Chronik der Stadt Heidelberg — 8.1900 (1901)

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II.

Vauliche Entwicklung der Stadt.

i.

A»ch im BerichtSjahr nahmen Straßen und Kanale dic
Kräste des TiesbauamtS stark in Anspruch.

Für das Straßenwesen ivurde eine michtige Veräiiderung
durch das Gesetz vom 16. August 1960 eingeleitet. nach welchem dic
Landstraßenstrecken, welche innerhalb des Ortsetters liegen, vom Iteu
Juni 1901 an die Eigenschaften von Gemeindewegen (im Sinne des
Straßengesetzes vom 14. Juni 1884) erhalteu und zugleich in das
Eigeutum der Stadt übergehen; zu deu Kosten der Unterhaltung
trägt der Staat durch einen Jahreszuschuß bei, der sich im lausen-
den Jahr auf 14,464 Mk. stellt. Zu der Neupslasterung der Haupt-
straße, die zu den genaunten Straßen gehört, hat der Staat einen
außerordentlichen Beitrag in der Höhe von 73,000 Mk. zugesichert,
von welchen schon 20,000 Mk. der Stadtkasse überwieseu worden
sind. — Mit der Verbreiterung und Verbesserung ein-
zelner Straßen wurde fortgefahren. Das mit Friedrich Hochschwen-
der getrofsene Abkommen wurde durchgesührt und damit eine nicht
unwesentliche Verbefferung des Hauptaufgangs zum Schloß
erreicht. Die Güterbahnhofstraße, welche auf der südlichen
Seite einen Asphaltweg erhielt, wurde aus der Strecke zwischen
Römer- und Speyerer Straße verbreitert; ebeuso die Speyerer
Straße zwischeu der obgenannten und der sogenannten Kriegs-
kurve (bis auf 13,50 w), welche gleichzeitig auch mit gepstasterten
Rinnen, Bordsteinen und Kiesgehwegen auSgestattet wurde. Die
Mittermaierstraße (zwischenEppelheimer und BergheimerStraße)
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