Dittenberger, Wilhelm ; Purgold, Karl ; Curtius, Ernst [Hrsg.]; Adler, Friedrich [Hrsg.]
Olympia: die Ergebnisse der von dem Deutschen Reich veranstalteten Ausgrabung (Textband 5): Die Inschriften von Olympia — Berlin, 1896

Seite: 627_628
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<)27

[No. ΰι 8-—O20]

62H

Namen L. Aurelius Veras Caesar Augultus annahm. Dass
ihm die vorliegende Inschrift gilt, darf trotz der Gering-
fügigkeit des Bruchstücks als sicher gelten. Denn dass
Ζ. 1 der zweite Buchstabe eher als Λ erscheint, liegt

vermutlich nur an dem Erhaltungszustand des Frag-
ments. Aus die zugehörige Statue bezieht G. Treu mit
grosser Wahrscheinlichkeit einen in
denen männlichen Kopf.

der Exedra gesun-

619. Basis aus pentelischem Marmor, 0,50 Kirche 20.Februar 1878. λ Inv.343. Μην.346. clnv.347.
hoch, 0,92 (mit Profil 1,04) breit, 0,76 tief; auf der i — Herausgegeben nach R.Weil's Abschrist von W. Ditten-
Oberssäche ein rechteckiges Dübelloch. — In drei Plat- , berger, Arch. Zeitung XXXVI (1878) S. 95 No. 15316 c).
ten zersprengt gefunden im Fussboden der byzantinischen : S. 96 No. 155 {<*). — Facsimiliert von Purgold.


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Αππιον Αννιον Γ«λλοι-, | [~1 «['•*]'[«]'"
[~]ci', Ι ποντιψιχα, YYjyiXXvjg itccTtoa ty
r [π]ίλι[ς] υ: [t]J[,• Ή]λ[ε<Ή•
Der älteste senatorische Vertreter des Geschlechtes,
aus dem Regula slammte, ist Appius Annius Gallus,
Konsul zwischen 64 und 68 n. Chr. mit L. Verulanus
Severus, dem Legaten des Corbulo im armenischen
Krieg (Tac. Ann. XIV, 26. XV, 3. Borghesi, Oeuvres V
p. 324), dann im Bürgerkrieg nach Nero's Tode mehr-
fach erwähnt, legatus pro praetore Germaniae superioris
unter Vespasian (Tac. hist. I, 87. II, 11. 23. 33. 44. IV, 68.
V, 19). Sein Sohn ist Appius Annius Trebonius Gallus
Cos. 108 n. Chr. (vergl. J. Klein, Fasti consulares S. 56).
Es ist chronologiseh nicht absolut ausgeschlossen, dass
Regula dessen Tochter war. Indessen würde dann sein

620. Basis aus pentelischem Marmor, 0,47
hoch, 1,155 (ohne Profil 1,095) breit, 0,725 (ohne Profil
0,66) tief. Die Balis ist in drei Platten zersprengt, die
dann wieder mehrfach gebrochen sind. Die stark ver-
stossenen Profile entsprechen in ihrer Form genau denen

Konslikt von dem seines Sohnes Ap. Annius Atilius Bradua,
des Bruders der Regula (160 n. Chr.), durch einen Zeit-
raum von 53 Jahren getrennt sein, was mindestens nicht
wahrscheinlich genannt werden kann. Regula und Bradua
sind also doch wohl als Enkel jenes Konsuls von 108
n. Chr. zu betrachten; das Konsulat des Vaters jener
Beiden, das demnach entweder in eines der letzten Jahre
des Hadrian oder in die ertlen Anfange der Regierung
des Pius fallen müsste, darf man wohl in dem Senatus-
consultum de Cyzicenis (Mommsen, Eph. epigr. III ρ. 156;
Bruns, Fontes iur. Rom. ed. 5 p.186 No. 25) Z. 11 er-
kennen: sententia dicta ab Appio Gallo cos. desiginato).
Denn diese Inschrift fällt sicher unter Pius und höchst
wahrscheinlich in eines feiner ersten Jahre; Näheres s. Ind.
schol. Halens. hiem. 1892/3 p. VIII.

von No. 614 und 615/16, welche zu Denkmälern von
Angehörigen des Kaiserhofes gehören, während die Profile
der übrigen, zur anderen Gruppe gehörigen Bathren oben
mit einer Hohlkehle und unten mit einem kräftig vor-
tretenden Rundstab beginnen. Auf der Oberfläche itt
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