Charis.
Burerertvrssetatt.
faͤr
Leben und Literatur; Poeſie aund Kunß.
Redakteur und ör. K. Freiherr v. Erlach.
— — —
— —
— —
Dieſes Blatt erſcheint jeden Mittwoch und Sonnabend/ und kann 2 —
ein Abonnement mit 1 11. 30 kr. vicrtetnahris auf daſſelbe eroffuer werden.
—— No 29. I
— Mannheim; den 11. Iuli, 182.
—.—.—————— * *
Mein Herz. Es ſieht der ſüſſe Schlummer
— Vor dieſem ſtarren Kummer. —
Kennſt, Fanny, dieſe leiſen Safter?— — —
Schoͤne Stunden!
. ————
An F 2* * H.. *
Fanay! Fanny! —. ————— ö
Die traͤge Stunde fliehr, * Du höͤlder Jugendtag! —
Und in der Fluthen Graaahh IIhr ſeyd entſchwunden 4— .
Hochflammend, jezt hiahh Derz, fort auf ewig dir! — ö
Die ſchuelle Sonne zieht! — — Sag'/ ſuͤſſe Ruhe, ſag 2*
Schau, mit dem lezten Strale ö — Wann kehrſt du freundlich wieder
Wird's fiuſter auch im Thale ö Auf dieſe muͤden Glieder
Und in dem Haine ſtill und ſtiler. — 21 Wann willſt du Rroſt⸗ wann Sumug vanund
Herz, meln Herz! horch! — — Fiober Abend! ö
Die Glocke ruft zur Ruhꝰ — Der mir ſo ſchnell verſloß,
Vom nahen Dorfe her, * An dem ſo innig warwnn.
So melancholiſch ſchwer. — Mein Vater in den Arm
Ja, halle Glocke zu! — — ö Den muntern Knaben ſchloß; W.
Du findſt ſie nicht, und nimmſer Willſt du nie wiederkehreen
Memn Herz, fuͤr dich auf immer — Willſt ewig nicht gewaͤhrenr
1 dieſer ſüſſ Troſt dahin! — Mir meinen heiß erſehnten Wunſch?
Es wird leiſe Ees foh die Nacht ——1 ö
5 Ales ſchlummert ein. In ſchnell und ſchnellerm Lauf ö
Doch du, mein armes Herʒj. Der Tag war jezt erwacht,
— Zerronnen ſtets in Schnaerz tId ihrer Flammenpracht —
Kennſt nur die ſtille Pein. * Stieg ſtolz die Sonne auf — 11
Burerertvrssetatt.
faͤr
Leben und Literatur; Poeſie aund Kunß.
Redakteur und ör. K. Freiherr v. Erlach.
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Dieſes Blatt erſcheint jeden Mittwoch und Sonnabend/ und kann 2 —
ein Abonnement mit 1 11. 30 kr. vicrtetnahris auf daſſelbe eroffuer werden.
—— No 29. I
— Mannheim; den 11. Iuli, 182.
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Mein Herz. Es ſieht der ſüſſe Schlummer
— Vor dieſem ſtarren Kummer. —
Kennſt, Fanny, dieſe leiſen Safter?— — —
Schoͤne Stunden!
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An F 2* * H.. *
Fanay! Fanny! —. ————— ö
Die traͤge Stunde fliehr, * Du höͤlder Jugendtag! —
Und in der Fluthen Graaahh IIhr ſeyd entſchwunden 4— .
Hochflammend, jezt hiahh Derz, fort auf ewig dir! — ö
Die ſchuelle Sonne zieht! — — Sag'/ ſuͤſſe Ruhe, ſag 2*
Schau, mit dem lezten Strale ö — Wann kehrſt du freundlich wieder
Wird's fiuſter auch im Thale ö Auf dieſe muͤden Glieder
Und in dem Haine ſtill und ſtiler. — 21 Wann willſt du Rroſt⸗ wann Sumug vanund
Herz, meln Herz! horch! — — Fiober Abend! ö
Die Glocke ruft zur Ruhꝰ — Der mir ſo ſchnell verſloß,
Vom nahen Dorfe her, * An dem ſo innig warwnn.
So melancholiſch ſchwer. — Mein Vater in den Arm
Ja, halle Glocke zu! — — ö Den muntern Knaben ſchloß; W.
Du findſt ſie nicht, und nimmſer Willſt du nie wiederkehreen
Memn Herz, fuͤr dich auf immer — Willſt ewig nicht gewaͤhrenr
1 dieſer ſüſſ Troſt dahin! — Mir meinen heiß erſehnten Wunſch?
Es wird leiſe Ees foh die Nacht ——1 ö
5 Ales ſchlummert ein. In ſchnell und ſchnellerm Lauf ö
Doch du, mein armes Herʒj. Der Tag war jezt erwacht,
— Zerronnen ſtets in Schnaerz tId ihrer Flammenpracht —
Kennſt nur die ſtille Pein. * Stieg ſtolz die Sonne auf — 11



