(CFChatis.
untervettungsbratt.
fuͤr
Leben und Literatur; Poeſie und Kunß.
Redakteur und Verausgever: 5 K. rziherr v. Eriach.
—.———
———
Dieſes Blatt erſcheint
—.—
jeden Mittwoch und Sonnabend, und kann
ein Abonnement mit 1 fl. 30 kr. vierteliährig auf daſſelbe eröffnet werden.
No 15. *
Mannheim, den 23. Mal, —.— ö —
le Schätz e.
Was haſt du, mit Schaͤtzen erfuͤllete Welt,
Das Jeglichem ohne Beſchraͤnkung gefaͤllt;
Das Jedem und Allem/ was lebet und liebt, •
„Was liebet und lebet, den Sauber erſt giebt?
Sag' an mir die Schaͤtze, ſag an ſie genau,
und ſtelle die prangende Fuͤlle zur Schau;
Und haſt du die eiſten und reichſten gebracht,
So waͤhl ich den Schatz, der am ſchoͤnſten mir lacht.
Du zeigſt mir dein Gold. J Ja, dein Gold iſt wohl ſchon;
Ou kennſt uns, du haſt in das Herz uns geſehn!
Hier Wort und mein Handſchlag, ich nehm⸗ es in Kauf,
Doch wiegt es den Schatz, den ich wihle nicht auf.
Nun bringſt du die Ehre. Der Mann ſey gehaßt,
Der iemals dich ſchmähet, du reizende Laſt!
Iſis holdes Geſchenk, ich fuͤhr' es in's Haus,
Doch was ich mir waͤhle, das ſchůeß es nicht aus.
Nun Liebe! Vor allen beding' ich die mir!
Was, ohne ſie, waͤreſt denn du, und was wir ?
—— —— ———— — — ——— —
Was keine kebendige Seele entbehrt,
Das hab' ich! Das werde mir nicht erſt gewührt!
Du ſchuͤttelſt, wie Spieler die Wuͤrfel bei'm Spiel,
Nun Hleinod auf Kleinod, und kommſt nicht an's Ziel.
So bdre + und kannſt du, o berrliche Welt
So ſhenke mir/ was mir am meiſten gefaͤllt.
Das, was uns entzuͤckt an den Blumen der Au',
E Vogel der Luft, und am himmliſchen Blau;
Das, was an dem ſprudelnden Quell uns entzuͤckt
und ſchlafend, und wachend/ ſo ſelig erquickt;
Der frohe, der friſche, lebendize Hauch,
ö Das heitere Feuer, die Flamm ohne Rauch:
Geſundheit, die liebliche Krone, ſey mein,
und muß es, ſo bleibe das Andere dein! ö
8 wuͤßteſt du.— wuͤßteſt du, herrliche Belt,
Wie dem/ der, geſund, deine Wonne gefaͤllt!
Erblickt' es die Sonn' in dem eilenden Lauf, ö
Ste bliebe und hitroan der Erde ſich auf
um dach.
W —
* +*
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+ 278
untervettungsbratt.
fuͤr
Leben und Literatur; Poeſie und Kunß.
Redakteur und Verausgever: 5 K. rziherr v. Eriach.
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Dieſes Blatt erſcheint
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jeden Mittwoch und Sonnabend, und kann
ein Abonnement mit 1 fl. 30 kr. vierteliährig auf daſſelbe eröffnet werden.
No 15. *
Mannheim, den 23. Mal, —.— ö —
le Schätz e.
Was haſt du, mit Schaͤtzen erfuͤllete Welt,
Das Jeglichem ohne Beſchraͤnkung gefaͤllt;
Das Jedem und Allem/ was lebet und liebt, •
„Was liebet und lebet, den Sauber erſt giebt?
Sag' an mir die Schaͤtze, ſag an ſie genau,
und ſtelle die prangende Fuͤlle zur Schau;
Und haſt du die eiſten und reichſten gebracht,
So waͤhl ich den Schatz, der am ſchoͤnſten mir lacht.
Du zeigſt mir dein Gold. J Ja, dein Gold iſt wohl ſchon;
Ou kennſt uns, du haſt in das Herz uns geſehn!
Hier Wort und mein Handſchlag, ich nehm⸗ es in Kauf,
Doch wiegt es den Schatz, den ich wihle nicht auf.
Nun bringſt du die Ehre. Der Mann ſey gehaßt,
Der iemals dich ſchmähet, du reizende Laſt!
Iſis holdes Geſchenk, ich fuͤhr' es in's Haus,
Doch was ich mir waͤhle, das ſchůeß es nicht aus.
Nun Liebe! Vor allen beding' ich die mir!
Was, ohne ſie, waͤreſt denn du, und was wir ?
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Was keine kebendige Seele entbehrt,
Das hab' ich! Das werde mir nicht erſt gewührt!
Du ſchuͤttelſt, wie Spieler die Wuͤrfel bei'm Spiel,
Nun Hleinod auf Kleinod, und kommſt nicht an's Ziel.
So bdre + und kannſt du, o berrliche Welt
So ſhenke mir/ was mir am meiſten gefaͤllt.
Das, was uns entzuͤckt an den Blumen der Au',
E Vogel der Luft, und am himmliſchen Blau;
Das, was an dem ſprudelnden Quell uns entzuͤckt
und ſchlafend, und wachend/ ſo ſelig erquickt;
Der frohe, der friſche, lebendize Hauch,
ö Das heitere Feuer, die Flamm ohne Rauch:
Geſundheit, die liebliche Krone, ſey mein,
und muß es, ſo bleibe das Andere dein! ö
8 wuͤßteſt du.— wuͤßteſt du, herrliche Belt,
Wie dem/ der, geſund, deine Wonne gefaͤllt!
Erblickt' es die Sonn' in dem eilenden Lauf, ö
Ste bliebe und hitroan der Erde ſich auf
um dach.
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