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Charis: rhein. Morgenzeitung für gebildete Leser (1) — 1821

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No 34 (1821)
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https://doi.org/10.11588/diglit.20602#0137

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Cha

aris.

unterhattungsblatt

fuͤr

Leben und Literatur; Poeſie und Kunſi.

Redarteur und Peransgeder; dr. . Sreiherr. v. eriach.

——

Dieſes Blatt erſcheint

jeden Mittwoch und Son nabend/ und kann

ein ubonnement mit 1 fl. 30 r. vierteliabris auf. daſfelbe eröffnet werden. ö

N 54.

Mannheim, den 28. Juli, 1821.

Der Toͤne Ruf.

* Dort auf den freien Hohn/
Mir iſt als ob ſie baͤten
30 moͤchre hinnen gehn. ö

Mir iſt als vb Ke Rden
In ihren ſtillen Grund,
Als würd' in ihrem Frieden
Mein traukes Herz geſund.

So herflich und ſo ruͤhrend,
So lauter Mitgefühl,
In Wehmuth ſich verlierend
ö Sagt mir ihr ſüſſeõ Spiel

— „O/ fluͤchte dich herüber,
I Wir harren ſehnlich Dein,
v O, wie zufrieden, Lieber! —
»Wie gluͤcklich wirſt du ſeyn 11

Was frommt nür das Berlangen?

Was frommt mur euer Fleh'n?
Ich bin ja hier gefangen
Darf nicht von hinnen geh'n.

dre Tne H

—— *

In eurem Schooße oben
Liegt wohl ein Feenkind,
Von Bluͤthen ſchoͤn umwoben „
Von Lauben ſchoͤn umgrünt.
wich es gerne küſſen,
»S iſt ja der holde Mal,
Hler muß ich ihn vermiſſen
In ſchwarzer Traͤumerei.

D/ drum aus welchen Neſen
Weckt ihr Geſpenſter mir 2
— Die lange, lange ſchliefen —
Ihr Zaubertoͤne, ihr!!

O, rufet, ruft wich nimmer,
OD),, ſchonet, ſchont doch meiny“
e dleſes Herz denn immer
0 tief derriſſen ſeyn ?

Was ſoll mir das Benangen 7
Was ſoll mir euer Fleh'n 2 ö
Ich bin ja hier gefangen, —
ODarf nicht von hinnen geh'n.
— *. M. Eiſenſomio
 
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