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Der lu^tgorteu.
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L lorvnu.
D LMv/hMIS.
kl HrurtiL ^niS SchlLS.
Ronneburg.
laLt'^lüN.M.1-ö0S.
Abb. 12.
räume im Palas, die herrlichen Erkerstuben im Kemenatenbau, die Festsäle und Turmstübchen, die Küchen und
Backhäuser, die Apotheke, das Papageiengemach und andere Räume mit all ihren schönen Türen, Butzenfenstern,
Kaminen und Wandmalereien, ferner die ausgedehnten Stallungen im Zwinger, das Bandhaus, das äußere Tor
mit Zugbrücke und Uhrgiebel, das Schlachthaus, der Hexenturm und außerhalb das Brauhaus, die Scheunen, Lust-
und Badehäuser im Garten u. v. a. m., sie alle haben im Laufe der Zeit stark gelitten bzw. sind nur noch in Ruinen
vorhanden.
So ist es gekommen, daß man heute die Ronneburg nur mit sehr gemischten Gefühlen besichtigen kann.
Man erbaut sich an der Gesamtheit der mächtigen Burganlage, an der kühnen strategischen Planung und an der
formvollendeten Ausführung. Unwillkürlich kommt man zu der Überzeugung, daß hier wirkliche Handwerker und
Künstler am Werke waren, und daß seitens eines hochgebildeten und weitschauenden Burgherren alles getan wurde,
um seinem Lande das zu geben, wonach die Zeiten gebieterisch verlangten. Gleichzeitig ist man aber auch tiefbetrübt
angesichts der schweren Wunden, die der Zahn der Zeit und die Unbekümmertheit und Rücksichtslosigkeit einer gänz-
lich unpassenden Einwohnerschaft an vielen Orten des einst so überragend schönen Herrensitzes geschlagen haben.
Der fürstlichen Verwaltung in Wächtersbach ist es zu danken, daß sie nach Kräften zu der Erhaltung der Burg
beiträgt. Möge die diesjährige „Burgenfahrt zu unbekannten Burgen und Fürstensitzen in Hessen" dazu beitragen,
daß der hohe geschichtliche und kunstgeschichtliche Wert der Ronneburg immer mehr erkannt werde, und daß auch
seitens der staatlichen Denkmalpflege etwas für ihre Erhaltung getan werden kann.
Indem wir hiermit zu recht regem Besuche der schönen Ronneburg einladen, rufen wir mit E. Geibel:
O Ronneburg, du feine,
O Burg, an Ehren reich,
Vom Vogelsberg zum Maine
Keine andere kommt dir gleich0.
0 Ronneburger Fremdenbuch.
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Ronneburg.
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Abb. 12.
räume im Palas, die herrlichen Erkerstuben im Kemenatenbau, die Festsäle und Turmstübchen, die Küchen und
Backhäuser, die Apotheke, das Papageiengemach und andere Räume mit all ihren schönen Türen, Butzenfenstern,
Kaminen und Wandmalereien, ferner die ausgedehnten Stallungen im Zwinger, das Bandhaus, das äußere Tor
mit Zugbrücke und Uhrgiebel, das Schlachthaus, der Hexenturm und außerhalb das Brauhaus, die Scheunen, Lust-
und Badehäuser im Garten u. v. a. m., sie alle haben im Laufe der Zeit stark gelitten bzw. sind nur noch in Ruinen
vorhanden.
So ist es gekommen, daß man heute die Ronneburg nur mit sehr gemischten Gefühlen besichtigen kann.
Man erbaut sich an der Gesamtheit der mächtigen Burganlage, an der kühnen strategischen Planung und an der
formvollendeten Ausführung. Unwillkürlich kommt man zu der Überzeugung, daß hier wirkliche Handwerker und
Künstler am Werke waren, und daß seitens eines hochgebildeten und weitschauenden Burgherren alles getan wurde,
um seinem Lande das zu geben, wonach die Zeiten gebieterisch verlangten. Gleichzeitig ist man aber auch tiefbetrübt
angesichts der schweren Wunden, die der Zahn der Zeit und die Unbekümmertheit und Rücksichtslosigkeit einer gänz-
lich unpassenden Einwohnerschaft an vielen Orten des einst so überragend schönen Herrensitzes geschlagen haben.
Der fürstlichen Verwaltung in Wächtersbach ist es zu danken, daß sie nach Kräften zu der Erhaltung der Burg
beiträgt. Möge die diesjährige „Burgenfahrt zu unbekannten Burgen und Fürstensitzen in Hessen" dazu beitragen,
daß der hohe geschichtliche und kunstgeschichtliche Wert der Ronneburg immer mehr erkannt werde, und daß auch
seitens der staatlichen Denkmalpflege etwas für ihre Erhaltung getan werden kann.
Indem wir hiermit zu recht regem Besuche der schönen Ronneburg einladen, rufen wir mit E. Geibel:
O Ronneburg, du feine,
O Burg, an Ehren reich,
Vom Vogelsberg zum Maine
Keine andere kommt dir gleich0.
0 Ronneburger Fremdenbuch.


