Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'Année 1864 — 1865

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Auch in den Werken der Kunst tritt das Pferd in dieser Eigenschaft oft genug auf. Na-
mentlich werden nun jene Vasenbilder verständlich, welche Eros zu Pferd ein hastig vorwärts
eilendes Mädchen verfolgend', oder auch ohne das letztere auf einem Pferde reitend" vorführen.
Bei den aus römischer Zeit in grosser Anzahl auf uns gekommenen Darstellungen von Circus-
Spielen freilich, in denen Eroten mit Pferden fahrend oder auf ihnen reitend auftreten, liegt nur
die jener Zeit so geläufige Verwendung des Eros zur Idealisirung einer von Kindern bevölkerten
Well zu Grunde3. Allein an anderen derselben späten Zeit angehörenden Bildern, welche nur
einen einzelnen Eros darstellen, der ein Pferd führt '', auf ihm reitet5 oder mit Thieren dieser

7lO>X£ c»)pT(]X!.Y), Tl Sï] U-£ Xgçgv 0[j.U.a<7'.v jÄErC'jct'X

v7]Xsôç cpô'JYS'.;, Soxee'.ç 8s |x cùSsv siSsvou <7c<pév;

Eubulos bei Athen. xiii, 568, E.

rot; <p'.X«So'jç xsp[j.(XT&>v r.a\vJTç(aç,
tcmXou; Kûrp'.Soç £Ç7](7)a]u.£vaç,
Y^u-và^ lytç<\z i%\ xspoç t£TaY[j.£vaç,
èv Xetttctt^vo'.ç ucp£(7tv £aT6Waç, cïaç
'Hf'.SavG; ayvorç uSac. jeirrrceûet y.coaç.

Epikrates bei Aelian: De nat. anim. xii, tO.

èno^uo^aa -àv Kcpav xàv 'Àotsu/v

ràv l'EpjEcfxxTTav oç 8<xu.aX'.?, oç Traft l'vcç,

«ç 7:(3Xoç àS(j.ï]ç • y] 8' àp yjv u.u<owa.

Hesych. : tcmXoç- sra/oa. tÔXou; yàp avÎT-àç eXs-
•ycv, oiov 'Acpç^TTjç. tz6>.vjç Tcj^ v£cjç Kal Taç

1 Die kais. Ermitage besitzt drei auf der lauri-
schen Halbinsel gefundene Vasen dieser An, von de-
nen ich eine in den Ant. du Bosph. Cimm. DI. .'»Ii,
bekannt gemacht babe. Eine vierte, aus Kyrenaika
stammende Vase derselben An gehört der kais. Samm-
lung in Daris an; Jahn: Vasen mit Goldschmuck p. 15.
N° 28.

2 Ein solches Vasengemälde befindet sich in der

kais. Sammlung in i' aris; .Mi11in: Peint, de vas. lo. ii.

Pl. :;'.). Elite céramogr. To. iv. im. :;:;.

3 Weiteres hierüber siehe in meiner Abhandlung:
Der ausruhende Herakles p. '.Gl ff.

4 Aul' einem Marmor-Relief bei Gerhard: Rellin s
ant. Büdw. p. 66. V 67r.

3 Dahin gehört das Relief bei Derrot: K.xplor.
arch. de la Galatie PL !). (auch bei Garrucci: Mus.
Later. Ta\. I. ist doch wohl Eros gemeint, wenngleich
dem Knaben die Flügel zu fehlen scheinen), die Ter-
racotta bei Panofka: Terracotten Taf. 60, i.. die
Münzen in der Revue num. 1855. im. .">. N" i.
und zahlreiche geschnittene Steine. Ausser zwei Ga-
meen der kais. Ermitage (AA, 2, 22. G ii, 3, i.)
und dem \on mir in der Abhandlung: Nimbus und
Strahlenkranz p. 120. besprochenen Onyx ist auf die
Steine bei Gorlaens: Bactyl. To. i. V i. 671
Winckelmann: Pierr. gr. de feu Stoseh p. 129.
N" 653—655. Raspe: Catal. N° 6747—6752.
Miliin: Pierr. gm. im. 60. Tölken: Verzeichn.
p, | J5. y 541—513. Wieseler: Denkm. Th. ii.
N° »i[)7. Romano: Antich. ined. Ta\. Ii, 2,'i. zu
verweisen und auch der Stein bei Gauseus de la
Chausse : Gemme fig. Tav. I7X. kann verglichen
nrerden.
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