in Cassel für rathsam hält, dieselbe doch angelegentlich bei „unserm
vortrefflichen Meister Spohr" zu befürworten. Spohr hatte einer Probe und
einer Aufführung des Werks in Dresden beigewohnt und brachte später be-
geistert den Fliegenden Holländer in Cassel zur Aufführung.

3S3 L. a. s. Dresden, 5. Sept. 1844. 1 S. gr. 410, auf dem zweiten Blatt
die Adresse.

An seine Verleger Breitkopf & Haertel. Er übersendet den von einem
andern Musiker angefertigten Klavierauszug seines ,,Liebesmahles". Er hat
verschiedene Aenderungen darin vorgenommen, die jedoch „keinen Tadel seiner
Arbeit aussprechen sollen".

384 L. a. s. Dresden, 4. Febr. 1S45. 2 Seiten gr. 4t«, mit deutscher
Schrift, ganz eng geschrieben, auf dem zweiten Blatt die Adresse.
(Unedirt ?)

Prächtiger Brief an Louis Spohr in Cassel („Hochverehrtester Meister"). Spohr
hat dem Dresdner Theater seine neueste Opernpartitur „Die Kreuzfahrer" zur
Aufführung angeboten. Hierauf bezüglich schreibt Wagner: „Es konnte sich
für unser gegenwärtiges deutsches Opernwesen nichts wichtigeres ereignen , als
einen Meister wie Sie wieder darin auftreten zu sehn". Ausführliche ernste
Betrachtungen über den Verfall der neuen deutschen Oper. — Zum Schluss sagt
er: jJm Ju'y sind Sie also hier erwartet, gewiss von Niemand mit grösserem
Verlangen als von mir, der Sie so innig verehrt, der Ihnen so viel verdankt,
und der Sie einmal nur aus der Ferne gesehen hat, im Sommer 1842, auf der
Dresdner Bühne, zu einer Zeit, wo ich in meiner grossen Unbekanntheit und
Unbedeutenheit es für's Beste hielt Sie mit meiner Annäherung nicht zu be-
lästigen ..."

Die Aufführung der Kreuzfahrer wurde später durch Umtriebe der Gegner verhindert.

385 I.. a. s. Dresden, 16. Mai 184S. 1 S. gr. 41°, auf dem zweiten Blatt
die Adresse: An den Minister des Innern Herrn Martin Ober-
länder, Dresden.

Wagner ersucht den Minister um eine Audienz, in welcher er wünscht, ihm, auch
in Anwesenheit des Staatsministers v. d. Pfordten, einen dringlichen Vor-
trag über die dortige König! Hofoper zu halten. Der Brief beginnt: „Im
Interesse eines Institutes, über dessen Schicksal jetzt zu entscheiden ist, ob es

Auktions-Katalog von C. G. Boerner LXXXVII. Autographensammlung'.
 
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