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Vereinigung zur Erhaltung Deutscher Burgen [Editor]
Der Burgwart: Mitteilungsbl. d. Deutschen Burgenvereinigung e.V. zum Schutze Historischer Wehrbauten, Schlösser und Wohnbauten — 33.1932

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Hofmann-Arzberg, Hans: Die Oberpfalz ein verkanntes deutsches Burgenland
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https://doi.org/10.11588/diglit.35022#0009
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sulzbachischem Besitz, dann bis 1288 ortenburgisch und von 1268 ab wittelsbachisch. Die Hussiten versuchten 1428
Obermurach vergebens zu nehmen. Der Bergfried, der vom 13. auf das 14. Jahrhundert errichtet wurde, ist heute
noch bester Zeuge der einstigen Größe der Burg. Das prächtige Bauwerk wurde erst anfangs des 19. Jahrhunderts
teilweise abgetragen. Der Posthalter von Neunburg kaufte seinerzeit die Mauerreste und machte damit ein Geschäft:
er ließ in die Mauern Häuser bauen und verkaufte diese wieder. Endlich hatte der bayerische Staat Einsehen und
nahm sich 1842 der Trümmer an. Durch das Tor kommt man in einen langgestreckten Vorhof. Hier lagen einst
Stallungen und Wirtschaftsgebäude, während im Vordergrund der Wohnbau stand, der leider zum Abbruch kam.
Östlich von Obermurach ragen die Trümmer von Frauenstein. Obwohl sich bereits kurz vor Ausbruch des
Weltkrieges ein Frauensteinverein gründete, der den Berg erschließen und besonders den weiteren Verfall der Ruine
vermeiden wollte, ist nicht viel geschehen. Außer dem unteren Rundbau und einem halbverschütteten runden Tor-
bogen ist nichts mehr vorhanden, und auch an diesen letzten Zeugen ist nicht viel Erhaltungsarbeit geleistet worden.
Tie Burg wird 1580 schon als Ruine bezeichnet. Die Geschlechter der Siegenhoser, Satzenhofer, Zenger und Fuchs
lebten einst hier.


Burg Leuchtenberg, Oberpfalz. Sitz der Grasen von Leuchtenberg von 1129—1646.
Im Westen wieder liegt die Burg Trausnitz im Tale, die von einer Kuppe steil (auf der Südseite) zur Pfreimd
abfällt. Die Burg, die im 13. Jahrhundert entstanden ist, wird 1268 erstmals erwähnt. Sie gehörte zu dieser Zeit
den Waldthurnern. 1830 kam diese herrlich gelegene Burg an die Krone Bayerns. Bekannt wurde Trausnitz durch
die Gefangenschaft Friedrichs des Schönen von Österreich, der vom Oktober 1322 bis März 1325 von seinem Gegen-
könig Ludwig dem Bayern hier ritterlich gefangengehalten wurde. Nach dreißigmonatlicher Gefangenschaft auf dieser
Burg wurde am 13. März 1325 in der Schloßkapelle durch einen feierlichen Akt die Versöhnung zwischen den einstigen
Feinden geschlossen. Ein Bild in der Kapelle, die heute Versöhnungskapelle genannt wird, stellt den Augenblick dar,
wo beide Fürsten am „Versöhnungsaltar" die geschehene Versöhnung durch Schwur bekräftigen.
Südlich kommt man über das schöne Nabburg und das verkannte Schwandorf, das noch verschiedene
Zeugen der einstigen Befestigung aufweist, nach dem prächtigen Renaissanceschloß Fronberg, dieser Perle der
Oberpfalz.
Im Herzen der Oberpfälz liegt die alte Standesherrschaft Leuchtenberg. Auf dem Leuchtenberg erheben
sich die Trümmer der Burgruine gleichen Namens, die als die gewaltigste Burganlage der Oberpfälz anzusprechen
ist. Auf steilem Waldweg kommen wir zu ihr. Von der Südseite aus gelangt man durch drei Tore zum dreistöckigen,
nach innen offenen Turm, und von diesem zum eigentlichen inneren Burghof. Hier erhebt sich aus dem engen Raume
der hohe Bergfried, auch Lehenturm genannt. Als erster Herr von Leuchtenberg erscheint um 1118 der Graf Gebhard
von Waldeck. Dieser wird als Erbauer der Burg zu gelten haben, denn er hat auf Grund urkundlicher Nachrichten
1124 den Bischof Otto von Bamberg ersucht, auf seiner Missionsfahrt nach Pommern die Burgkapelle zu weihen,
was 1129 auch geschah. Auf ihn folgten ununterbrochen 500 Jahre lang Grafen von Leuchtenberg, welche infolge
ihrer immer größeren Besitzungen (als im Jahre 1196 die Landgrafen zu Stefling am Regen ausstarben, ging Amt
und Titel eines Landgrafen, wenn auch nur als Reichsafterlehen, an Diepold von Leuchtenberg über) großes Ansehen
im Reiche hatten, ja sogar Sitz und Stimme auf den Reichstagen. Die Herrschaften Waldeck, Leuchtenberg, die Feste
 
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