Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 13.1921
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https://doi.org/10.11588/diglit.27278#0535
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Heft 17
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Er/zsY lVzzrYe/zY?erg*or, Zozc/zzzzzzzg*, Eo/z-
sc/z/zz'YY zz/zd /HzzstroYzozz. Mz'Y zo/z/roz'oAezz
A6YzzYdzz/zg*on. Vor/ojEe/zno So/zwoYzo dz Co.
Bose/ /d/d.
Der Verfaffer diefer ausgezeichneten Schrift
betont, daß fie aus der Praxis heraus entstanden
fei und beftreitet wiffenfchaftiiche Abfichten. Nun
befi^t aber das Buch die Gründiichkeit der Kliffen-
fchaft und die Anfchaulichkeit iebendiger Lehre.
Ein durchaus moderner, aber am Beften aiter
Kunft gefehlter, nie pedantifcher, kiarer und
heiier Kopf fagt hier Lernenswertes über das
(Hefen der Linie aus. Man kann eigentlich ailem
zuftimmen. Mag vom Kiefen der geichnung,
von der Linie als Ausdrucksmittel oder von den
Methoden der zeichnerifchen Darfteilung im erften
F)auptabfchnitt die Rede fein: Ein Künftler und
ein Pädagoge Spricht. Conwert und Linie find
nach ißm die beiden Pole aller Schwarzweiß-
kunft. Die Linie ift geießen und ihre Darfteilung
Symbol. Deshalb wird mit Nachdruck auf die
oft fo falfche Einftellung hingewiefen, die im
nicht gewollten Naturalismus nur die Verzeich-
nung und das Fehlerhafte fieht. Dem Anfänger
wird gefagt, daß, wer zeichnet, [ich klar fein
muß über die „lineare", die „linear-kubifche" und
die „malerifche" Methode und über deren fpe-
zißfehe Gefet^e. Conwert und Linie müffen fiel)
ftets das Gleichgewicht halten, Cöne (Schatten)
können auch in der Schwarzweißkunft Farbe be-
deuten, Schraffuren können modellieren.
Im zweiten Abfcßnitt wird dem Fjolzfchnitt
und der Linie, der ftilbildenden Linie, der Linie
als Umriß ufw. eine nachdenkliche Unterfucßung
gewidmet. Es werden die ^Handlungen des F)olz-
fchnittes von den Anfängen bis zum Verfall und
das Kiefen des Bewickfchen Qolzfticßes aufge-
zeigt. Im gufammenßang mit dem primitiven
Kleißfdßnitt werden die Schwierigkeiten des
Scßwarzweißflächenfcßnittes erörtert. Er birgt ja
auch in der Cat große Gefahren in fich- Daß
aber gerade jet^t wieder ein neuer guter F)olz-
fcßnittftil fich entwickeln kann, wird einem gut
verftändlich.
Der letzte, vielleicht wichtigfte und tiefgrün-
digste Abfchnitt gilt den allgemeinen Gefe^en
der Illuftration. Kler die Ausführungen über
„Kiefensform" und „Erfcheinungsform", die bei
FARBE
E / n e Ö / / a r d e o d n e / e d e s GerYnnse/.
SeVLsY /m LaucLarY/^en AnYYra^ noed Arozyzer/za/Y.
E/ar zn den Ederzna/nn^en und Lasuren.
Or^anzscYze Ezn/zezY von EarLe und TMa/grtznd.
SonderdrucArsacden atzYWunsc/z Ar osYenfrez.
ü'NlHER.'^dAG'NEIC
HANNOVER UND WIEN
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Er/zsY lVzzrYe/zY?erg*or, Zozc/zzzzzzzg*, Eo/z-
sc/z/zz'YY zz/zd /HzzstroYzozz. Mz'Y zo/z/roz'oAezz
A6YzzYdzz/zg*on. Vor/ojEe/zno So/zwoYzo dz Co.
Bose/ /d/d.
Der Verfaffer diefer ausgezeichneten Schrift
betont, daß fie aus der Praxis heraus entstanden
fei und beftreitet wiffenfchaftiiche Abfichten. Nun
befi^t aber das Buch die Gründiichkeit der Kliffen-
fchaft und die Anfchaulichkeit iebendiger Lehre.
Ein durchaus moderner, aber am Beften aiter
Kunft gefehlter, nie pedantifcher, kiarer und
heiier Kopf fagt hier Lernenswertes über das
(Hefen der Linie aus. Man kann eigentlich ailem
zuftimmen. Mag vom Kiefen der geichnung,
von der Linie als Ausdrucksmittel oder von den
Methoden der zeichnerifchen Darfteilung im erften
F)auptabfchnitt die Rede fein: Ein Künftler und
ein Pädagoge Spricht. Conwert und Linie find
nach ißm die beiden Pole aller Schwarzweiß-
kunft. Die Linie ift geießen und ihre Darfteilung
Symbol. Deshalb wird mit Nachdruck auf die
oft fo falfche Einftellung hingewiefen, die im
nicht gewollten Naturalismus nur die Verzeich-
nung und das Fehlerhafte fieht. Dem Anfänger
wird gefagt, daß, wer zeichnet, [ich klar fein
muß über die „lineare", die „linear-kubifche" und
die „malerifche" Methode und über deren fpe-
zißfehe Gefet^e. Conwert und Linie müffen fiel)
ftets das Gleichgewicht halten, Cöne (Schatten)
können auch in der Schwarzweißkunft Farbe be-
deuten, Schraffuren können modellieren.
Im zweiten Abfcßnitt wird dem Fjolzfchnitt
und der Linie, der ftilbildenden Linie, der Linie
als Umriß ufw. eine nachdenkliche Unterfucßung
gewidmet. Es werden die ^Handlungen des F)olz-
fchnittes von den Anfängen bis zum Verfall und
das Kiefen des Bewickfchen Qolzfticßes aufge-
zeigt. Im gufammenßang mit dem primitiven
Kleißfdßnitt werden die Schwierigkeiten des
Scßwarzweißflächenfcßnittes erörtert. Er birgt ja
auch in der Cat große Gefahren in fich- Daß
aber gerade jet^t wieder ein neuer guter F)olz-
fcßnittftil fich entwickeln kann, wird einem gut
verftändlich.
Der letzte, vielleicht wichtigfte und tiefgrün-
digste Abfchnitt gilt den allgemeinen Gefe^en
der Illuftration. Kler die Ausführungen über
„Kiefensform" und „Erfcheinungsform", die bei
FARBE
E / n e Ö / / a r d e o d n e / e d e s GerYnnse/.
SeVLsY /m LaucLarY/^en AnYYra^ noed Arozyzer/za/Y.
E/ar zn den Ederzna/nn^en und Lasuren.
Or^anzscYze Ezn/zezY von EarLe und TMa/grtznd.
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