Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'Année 1862 — 1863

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hervorragendes Beispiel hervor, einen beriihmten Garneol der kaiserlichen Ermitage, den wir zu-
erst in Fulvio Orsini's Besitz finden1.

Allein es steht der Voraussetzung, dass der von Faber erwà'hnte Stein von dem Niederlan-
dischen nicht verschieden sei, nichl nur nicht das geringsle Hinderniss entgegen, sondern es
sind sogar, selbst abgesehen davon, dass sich die von Faber bescbriebene Gemme sonst nir-
gends nachweisen lasst, zwei posiiiv fiîr die Identità't sprechende Umstâ'nde vorhanden, von denen
der eine vollkommen geeignet ist, die Frage endgliltig zu entscheiden. Wie namlich der durch
Faber bekannte Stein ein Hyacinth war, so ist auch der Niederlà'ndische ein Hyacinth; ein Zu-
sammenlreffen, vvelcbcs bei der vollstandigen Uebereinstimmung ailes Uebrigen, was wir wissen,
darum entscbeidend ist, weil der Hyacinth zu den am seltensten verwendeten Steinarten gehôrt2
und ein Bestreben der Fà'lscher, sich aucb in der WabJ der Steinart an das nachgeabnite Ori-
ginal anzuschliessen, sonst nirgends hervortritt. Selbst einer solcben Uebereinstimmung zum Trotz
noch zwei verschiedene Steine annehmen, heisst demnach nichts Anderes, als einer vorgefassten
Meinung wegen lieber einen zwar moglichen, aber sonst schwerlich wiederkehrenden Zufall vor-
aussetzen, als das, worauf der natiirliche Lauf der Dinge hinweist.

Dazu kommt noch der allerdings weniger wichtige, aber doch nicht zu iibersehende Uni-
sland, dass die Fà'lscher den Namen des Aulos mit verhaltnissmassig nur sehr wenigen Ausnah-
men im Genitiv angebracht haben, weil er auf der Muttergemme in diesem Casus steht. Dennoch
stimmt der von Faber gesehene mit dem Niederllindischen auch darin iiberein, dass wir den
Namen des Aulos beide Maie im Nominativ finden.

diesem Falle die erwahnte Muttergemme der Wahl des Kunstler-Namens
ît sich nach dem Gesagten von selbst. Allerdings ist dieselbe ersl von
: eingefiihrt worden. Allein ich habe schon friiher an einer Reihe ein-
dass, wie es die Natur der Sache erwarten lasst, nicht selten das ciste
fins unter den Gelchrten und Kunstlern in eine mehr oder weniger fru-

wiirtig noch weitere Be-

den mit diescn Dingen wenig Vertrauten einleuchteD,
vvenn ich nur die eine Thatsache hervorhebe, dass
sich unter den bninalie ein halbes Hundert betnigen-
den Steinen, welche den Namen des Aulos tragen,
nur noch einer befindet, vvelcher bestimmt, und ein
zweiter, welclier vielleicht ein Hyacinth ist.

ihende Herakles p. 136.
i Hemerkung in der Ab-
jigebliclie Steinschneider

der Fall ist, wird auch
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