Deutscher Wille: des Kunstwarts — 30,4.1917

Page: 196
DOI issue: DOI article: DOI Page: Citation link: 
https://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/deutscherwille30_4/0240
License: Free access  - all rights reserved Use / Order
0.5
1 cm
facsimile
bist", das auch in dieser Bearbeitung seinen Klangreiz wahrt. Die ein«
gedruckten Ziffern bedeuten folgende Register: f2^ ^ sonorer 16 Fuß
(Streicher), das durchstrichene Zeichen die Ausschaltung der Stirame;

— streichender 9 Fuß; f2^ charakteristischer Streicher, (6 Fuß; f8

— sehr anthemischer, schwebender 8 Fuß; f( p^> — matter, diskanter 8 Fuß; p^j

— Gedecktbaß (Subbaß dolce); f3p^ --- matter, milder 8 Fuß; L Ex«
pression; vb --- Vibrator (Vox humana); f6^j ^ Aolsharfe, 2 Fuß (zart
schwebend); 0L ^ Oktavkoppel, durchgehend. — Der Abdruck des Stückes
erfolgte mit ausdrücklicher Genehmigung der Firma C. F. Kahnt Nach-
folger Leipzig, welche sich um die tzerausgabe weiterer tzarmoniumstücke
verdient gemacht hat. Der Beachtung unsrer tzarmoniumspieler empfehle
ich u. a.: M. Oesten Opus 2(2, ^ tzefte, je (,50 M. A. Rubinstein Opus U
Romanze Es-Dur, für tzarmonium und Pianoforte bearbeitet von F. Bren--
del ((,50 M.). Interludium aus „Die Legende von der heiligen Llisa-
beth" von F. Liszt, für Normalharmonium und Pianoforte bearbeitet von
K. Kämpf (3 M.). Das zum Abdruck gewählte Lied in unsrer Notem-
beilage ist einem auch äußerlich geschmackvoll ausgestatteten tzefte ent--
nommen, das sich durch Gediegenheit des Inhaltes und Billigkeit des
Preises gleich sehr auszeichnet (3 M.).

^a ultzassenstein hat seine hervorragende Begabung als tzarmonium«
l^komponist nicht nur durch eine treffliche Schule für das Normal-tzarmo»
nium (Verlag Breitkopf ^ tzärtel), sondern auch durch zahlreiche Original--
kompositionen und Bearbeitungen der verschiedensten Art hinlänglich be--
wiesen. Das Frühlingslied, das wir bringen, ist ein bezeichnendes
Beispiel seiner Schaffensweise, die sich durch Volkstümtichkeit der Melodik,
Schlichtheit der tzarmonik und Schönheit der Form charakterisiert. Die in
dem klangvollen Stücke auftretenden Registerzeichen beziehen sich auf Saug--
luft«Instrumente mit einheitlicher Registrierung (wie beim Normalharmo«
nium), und das Druckluft-tzarmonium, für welches sie ursprünglich be-
stimmt waren. (() bedeutet ein Prinzipal-Register, 8 Fuß (tzorn, Flöte,
Diaposon, Melodia); ((p) dessen Abschwächung (Sourdine, Diaposon
dolce, Melodia dolce), auch ein sonstiges, selbständiges Register; (3) --- ein
^Fuß^Register (Schalmei, Piccolo, Viola, Flöte); (U ^ ein geigenartiges
Register (Vox humana, Vox jubilans, Voix celeste, Seraphone); das aus-
gestrichene Zeichen (0) ^ die Ausschaltung. Der Abdruck des tzassenstein-
schen Frühlingsliedes erfolgte mit Erlaubnis der Verleger Gebrüder
tzug ^ Co. Leipzig und Zürich, die eine große Anzahl guter tzarmonium«
sachen erscheinen ließen. Anser Stück ist entnommen aus Hassensteins Werk
(29 „Stimmungen: Frühlingslied, Sommeridyll, Herbstlied, Winterstille"
2 M. Empfehlend weise ich noch hin auf: P. tzassenstein Opus (32 Waldes-
zauber, 2,50 M. — R. Bartmuß Albumblätter Opus H8, 3 Nummern je
0,80 M. — Von Gluck bis Bizet. Ein Opern-Album. 25 Bearbeitungen
beliebter Stücke aus berühmten Opern, 3 M. — S. Karg Elert, 75 Stücke
für Harmonium in chronologischer Folge, von (565 bis zur Gegenwart.
2 Bände je 2 M. — Derselbe, Zwei Sammlungen von klassischen und moder--
nen Stücken für Violine und tzarmonium, Harmonium und Klavier; im
ganzen ^ Bände je 2 M. tz. Oehlerkingj

Herausgeber: Dr. d. e. Ferd. Avenarius in Dresden-Blasewitz; verantwortlich: der Herausgeber —
Berla- von Seorg D. W. Eallwey, Druck von Kastner L Eallwey, k. Hofbuchdruckerei in München —
Kn Ssterreich-Ungarn fur HerauSgabe und Gchristleitung verantwortlich: Qr. Richard Batka in Wien XHl/s
loading ...