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Charis: rhein. Morgenzeitung für gebildete Leser (1) — 1821

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No 19 (1821)
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https://doi.org/10.11588/diglit.20602#0077

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——5

Charis.

unterhattungsblatt *

fuͤr

Leben und Literatur; Poeſie und Kunſt.

Redakteur und Herausgeber: Fr. K. Sreiherr v. Erlach.

1

Dieſes Blett erfcheint

jeden Mittwoch und. Son nabend, und kann

ein Abonnement mit 1 fl. 30 kr. vierteljährig auf daſſelbe eröffnet werden.

Ne 19.

NMannheim, den 6. Jumi, 1821.

—— — — —— — —— —

VII dehrhün g..

Zu kommen bei'm Tiſchter in dle Lehr',

O, wie war das fruͤhauf mein liebſt Begehr! 1

Aus dem Wald' kommen ſchdue Baͤume her.
Baͤume, ihr ſehet den Wald nicht mehr;
Schoͤn iſt Menſchenverkehr.

Be'm Lehrllng, da iſt dle Kunſt noch klein:

Schlafe, Kind, ſchlaf! Gott gebe Gedeihn!“

Eine Wie ge muß ſein Erſtes ſeyn.

Ja, ſtreb' und wachſ' im Jugendſchein
Die Welt iſt noch deln.

Lieb Kind⸗ wie ſcheinen die Aeuglein hell!

Flinker Lehrling, o wie waͤchſeſt. du ſchnell!

Lehrling, werde nun Geſell!

Wiege anerde Berrgeſtell:

Ein Br aau tdet tiliebt der Geſel.

Schdn. Bett, ſchoͤn Bett., wie biſt du kalt!
Geſell wo iſt deine friſche Geſtalt?

Bleibt die Kunſt nicht in Meiſters Gewalt ?

Und du wirſt haͤßlich, wirſt alt —

Simmre den Sarg, bald.
C. Thorbecke, denannt Zumbach.

hatte.
7. Oetbr. v. J. uͤber dieſes Weik geſagt hat, geben

Ueber das roße franzdſiſhe National „Werk:
Beſchreibung v on Egypten.

Von jener beruͤhmten Saramlung Beobachtungen
und Nachforſchungen, die waͤhrend des Feldzuges der
franzſi iſchen Armee in Egypten/ uber dieſes Land
gemacht wurden, iſt jezt, durch Panckouke's Ver-
dienſt, eine zweite auf eine wuͤrdige Art der allge-
meinen Kunde dargebotene Ausgabe in 25 Baͤnden,
S. mit 9⁰⁰ Kupfern erſchlenen, da die erſtere⸗bisher,
theils als ein Geſchenk Napoleons, theils ihres hohen
Preiſes wegen, nur fuͤrſtlichen Bibliotheken angehoͤrt
Was Keratry im Courier krancals vom

wir hier/ angemeſſen der Tendenz dieſer⸗ Blaͤtter/
uͤber Leben und Wiſſenſchaft, im Auszuge zuruͤck.
„Dem denkenden Beobachter iſt die Voͤlkerge-

ſchichte mehr eine Darſtellung der Sitten, der Kennt-

niſſe und der Kulur der Boiker/ als ein Bericht
von Begebenheiten, die oft verfaͤlſcht oder zweifelhaft

ihre Jahrbuͤcher anſchwellen. Was frommt auch der

gleichfoͤrmige Anblick von innern und auswaͤrtigen
Zwiſten, von Vertraͤgen, welche die Gewalt abfchlaß
und die Liſt wieder aufhob; von Kriegen, die ſelbſt

dann, wenn die gerechte Sache durch Tapferkeit
 
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