Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Hrsg.]; Adler, Friedrich [Hrsg.]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

Seite: 495_496
Zitierlink: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/curtius1896a/0259
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen Nutzung / Bestellung
0.5
1 cm
facsimile
495

[No. 392 — 396]

496

392. Drei kleine Fragmente einer 0,035 dicken
Platte aus pentelischem Marmor, von denen zwei
(a b) unmittelbar zusammenpassen. Diese sind zusammen
0,21 breit, 0,07 hoch erhalten, sie haben links Rand,
sonst sind sie rings gebrochen. Ein Stück des rechten
Randes isl an Fragment c erhalten. Die Zusammen-
gehörigkeit der Fragmente geht daraus hervor, dass
aus α gerade wie auf c die sonst glatte Ruckseite am

Rande einen rauhen Streifen hat. — ab Inv. 363. Ge-
funden 28. Februar 1878 im Nordosten des Zeustempels.
— Facsimiliert von Purgold.

ύεσρ
Αυτο[κρπτοαα K.ccurapoc

<2

393. Fragment einer pentelischen Marmor-
platte von 0,02 Dicke, 0,07 hoch, 0,19 breit erhalten,
oben mit Rand, an den anderen Seiten gebrochen. Rück-
seite glatt. — Inv. 215. Gefunden 17. Oktober 1877 nord-
östlich des Zeustempels. — Abschrift von Purgold.

Αυτ[οκαατορα Katrapa

394. Zwei Fragmente einer pentelischen Mar-
ino rplatte von 0,025 Dicke, beide ringsum gebrochen,
Rückseite glatt. Die Zusammengehörigkeit ist nicht sicher,
aber nach den ausseren Kennzeichen wahrscheinlich. —
α Inv. 396ε. Höheo,ii, Breite 0,14. Gefunden 18. April
1878 auf der Thesaurenterrasse zwischen dem vierten und
sechsten Schatzhaus, b Inv. 628. Höhe 0,14, Breite 0,085.
Gefunden 7. Mai 1879 im Norden der Echohalle. — Ab-
schrift von Purgold.


<νοτ\

[............, \Aov Αυτοκράτορας Καιτ]αρος [........
.....] —!ε[β«χ]τσ[υ..........., η\ πολι[ς η τωΐ' Ηλεκϋΐ/Ι.

395. Fragment eines Basisblocks aus grauem
Kalkstein, 0,07 hoch, 0,012 breit, 0,115 tief. Das Stück
slammt vom unteren Rande des Oberblocks eines Ba-
thron und hat unten den Ansatz des Profils erhalten.
Auf allen anderen Seiten Brüche. Die Schrift sleht in
kräftigen Zügen auf der konvexen, stark nach vorn aus-
ladenden Vorderseite. — Inv. 13. Gefunden 21. Januar 1876
im Osfen des Zeustempels. — Abschrift von Purgold.


[•

πος Κλαυοιος

Kcwcr]«£[«.................] Ttß[i-
. . . . Att 0]λυμττί[ω].

5. GRIECHEN DER RÖMISCHEN ZEIT.

396. Drei Fragmente vom profilierten Ober-
block einer Basis aus grauem, feinkörnigem, zum
Teil kryssallinischem Kalkstein, 0,32 hoch, 0,64
breit, 0,26 tief. Am linken Eckstück ein Teil der Ober-
ssäche und der linken Seitenssäche erhalten, an letzterer
eine Versatzbosse, rechts unvollständig. Die Ehreninschrift
am oberen Rande des Profils bestand aus vier Zeilen. —
α Inv. 871. Gefunden 24. April 1880 westlich des Pry-
taneion, b Inv. 818. Gefunden 20. März 1880 in der aus
Skulpturen und Inschriftfragmenten zusammengesetzten
spätrömischen Mauer im Süden des Philippeion. c Inv.
988. Gefunden 25. November 1880 westlich des Pryta-
neion. — Herausgegeben α b nach Purgold's Abschrift

von W. Dittenberger, Arch. Zeitung XXXVIII (1880) S.167
No. 371, c hinzugefügt von Purgold, Arch. Zeitung XXXIX
(188t) S. 194 (E.Loewy, Insehriften griech. Bildhauer S. 190
No. 271). — Facsimiliert von Purgold.
...............Wuv Μ?[γ]«[λθ7τολίΤ«ΐ' α βουΧα και ο
Sa/χος «i/g]|i9>jx«y <χρετά[<; ένεκα και εύνοιας τας εις] | «urove.
5 Άοιι-τίας Νικα[ΐ'\§3ου | Msy[a]Xo7roXiTas [ε]ποητε.
Die Schristsormen, namentlich das Α mit gebogener
Mittellinie und die vereinzelt auch in anderen Buchstaben
wie i und V vorkommenden geschwungenen Striche,
weisen auf das zweite vorchristliche Jahrhundert hin;
vergl. z. B. No. 52. Der Bildhauer Aristeas aus Megalo-
polis ist anderweitig nicht bekannt.
loading ...