Bredius, Abraham [Oth.]
Künstlerinventare: Urkunden zur Geschichte der holländischen Kunst des XVIten, XVIIten und XVIIIten Jahrhunderts (Band 4) — Haag, 1917

Page: 1309
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DAS NACHLASS-INYENTAR VON ELIAS MEDANCE.
(Nit Lrkunden über Bartbolomeus Appelman).
In der kaiserl. Gremäldegaierie in Wien beünden sicü
zwei —- nach dem EngerHi'sclien Hatalog drei — grosse
Laudschaften, die einem Rämischen Maler Gr. E. Megan
(Eat. von Engertn 1884 Nrn. 998—1000) oder Reinier
Megan (Eat. 1907 Nrn. 1178, 1179) zugeschrieben werden,
der um 1660 nach Wien gekommen sein soll. Es gab in
Antwerpen einen Maler Jan Meganck, der 1661/1662 in
die dortige St. Lukasgilde eintrat und dem auch einige IHe^.
bezeichnete Radierungen zugeschrieben werden. Aber auch
in Holland gab es in der zweitenHälfte des 17. Jahrhunderts
eine Familie Meganch. Am 12. Julil686 starbinAmsterdam
Elias Meganck, i/ei/u^ieere^ ZM^eMeM# Je^er NhuM. Das Vor-
kommen einer Staffeiei in seinem Inventar giebt der Ver-
mutung Raum, dass er daneben auch Maler gewesen ist. Diese
ivird dadurch verstärkt, dassEliasMeganckzurerstenFran
die Schwester eines Malers hatte, des Bartholomeus Appel-
man, der italienisierende, den WienerBildernganzähnliche
Landschaften malte. Es erscheint danach nicht ausgeschlossen,
dass der sicher nachweisbare Elias Meganck an Stelle der
unbestimmten Persönlichkeit eines G. E. oder Reinier oder
Jan Meganck der Maler der Wiener Landschaftsbilder
gewesen ist. Meganck hätte dann als Maler debiitiert und
wäre wahrscheinlich später Ofhzier geworden. Eennen wir
doch auch noch andere solcher Maler-Offiziere, wie z. B.
Johan le Ducq.
Inventar des am 12. Juli 1686 inAmsterdamverstorbenen
Elias Megangh, i/e^u^ieere? ZM^encMB , aufgenommen
am 9. September 1686.
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