Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Editor]; Adler, Friedrich [Editor]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

Page: 135_136
DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/curtius1896a/0079
License: Public Domain Mark Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
'35

[No. 58-59]

136


III. VERZEICHNISSE DES CULTUSPERSONALS.

58. (s. oben.) Bekrönung einer Beamtentafel
der ältesten Form, bestehend aus einem mit Palmetten-
Akroterien gezierten Giebel, in welchem die Abzeichen
des olympischen Sieges, Kranz und Binde, zwischen ge-
kreuzten Palmzweigen angebracht sind. Höhe am Mittel-
akroterion 0,22, Breite 0,32 (ein olympischer Fuss), Dicke
0,03—0,04. Das Material hat ein parischer Marmor-
ziegel des Zeustempels geliefert, detTen ursprünglich rauhe
Unterseite zu der sculpierten Vorderseite verarbeitet ist.
während die srühere glatte Oberfläche des Ziegels die
Rückseite der Tafel bildet, auf welcher an der linken
Seite (etwa in der Breite des linken Eckakroterion) der

früher vorstehende Hochrand des Ziegels abgeschlagen
ist; neben diesem roh gebliebenen Bruch ist die Linie zu
erkennen, bis zu welcher der Ziegel durch den darüber
liegenden Kalvpter bedeckt war, während die übrige
Fläche rauh verwittert ist. Der Stein hatte also in seiner
ursprünglichenBestimmung auf dem Dach des Zeustempels
lange gedient, ehe er zur Bekrönung einer Inschrifttafel
verarbeitet wurde. Auf dieser war der Aufsatz mit drei
eisernen Stiften befestigt, von denen der linke noch an
seiner Stelle erhalten ist; von dem mittleren nur noch die
0,03 tiefe Einleitung am Bruch. Die gebrochene kleinere
(rechte) Hälfte fehlt und ist in der Zeichnung ergänzt.

59. Fünf Fragmente eines parischen Marmor-
ziegels vom Dache des Zeustempels. Die Gruppe ab cd
ist zusammen 0,42 hoch, 0,25 (am Giebel 0,28) breit,
0,03—0,045 dick. Fragment e 0,14 hoch, 0,155 breit,
0,03 dick. Die rauh gelpitzte Unterfläche des Ziegels
bildet die Rückseite der Platte, deren Ränder ohne jede
Einfassung schräg abgeschnitten sind. — ab Inv. 387.
Gesunden 12. April 1878 am Heraion. cd Inv. 231. Ge-
sunden 6. November 1877 im Süden des Heraion, an
dessen dritter Säule von Osten. e gefunden im Sommer
1887 im Kladeos. — Herausgegeben cd nach R. Weil's
Abschrift von W. Dittenberger, Arch. Zeitung XXXV (1878)
S. 190 No. 92. — ab cd nach den Originalen, e nach
einem Papierabklatsch und einer Abschrift von Dr. Richter,
facsimiliert von Purgold. Dass die Fragmente de am
linken Rande zusammenstossen und der kleine Buch-
stabenrest am unteren Bruch von Fragment d zu dem
Namen des ersten Mantis auf Fragment e gehört, ist am
Originale festgestellt.

Αίος tspcc.
[ E/Ti Trc] 07Γ ~ 0?:\iiJ.%l(tboQ
[S~s]oyoXot
.........ης AtoxXiovQ Φλ.
5 [Λε]ωρ<οας Κοουμβου
.......ων Φιλεΰωτο?
[σ-πο]ιύοφοροι
.....ων Καλ?.ιππου , [κι"ίτα]
\6]s [7τ]ίίίέ[ω]σ•ιι< Τηλεμ«%[ον, ο y.ui\
10 Τ^λδ)ΐ*α[%οί]
Φίλίττοί Λί..............
Λαμεοωρ..............
£πιμ[ελητης\
Κ«λλί7Γ[7Γ0ς'.............]
Θεο................
[μαιτεις•]
Μικ[κιας Ύιμωνος KXvTictbr,Q\
Άριτ[τα?%ος Κυρου ΊαμΙύγ,ς]
loading ...