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Naturschutz. Aber die Profitgier der Menschen kennt keine
Grenzen. Wenn die Arbeit und Sprengungen in den in un-
mittelbarer Nähe von Floßenbürg befindlichen Steinbrüchen,
also hart an der Burgruine, nicht bald eingestellt werden, wird
in kurzer Zeit der ganze Berg nur noch ein wüster Trümmer-
haufen sein. Die der Ortsgemeinde gehörende Westseite von
Floßenbürg wird immer mehr verschandelt. Der Abbau dieses
lichtgrauen Kristallgranits an dieser Seite gefährdet, wenn
auch unverständlicherweise selbst Heimatfreunde dies oft be-
streiten, ganz bestimmt durch die vielen Sprengungen das
Mauerwerk, und die Form, in der der Abbau erfolgt, macht
die ganze Gegend, wenn dies noch Jahre dauert, wirklich ein-
tönig. Die stolzragende Floßenbürg ist ein Wahrzeichen der
Ostmark. Alle materielle Selbstsucht sollte hier zurückstehen,
noch dazu, wo es gleichen Granit in der Umgebung der Floßen-
bürg auch gibt. Es wäre nur zu wünschen, daß der große und
glückliche Gedanke eines hochverehrten Heimatfreundes des
deutschen Egerlandes, durch die Unterstützung der Bevölkerung
und insbesondere der zuständigen Stellen, zur Tatwürde und
der Abbau der zwiebelschalenförmig liegenden Granitschichten
so erfolgt, daß der ganze Berg die Gestalt eines großen viel-
zackigen Sternes mit stufenförmig nach oben sich verjüngenden
Ausbuchtungen ergibt. Mit geringen Kosten könnte hier ein
Ehrenmal des Nordgaues geschaffen werden, das, wie mir
der deutsche Mann jenseits der Grenze, dessen Namen hier zu
nennen im Interesse des Deutschenhasses der Tschechen leider
unterlassen werden muß, schreibt: „als gepanzerte Riesen-
schwurhand vom Tillenberg hinüber zum Pfraumberg, hin-
unter zur Leuchtenburg und hinauf zur Kösseine, alle Deut-
schen diesseits und jenseits der zu Unrecht gezogenen Grenze
ständig im Gedanken an die Toten des Weltkrieges mahnt:
Haltet euren Schwur! Seid treu!" Es wäre beste Erhaltungsarbeit am Deutschtum in der bedrohten Ostmark des Reiches.
Im Norden unserer geliebten Oberpfalz krönt den Ort Falkenberg eine Ruine gleichen Namens. Bereits
Kaiser Karl der Große soll hier zum Schutze gegen die Slawen eine Feste gegründet haben. Der letzte Burgherr, Konrad
von Falkenberg, starb 1252. Die Erbtochter dieses letzten Falkenberger, Jutta, hatte 1274 Gebhard V. von Leuchtenberg
geheiratet. Deren Tochter Beatrix verkaufte 1294 Falkenberg an das Kloster Waldsassen. Von dort aus wurde Falkenberg
durch Mönche verwaltet. Das Kloster war aber seinerzeit verarmt, und so mußte Abt Heinrich II. (1351—1358) einige
Güter, darunter auch Falkenberg, versetzen. Aber schon der nächste Abt, Konrad I., brachte Falkenberg wieder in
klösterlichen Besitz. Abt Konrad II. (1394—1417), der viel auf Reisen war, hatte einst zu Falkenberg geschützten
Aufenthalt nehmen müssen. Die Mönche von Waldsassen hatten diesen Abt auf einer seiner Reisen abgesetzt und
wählten als Gegenabt einen Ermersreither. Durch Vergleich wurde aber diese Angelegenheit beigelegt. Abt Konrad II.
blieb, und der Ermersreither wurde sein Koadjutor (Amtsgehilfe). Der Nachfolger Konrads II., der Abt Nikolaus III.,
erbaute 1421 aus Furcht vor den Hussiten den sogenannten Hussitenturm, der seit 1877 besteigbar ist. Im Dreißig-
jährigen Kriege wurde die Burganlage zerstört. — Vier Burgen standen einst in dieser Gegend, die die Waldnab durch-
fließt: Altneuhaus, Neuhaus, Schwarzenschwall und Falkenberg. Außer Falkenberg steht heute nur noch
Neuhaus. Diese Ruine erhebt sich mit ihrem „Butterfaßturm" gegenüber der Bahnstation Windisch-Eschenbach. Die
Burg wurde um 1302, nachdem Altneuhaus an das Kloster Waldsassen verpfändet war, von den Landgrafen von
Leuchtenberg erbaut. 1505 erwarb das Kloster Waldsassen auch Neuhaus käuflich, nachdem sie bereits 1328 eben-
falls an das Kloster verpfändet worden war. Südwestlich von Waldeck verdient noch das reizend gelegene Schloß
Veldenstein bei Neuhaus Erwähnung, das in der Hauptsache im 15. Jahrhundert entstanden ist. 1820 ging sie
in den Besitz der Gemeinde Neuhaus über. Bon den weiter südlich gelegenen Altneuhaus und Schwarzenschwall,
die einst den Herren von Falkenberg gehörten, gibt nur noch ein kaum noch erkennbarer Wallgraben klägliches Zeichen
einstiger Größe. Im Waldnabtal schützte der ausgezeichnete Burgengürtel Altneuhaus, Schwarzenschwall und
Falkenberg, und westlich, im Gebiete des sogenannten „Grenzbaches", die Festen Trautenberg, Reuth,
Thumsenreuth und ganz im Norden Weißenstein. Trautenberg weist heute nur noch ein etwa 7 in langes Stück
der ehemaligen Ringmauer auf. Als erster wird Marquard de Trutenberg 1244 im Gefolge der Landgrafen von
Leuchtenberg genannt. Die späteren Besitzer von der Grün errichteten im Tal ein neues Schloß.
Weißenstein, das den dem Fichtelgebirge als mächtigen Granitblock vorgelagerten Steinwald schmückt, wurde,
wie die Sage erzählt, schon zur Zeit Karls des Großen als Feste gegen die Slawen errichtet. Im 13. Jahrhundert
Naturschutz. Aber die Profitgier der Menschen kennt keine
Grenzen. Wenn die Arbeit und Sprengungen in den in un-
mittelbarer Nähe von Floßenbürg befindlichen Steinbrüchen,
also hart an der Burgruine, nicht bald eingestellt werden, wird
in kurzer Zeit der ganze Berg nur noch ein wüster Trümmer-
haufen sein. Die der Ortsgemeinde gehörende Westseite von
Floßenbürg wird immer mehr verschandelt. Der Abbau dieses
lichtgrauen Kristallgranits an dieser Seite gefährdet, wenn
auch unverständlicherweise selbst Heimatfreunde dies oft be-
streiten, ganz bestimmt durch die vielen Sprengungen das
Mauerwerk, und die Form, in der der Abbau erfolgt, macht
die ganze Gegend, wenn dies noch Jahre dauert, wirklich ein-
tönig. Die stolzragende Floßenbürg ist ein Wahrzeichen der
Ostmark. Alle materielle Selbstsucht sollte hier zurückstehen,
noch dazu, wo es gleichen Granit in der Umgebung der Floßen-
bürg auch gibt. Es wäre nur zu wünschen, daß der große und
glückliche Gedanke eines hochverehrten Heimatfreundes des
deutschen Egerlandes, durch die Unterstützung der Bevölkerung
und insbesondere der zuständigen Stellen, zur Tatwürde und
der Abbau der zwiebelschalenförmig liegenden Granitschichten
so erfolgt, daß der ganze Berg die Gestalt eines großen viel-
zackigen Sternes mit stufenförmig nach oben sich verjüngenden
Ausbuchtungen ergibt. Mit geringen Kosten könnte hier ein
Ehrenmal des Nordgaues geschaffen werden, das, wie mir
der deutsche Mann jenseits der Grenze, dessen Namen hier zu
nennen im Interesse des Deutschenhasses der Tschechen leider
unterlassen werden muß, schreibt: „als gepanzerte Riesen-
schwurhand vom Tillenberg hinüber zum Pfraumberg, hin-
unter zur Leuchtenburg und hinauf zur Kösseine, alle Deut-
schen diesseits und jenseits der zu Unrecht gezogenen Grenze
ständig im Gedanken an die Toten des Weltkrieges mahnt:
Haltet euren Schwur! Seid treu!" Es wäre beste Erhaltungsarbeit am Deutschtum in der bedrohten Ostmark des Reiches.
Im Norden unserer geliebten Oberpfalz krönt den Ort Falkenberg eine Ruine gleichen Namens. Bereits
Kaiser Karl der Große soll hier zum Schutze gegen die Slawen eine Feste gegründet haben. Der letzte Burgherr, Konrad
von Falkenberg, starb 1252. Die Erbtochter dieses letzten Falkenberger, Jutta, hatte 1274 Gebhard V. von Leuchtenberg
geheiratet. Deren Tochter Beatrix verkaufte 1294 Falkenberg an das Kloster Waldsassen. Von dort aus wurde Falkenberg
durch Mönche verwaltet. Das Kloster war aber seinerzeit verarmt, und so mußte Abt Heinrich II. (1351—1358) einige
Güter, darunter auch Falkenberg, versetzen. Aber schon der nächste Abt, Konrad I., brachte Falkenberg wieder in
klösterlichen Besitz. Abt Konrad II. (1394—1417), der viel auf Reisen war, hatte einst zu Falkenberg geschützten
Aufenthalt nehmen müssen. Die Mönche von Waldsassen hatten diesen Abt auf einer seiner Reisen abgesetzt und
wählten als Gegenabt einen Ermersreither. Durch Vergleich wurde aber diese Angelegenheit beigelegt. Abt Konrad II.
blieb, und der Ermersreither wurde sein Koadjutor (Amtsgehilfe). Der Nachfolger Konrads II., der Abt Nikolaus III.,
erbaute 1421 aus Furcht vor den Hussiten den sogenannten Hussitenturm, der seit 1877 besteigbar ist. Im Dreißig-
jährigen Kriege wurde die Burganlage zerstört. — Vier Burgen standen einst in dieser Gegend, die die Waldnab durch-
fließt: Altneuhaus, Neuhaus, Schwarzenschwall und Falkenberg. Außer Falkenberg steht heute nur noch
Neuhaus. Diese Ruine erhebt sich mit ihrem „Butterfaßturm" gegenüber der Bahnstation Windisch-Eschenbach. Die
Burg wurde um 1302, nachdem Altneuhaus an das Kloster Waldsassen verpfändet war, von den Landgrafen von
Leuchtenberg erbaut. 1505 erwarb das Kloster Waldsassen auch Neuhaus käuflich, nachdem sie bereits 1328 eben-
falls an das Kloster verpfändet worden war. Südwestlich von Waldeck verdient noch das reizend gelegene Schloß
Veldenstein bei Neuhaus Erwähnung, das in der Hauptsache im 15. Jahrhundert entstanden ist. 1820 ging sie
in den Besitz der Gemeinde Neuhaus über. Bon den weiter südlich gelegenen Altneuhaus und Schwarzenschwall,
die einst den Herren von Falkenberg gehörten, gibt nur noch ein kaum noch erkennbarer Wallgraben klägliches Zeichen
einstiger Größe. Im Waldnabtal schützte der ausgezeichnete Burgengürtel Altneuhaus, Schwarzenschwall und
Falkenberg, und westlich, im Gebiete des sogenannten „Grenzbaches", die Festen Trautenberg, Reuth,
Thumsenreuth und ganz im Norden Weißenstein. Trautenberg weist heute nur noch ein etwa 7 in langes Stück
der ehemaligen Ringmauer auf. Als erster wird Marquard de Trutenberg 1244 im Gefolge der Landgrafen von
Leuchtenberg genannt. Die späteren Besitzer von der Grün errichteten im Tal ein neues Schloß.
Weißenstein, das den dem Fichtelgebirge als mächtigen Granitblock vorgelagerten Steinwald schmückt, wurde,
wie die Sage erzählt, schon zur Zeit Karls des Großen als Feste gegen die Slawen errichtet. Im 13. Jahrhundert


