Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'Année 1861 — 1862

Page: 34
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/crpetersbourg1862/0050
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
34

Unter allen Darstellungen dieser Art, so weit sie auf uns gekommen sind, steht keine (1er
unserer Vase so nahe, wie jene, welche auf èinem bekannten Gefiiss der Sammlung in Karlsruhe
angebracht ist nicht nur hinsichtlich des Stils und der Zeit der Verfertigung, sondern nament-
lich auch in Betreff der Anordnung des Ganzen und der Durchfiilirung im Einzelnen. Ja, dièse
Uebereinstiminung ist trotz einzolner Ziige von selbststândigem Schaffen so gross, dass man nichl
wohl bezweifeln kann, dass beide Maler sich eines gemeinsamen Originals erinnert haben.

Herrn Overbeck: Heroen-Gall. p. 206—255, zu-
sammengestcllt worden, wodurch natiirlich eine Be-
handlung dièses gesammlen Bilderkreises nach den Ge-
setzen wissenschaftlicher Krilik und Exégèse durch-
aus nicht iiberfliissig geworden ist. Doch muss ich
hier davon abselten und mich auf die kurze Angabe
einiger Kunslvverke beschrânken, welche in den bei-
den genannten Verzeichnissen l'eblen. VorAllem sind
die berùhmten Buchsbaum-Fragmente der kaiserlichen
Ermitage zu nennen, welche ich in den Antiq. du
Bosph. Cirnm. Pl. 7 9. bekannt gemacht habe. Von
Vasen mit schvvarzen Figuren sind nachzutragen:
drei der kô'n. Sammlung in Miiuchcn, Jahn: Vasen-
samml. Kiinig Ludwigs N° 107..641. 716.; eine
des britischen Muséums, Hawkins: Greck vases of
the brit. Mus. N° 553; zwei der Sammlung Cam-
pana, Cataloghi del Museo Campana Ser. IV. N° 208.
1151. und eine der Sammlung Thorwaldsen, Mùller:
Musée Thorv. Part III. Sect. 1. p. 61. N° 49. Dazu
kommen zwei Vasen mit rothen Figuren, die eine
der Sammlung Campana, Ann. dell' Inst. arch. 1856.
Tav. 14. p. 85., die andere der kôn. Sammlung in
Mùnchen angehôrend, Jahn: Vasensamml. Konig
Ludwigs N° 247. und eine im Louvre (Arch. Anz.
1853. p. 400. N° 9.), von der die Farbe der Fi-
gurai nicht angegeben ist. Ferner ist ein in Pom-
peji gefundenes Wandgemalde (Bull, dell' Inst.
arch. 1861. p. 236.) zu nennen und auch ein ande-
res, welches schon là'ngst bekannt ist, (Pitt. d'Ercol.
To. II. p. 65. Kaiser: Herculanum und Pompoji

Th. II. Taf. 28. Stephani: Bull, hist.-phil. To. XII.
p. 272. = Mél. gréco-rom. To. I. p. 543. NU9.
Nimbus und Strahlenkranz p. 92.) diirfte hieher ge-
hô'ren. Ausserdem ist ein im Jahre 1823 in Sieben-
bù'rgen gefundenes Mosaik (Arneth: Arch. Anal.
Taf. 16.) nachzutragen; ein Terracotta-Belief, welches
ich im Bull, hist.-phil. To. IX. p. 214- — Mél.
gréco-rom. To. I. p. 180. bekannt gemachl habe;
ein Reliel" in Stucco, welches man in einem Grabe
bei Rom entdeckt hat (Monum. pubbl. da 11 * Inst. arch.
To. VI. Tav. 52, 1.); eine unter Gordian in Daldis
in Lydien geschlagene Erz-Miinze (Venuti: Num.
ant. ex mus. Albani To. II. Tab. 69, 3. Mionnei:
Suppl. Tb. VII. Pl. 11,1. Bull, dell' Inst. arch. 1847.
p. 74.); eine Cista von Bronze (Bull, dell' Inst. arch.
1859. p. 98. Arch. Anz. 1859. p. 82.! und die im
Bull, dell' Inst. arch. 1847. p. 73. und von Ger-
hard: L'eber die Metallspiegel der Etrusker 1860.
p. 472. N° 293 — 320. p. 484. N" 438. erwahn-
ten Spiegel. Von den geschnittenen Steinèn schueige
ich hier ganz, da das bisher darùber Gesagte von
der Arl ist, dass man nicht finitial Nachtrà'ge dazu
machen kann.

i Creuzer: Deutsche Schrit'ten Th. II. 3. p. 37.
Taf. 1. Braun: Giudizio di Paride Tav I. Gerhard:
Apul. Vasenb Taf. 1). Overbeck: Hcioen - Gall.
Taf. Il, 1. Frohner Die griech Vasen zu Karls-
ruhe p. 23. Stephani: Compte-rendu île la connu,
arch. pour l'année 1860. p. 70.
loading ...