Compte rendu de la Commission Impériale Archéologique: pour l'année ..: Pour l'année 1874 — 1877

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Kiemen angegeben hat, welcher die Deichsel-Spitze empor hait, indem er sie mit
dem Wagenrand verbindet, doch unterlassen hat, die vôllig unentbehrlichen Strange.
an welchen die Nebenpferde ziehen, anzugeben. Freilich weiss selbst der Unerfah-
renste, dass die alten Kunstler bei der Durchbildung der von ihnen dargestellten
Gegenstânde auch unzâhlige andere Einzelheiten, deren ausdruckliche Andeutung
unserer Denkweise ganz unerlâsslich erscheint, doch bald mehr bald weniger hâufig
anzudeuten unterlassen haben. Allein der vorliegende Fall erhalt dadurch eine be-
sondere kunstgeschichtliche Wichtigkeit, dass, wâhrend das Weglassen dieser Strange
fur eine ganze Kunstgattung, die Vasenmalerei, wâhrend gewisser Jahrhunderte als
eine nur âusserst selten verletzte Regel galt, dieselbe Kunstgattung die Andeutung
eben dieser Strânge wâhrend anderer Jahrhunderte als ein fast eben so streng zu
beobachtendes Gesetz betrachtet hat. Demi jeder so scharf ausgeprâgte Gegensatz
gewisser Zeitabschnitte innerhalb derselben Kunstgattung wird natiirlich zu einem
charakteristischen Merkmal fur das Wesen der Kunst ûberhaupt wâhrend eben die-
ser Zeitabschnitte.

Zur Wtirdigung des vorliegenden Falls jedoch wird es vor Allem nothig sein,
sich zu ûberzeugen, dass das Nebenpferd des Dreigespanns eben so wie die beiden
Nebenpferde des Viergespanns stets je an einem Strang zogen, welcher einer Seits
an dem Wagenkasten, anderer Seits an dem liizaàvov und ^ao-^aXiarxiop eben des
betreffenden Nebenpferds selbst und zwar an der dem Jochpferde, neben welchem
es sich befand, zugewendeten Seite befestigt war.

Denn bisher hat man zwar lângst allgemein eingesehen, dass nur die an beiden

Theils des (Misses, welche ich nebst mehreren
anderen schon im Compte-rendu de la comm. arch.
pour l'ann. 1865. p. 188. besprochen habe. Ge-
genwârtig kônnte ich noch zahlreiche weitere For-
men hinzufûgen. Doch kann ich hier nicht wei-
ter darauf eingehen, .sondera begnûge mich, zu
den Aeusserungen der Schriftsteller .ûber diesen
Theil des Gebisses noch die Worte des Pollux:

Onom. I, 148. xaî io jjiv oÀw i& cnô(/.aTi

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xaXziiai, là oi rapt là -yévetov Ste.tp6p.evov '|»a-
Xtov, là S' £tç là aTOfxa ÈjxpaXXopevov ^aÀtvoç,
ou là (jl£v \).iaov Yjvtov, xà ùi rapt aÛTO SaxTÛ-
Atot è^Tvot Tpt^oXot, ouç p.ao-àrat ô frnroç hinzu-
fûgen.
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