Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 1.1909

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Der Cicerone

Heft 20

sich unter den ca. 200 Nummern immerhin einige
interessante Sachen befinden.

Die dritte Abteilung endlich behandelt die
Metallarbeiten, darunter einige Bronzefiguren
des XVII. und XVIII. Jahrhunderts, Zinnschüsseln
der gleichen Zeit und eine in sich geschlossene
Abteilung von Plaketten und Medaillen, unter
denen die Porträtmedaillen besondere Beachtung
verdienen.

Den Beschluß bildet eine Serie von Porträt-
miniaturen meist aus österreichischer Provenienz,
Ansichten aus dem Salzkammergut, Wiener
Plänen, Stichen, vereinzelter Bilder und Mo-
biliar.

Unter den zahlreichen mehr oder weniger
bedeutenden Auktionen des Dorotheums ver-
dient die genannte Versteigerung besonders her-
vorgehoben zu werden.

STATTGEHÄBTE AUKTIONEN

AMSTERDAM

Die diesjährige Saison in Holland hat das Haus
C. F. Roos & Cie, am 5. Okt. mit einer Ver-
steigerung moderner holländischer Gemälde nebst
einigen modernen und alten Handzeichnungen
und Stichen eröffnet, die vornehmlich aus den
Sammlungen J. H. Mulder in Nijmegen, Ch. Pinard
und K. van Dorssen stammten. Der mit nur
sechs Abbildungen ausgestattete Kauptkatalog
war zum ersten Mal in holländischer Sprache
abgefaßt, wofür der Umstand maßgebend war,
daß als Absatzgebiet für moderne „Holländer“
nunmehr Holland fast allein in Betracht käme,
früher dagegen auch ein Austausch mit dem Aus-
land stattgefunden hätte. Dieser Katalog umfaßt
366 Nrn., wovon 311 Gemälde. Ihm war ein
kleiner französischer der alten Handzeichnungen
und Stiche beigesellt, Nr. 367—483. Da beide
Kataloge erst einige Tage vor der Versteigerung
zur Ausgabe gelangten, mußte von einer Vor-
besprechung an diesem Ort abgesehen werden.
Die Preise der wichtigsten Stücke waren: Nr. 1.
J. Akkeringa, Drei spielende Fischerkinder
( Aquarell): 300 fl.; Nr. 3. L. Äpol, Winter: 250 fl.;
Nr. 5. Fl. Ärntzenius, Am Strand (Aquarell):
380 fl,; Nr. 11. N. Bastert, Auf der Heide
(Aquarell): 200 fl.; Nr. 15. D. Bergeret, Still-
leben: 470 fl,; Nr. 17. D. BI es, Vor dem Spiegel:
200 fl.; Nr. 20. B. J. Blommers, Strandland-
schaft (Abb. im Kat.): 525 fl.: Nr. 21. Derselbe,
Das Fischbraten: 380 fl.; Nr. 27. J. Bosboom,
Kirche (Aquarell): 250 fl.; Nr. 32. Fred. J. du
Chattel, Sommer: 650 fl.; Nr. 33. Derselbe,
Tümpel: 450 fl.; Nr. 34. Derselbe, Änkeveen:

470 fl.; Nr. 35, Derselbe, Die Vecht: 380 fl.;
Nr.36. Derselbe, Winter:520 fl.; Nr. 48. O.Eerel-
man. Sechs Mastiffs: 480 fl.; Nr. 49. Derselbei
Gordon Setters: 370 fl.; Nr. 51. Derselbe, Drei
junge Hunde (Aquarell): 280 fl.; Nr. 58. P. J. C.
Gabriel, Sommer (Aquarell): 340 fl.; Nr. 67.

A. M. Gorter, Herbstgold: 700 fl.; Nr. 68. Der-
selbe, Oktobersonne: 400 fl.; Nr. 69. Derselbe,
Regenwetter: 900 fl.; Nr.70. Derselbe, Herbst:
340 fl.; Nr. 71. Ä. J. Groenewegen, Kuh-
hirtin: 320fl.; Nr. 87. Isaac Israels, Am Strand:
600 fl.; Nr. 89. Derselbe, Frauenkopf: 350 fl.;
Nr.92. Josef Israels, Häusliche Arbeit (Aquarell,
Abb. im Kat.): 500 fl.; Nr. 95. W. Jorissen,
Das Vorlesen: 370 fl.; Nr. 97. Herman F. C.
ten Kate, Eltetnsorge: 335 fl.; Nr. 100. J. C.
K. Klinkenberg, Stadtansicht: 750 fl.; Nr. 101.
Derselbe, Amsterdam: 830 fl.; Nr. 123. Willem
Maris, Enten (Aquarell, Abb. im Kat.): 2200fl.;
Nr. 124. Willy Martens, Ziegenhirtin: 550fl.;
Nr. 127. H. W. Mesdag, Heimkebrende Fischer-
böte (Abb. im Kat.): 2325 fl.; Nr. 128. Derselbe,
Sonnenaufgang: 670 fl.; Nr. 137. Ä. Neuhuys,
Der Bericht: 780 fl.; Nr. 138. Tony Offermans,
Spielendes Kätzchen: 600 fl.; Nr. 141. Der-
selbe, Das Hühnerfutter (Aquarell): 215 fl.;
Nr. 142. E. Pieters, Strandlandschaft: 380 fl.;
Nr. 143. Derselbe, Fischankunft: 250 fl.; Nr. 153!
W. Roelofs, Die Eem bei Baarn: 280 fl.; Nr. 154.
Derselbe, Bei Schiedam (Abb. im Kat.): 1100fl.;
Nr. 164. J. v. d. Sande Bakhuyze, Unter
Pappeln: 500 fl.; Nr. 169. Ä. Schelfhout und
J. Moerenhout, Winter: 310 fl.; Nr. 171.
J. Scherrewitz, Muschelfischer: 480 fl.; Nr. 172.
P. P. Schiedges, Herbsttag: 700 fl.; Nr. 173.
Derselbe, Winter: 650 fl.; Nr. 176. Derselbe, Auf
der Heide (Aquarell): 350fl.; Nr. 187. W. Stee-
link, Schafhirtin: 750 fl.; Nr. 189. Derselbe, Beim
Brunnen: 330 fl.; Nr. 193. W. B. Tholen, Bei
Teichen: 250 fl.; Nr. 203. Ä. Waldorp, Stilles
Wasser: 300 fl.; Nr. 205. H. J. v. d. Weele,
Grasende Schafe: 740 fl.; Nr. 206. J. H. Weissen-
bruch, Interieur: 760 fl.; Nr. 213. J. H. Wijs-
muller, Amsterdam: 210 fl.; Nr. 220. W. de
Zwart, Äusmist eneines Stalles: 710 fl.; Nr. 221.
Derselbe, Der Bau (Aquarell): 650 fl. E. K.

S

BERLIN -

Am 12. und 13. d. M. kam die Sammlung

B. Greve bei Lepke unter den Hammer. Es
waren alte Bilder mittlerer Sorte, dazu einige
moderne Schmuckstücke. Den höchsten Preis
erzielte ein reich staffiertes, in hellen Tönen
gehaltenes, vortreffliches Ärchitekturbild von
Pannini (2900 M.). Wir heben feiner hervor:
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