Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'Année 1865 — 1866

Page: 12
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/crpetersbourg1866/0040
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
12

2. Ein goldcner Ring mit einem im Feuer weiss gebrannten Scarahaeus; abgebildet auf
Tafel III N° 28.

3. Eine tanzende weibliche Figur von massivetn Gold; abgebildet auf Tafel III N° 27. Àiisser-
dem das Fragment einer zweiten ganz gleichen Rgur, die im Feuer fast gà'nzlich zerschmolzen
ist. Beide gehorten offenbar zu einem Paar Ohrgehà'ngen.

i. Ein Gold-Stater Alexander's des Grossen mit den Typen, welche von Miiller: Numism.
d'Alexandre le Gr. N° 8 verzeicbnet sind, jedoch oline den Donnerkeil. Die Miinze ist yortreff-
lich erhalten. Nur auf der Riickseite sind einige vorstehende Theile der Formen ganz wenig
abgerieben, so dass man sieht, dass die Miinze nur eine ganz kurze Zeit im Curs gewesen
sein kann, bevor sie hier unter der Erde begraben wurde.

5. Goldener Kleiderschmuck :

a. 18 Sphinxe von starkern, gegossenen Gold; 8 schreiten nach Links, 10 nach Redits.
Abgebildet auf Tafel III N° 30. 31.

b. Eine im Feuer ganz weiss gebrannte Rosette, worauf ein Seegreif im Kampf mit einem
Panther dargestellt ist; abgebildet auf Tafel III N° 32.

c. 25 Gorgoneia nebst Fragmenten von zwei theilweise zerstorten; abgebildet auf Tafel III N°29.
cl. 58 grôssere Rosetten von derselben Form und Grosse wie die, welche im Grabe der

Demeter-Priesterin aufgefunden und oben p. 10 unter N° 13, v beschrieben wordon sind.

e. 34 kleinere Rosetten, von denen eine auf Tafel III N° 36 abgebildet ist.

f. 4 Rosetten von der Form eines Blumenkelchs; abgebildet auf Tafel III N° 33.

g. 4 zum Theil beschadigte und im Feuer fast weiss gebrannte Rosetten; abgebildet auf
Tafel III N° 34.

h. 22 Rosetten, von denen jede aus fiinf Kiigelchen gebildet ist; abgebildet auf Tafel III N° 35.

Blàtter. Im Jalire 1863 jedoch (Compte-rendu de la
comm. arçh. pour l'année 1863. p. XIII.) wurde auf
der taurischen Halbinsel ein Grab mil einem sehr
wohl erhaltenen llolzsarkopliao- entdeckt, in welchem
das Skelett auf einer dichten Schicht meistens vor-
trefflich erhaltener natùïlicher Baum-Bliitter und Zwei-
ge ruhte, und mein sachkundiger Collège Ruprecht
erkannte dieselben mit vollkommener Sicherheit als
Bliitter und Zweige des Locbeer-Baums. Wir werden

also nun auch bei allen in jenen Gegenden gefundenen
kiinstlichen Nachbildungen, deren Formen gleichmiis-
sig an Lorbeer und Oelbaum zu denken erlauben vviïr-
den, doch so lange die Absicht, den ersteren Baum
aachzuahmen, voraussetzen miissen, als nicht nachge-
wiesen sein wird, dass man in den griechischen Co-
lonieen des sûdlichen Busslands im Cultus der Todten
auch den Oelbaum in Anwendung zu bringen pflegte.
loading ...