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noch unendlich erweirern, die weniger auffallen, rveil fie in abgelegeneren Scraßen liegen
und neben den großen Baucen der Barockzeic nn Maßstab erheblich zurückbleiben.
Das schönste Baurverk des 18. Iahrhunderrs ist das der Güdseice des Münsters
gcgcnüberliegcnde „Gchloß". Das kNünstcr selbst, das ehcinaligc Iesuicenkollcgiuin, hcucige
Lyceuin (Gyinnasiuin), das ^rauenhaus und das Gchloß inachcn dcn Gchloßplarz zu dcin
schönsten platze Gcraßburgs. Das Gchloß der Rohan ist das hervorragendste und
herrlichste Äcispiel der umfangrcickcn Baucacigkcic, die sich in Gcraßburg uncer dcr
Xcgierung Ludivigs XV. enrivickelcc. Es cvurdc durch den Rardinal-Bischof Arinand-
Gasron dc Rohan Goubisc 1728 bcgonncn. An seiner archicekronischcn Ausbildung, »vie
in seincr Inncndckorarion bildcc das Gchloß cincs dcr vornchinslcn Wcrke dcs frühcn
Rokkoko.
In dcr Zeic des Gchloßbaucs, iin 18. Iahrhundcrt büßtc Gcraßburg nichc nur
policisch sondcrn auch künsrlcrisch den Lkarakrcr dcr alcen Reichsstadt ein. Vielcs inalerisch
Gchöne wurde zerstörc durch die Abneigung der ffranzosen des 18. Iahrhundercs gegen
das «Zeimliche, kvinkelig Ungleiche der Gassen. Die bald folgende Revolucion verfuhr
noch umfassender. Vieles, was verschonc geblieben war, fiel dann dein „Verkehrsbedürfnisse"
des 19. Iahrhundercs zuin Gpfer. Die Hauser des lö. Iahrhundercs inir ihren stattlichen
Holzschnitzcrcicn vcrschwindcn inehr und inchr und in dcn ncucn Gtadcccilcn cncstehen
neue ^auscr, dic alles nur nichc straßburgisck sind. Abcr noch stehc gcnug von Gtraß-
burg dein „bvunderschönen", noch giebr es viele kleine gewundene Gassen und Gaßchen,
inic Torcn und Törclien, Trcppcncürinchen und Erkcrn, rings uin das allbckanntc und
bcrühintc INcistcrwcrk deucscker Gocik „das Gcraßburgcr kNünstcr", daß die Gradr
Gcraßburg ;u Ehren der 2Zurgenfahrer ain Abend des 22. Iuni beleuchren
lasscn wird. IVl.
noch unendlich erweirern, die weniger auffallen, rveil fie in abgelegeneren Scraßen liegen
und neben den großen Baucen der Barockzeic nn Maßstab erheblich zurückbleiben.
Das schönste Baurverk des 18. Iahrhunderrs ist das der Güdseice des Münsters
gcgcnüberliegcnde „Gchloß". Das kNünstcr selbst, das ehcinaligc Iesuicenkollcgiuin, hcucige
Lyceuin (Gyinnasiuin), das ^rauenhaus und das Gchloß inachcn dcn Gchloßplarz zu dcin
schönsten platze Gcraßburgs. Das Gchloß der Rohan ist das hervorragendste und
herrlichste Äcispiel der umfangrcickcn Baucacigkcic, die sich in Gcraßburg uncer dcr
Xcgierung Ludivigs XV. enrivickelcc. Es cvurdc durch den Rardinal-Bischof Arinand-
Gasron dc Rohan Goubisc 1728 bcgonncn. An seiner archicekronischcn Ausbildung, »vie
in seincr Inncndckorarion bildcc das Gchloß cincs dcr vornchinslcn Wcrke dcs frühcn
Rokkoko.
In dcr Zeic des Gchloßbaucs, iin 18. Iahrhundcrt büßtc Gcraßburg nichc nur
policisch sondcrn auch künsrlcrisch den Lkarakrcr dcr alcen Reichsstadt ein. Vielcs inalerisch
Gchöne wurde zerstörc durch die Abneigung der ffranzosen des 18. Iahrhundercs gegen
das «Zeimliche, kvinkelig Ungleiche der Gassen. Die bald folgende Revolucion verfuhr
noch umfassender. Vieles, was verschonc geblieben war, fiel dann dein „Verkehrsbedürfnisse"
des 19. Iahrhundercs zuin Gpfer. Die Hauser des lö. Iahrhundercs inir ihren stattlichen
Holzschnitzcrcicn vcrschwindcn inehr und inchr und in dcn ncucn Gtadcccilcn cncstehen
neue ^auscr, dic alles nur nichc straßburgisck sind. Abcr noch stehc gcnug von Gtraß-
burg dein „bvunderschönen", noch giebr es viele kleine gewundene Gassen und Gaßchen,
inic Torcn und Törclien, Trcppcncürinchen und Erkcrn, rings uin das allbckanntc und
bcrühintc INcistcrwcrk deucscker Gocik „das Gcraßburgcr kNünstcr", daß die Gradr
Gcraßburg ;u Ehren der 2Zurgenfahrer ain Abend des 22. Iuni beleuchren
lasscn wird. IVl.


