Der Cicerone: Halbmonatsschrift für die Interessen des Kunstforschers & Sammlers — 21.1929
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https://doi.org/10.11588/diglit.41323#0043
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Heft 1
DOI article:Klar, Martin: Die Tabatieren Friedrichs des Grossen
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Abb. 12. Entwurf von Krüger für eine Tabatiere aus Festungsachat
Bes.: Kupferstichkabinett, Berlin
Abb. 13. Tabatiere Bes-: Monbijou-Museum, Berlin
seite der Tabatieren aufgebracht sind, erreichen eine Größe bis zu acht Karat. Diese
ausgesprochene Vorliebe für stark wirkende Edelsteine, vornehmlich Brillanten, wie
sie hier in Erscheinung tritt, entspricht dem Zeitgeschmack des Rokoko, ebenso wie
die form ihrer Garnierung zu Blüten und Rosetten, die wir beim Schmuck dieser
Epoche wiederfinden. Gesteigert wird der Reiz der Juwelierarbeit durch die Unregel-
mäßigkeit der Steinformen und die reliefartige Fassung, die auf verstärkte Licht- und
Schattenwirkung berechnet ist. Zur Erzielung reicher polychromer Effekte sind die
Brillanten großen Formats farbig unterlegt und mit Rubinen und Smaragden in Kon-
trast gestellt. Die spezifische Eigenart der friederizianischen Dosen beruht auf der Kost-
barkeit des Edelsteinbesatzes und der gedrängten Fülle der ornamentalen Akzente, die
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