Martin Breslauer <Berlin> [Editor]
Bücher-Sammlung des † Herrn Professor Dr. Carl Schüddekopf: Versteigerung vom Montag, den 23. bis Sonnabend, den 28. September 1918 — Berlin, 1918

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Vorbemerkung,

in der auch von Versteigerungen gehandelt wird.

Die Gesellschaft der Bibliophilen beschloß in ihrer Weimarer General-
versammlung des Kriegsjahres 1917, ihren Mitgliedern als eine der Jahres-
gaben für 1918 den Katalog der hervorragenden Büchersammlung ihres
langjährigen Sekretärs zu stiften. Der reiche Inhalt und die persönliche
Sonderprägung der Schüddekopfschen Sammlung ergänzen aufs glücklichste
die Bibliothek Gotthilf Weissteins, mit deren Verzeichnis die Gesellschaft
der Bibliophilen uns im Jahre 1913 erfreute.

Die Herstellung des Kataloges wurde Fräulein Helene Bulcke anvertraut,
die als Schwägerin des Verstorbenen eine Pflicht der Pietät in der Arbeit
sah, zu der sie ihr Beruf als Bibliothekarin überdies empfahl. Fräulein
Bulcke hat sich in unermüdlicher Schaffensfreudigkeit dieser umfangreichen
Arbeit unterzogen und an 6000 Werke verzettelt.

Bei den Schwierigkeiten, die mit einer Drucklegung zurzeit verknüpft
sind, hat es jedoch die Gesellschaft der Bibliophilen bisher nicht er-
möglichen können, den Katalog herzustellen. So erscheint entgegen der
ursprünglichen Absicht der Versteigerungskatalog früher als die Gesell-
schaftspublikation.

Es ist hier kurz auf das Verhältnis der beiden Bearbeitungen des
Kataloges einzugehen.

Die Bezeichnung der einzelnenWerke (Benennung des Verfassers,
Wiedergabe des Titels, gelegentliche Anmerkungen) beruht durchweg auf
der Arbeit des Fräuleins Bulcke. Doch mußten häufig Kürzungen im Text
und in den Anmerkungen vorgenommen werden. Wo z. B. mehrere Verlags-
orte angegeben waren, wurde meistens nur der erste stehen gelassen; ebenso
bei den häufig an Stelle des Verlagsortes genannten Meßplätzen Frankfurt
und Leipzig.

lieber die Anordnung gibt die Ueber sieht auf Seite VI—XI
erschöpfende Auskunft. Sie beruht in der größten Abteilung des Kataloges
(Werke einzelner deutscher Schriftsteller), die etwa die Hälfte der Biblio-
thek aufführt, gleichfalls auf den von Fräulein Bulcke gewählten Grund-
sätzen. Die größeren Unterabteilungen: Gleim, Goethe, Lichtenberg, Schiller
und Wieland, wurden allerdings für diese Ausgabe des Kataloges neu ge-
ordnet, wobei Sammelwerke, die weniger wichtige Texte von oder über
Goethe enthalten und an anderen Stellen gesucht werden dürften, aus dem
Goethe-Artikel herausgenommen wurden.

Die andere Hälfte der Bibliothek mußte für die Zwecke der Ver-
steigerung neu eingeteilt werden. Um die Dauer der Versteigerung nicht
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