Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 9.1892

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löpsan-


von Schwaben
— zugleich Grgan für deutsche Lrircheugeschichte —
mit periodischer kirchengeschichtlicher IVeltschau.
Regelmäßige Beilage zum Paftoralblatt für die Diözese Rottenburg.

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Mit einem Vereine von Geistlichen und in Verbindung mit Geschichtsgelehrten herallsgegeben
von Op. Engelbert Hvfele, Pfarrer in Nminendorf.
Korrespondenzen wollen gcsl. direkt an vr. Engelbert Hofele, Pfarrer in Uininendors b. Biberach, gerichtet lverden.

Nr. 8.

Stuttgart, den 15. April 1892.

9. Jahrgang.

Inhalt: Archivalien des ehemaligen Cistercieiiser-Nonncnklosters Baindt bei Weingarten. Geordnet nnd bearbeitet von Renz in Rcgensbnrg.
— Die Reichsschenken von Schinalegg-Winterstettcn. Bon Rcnz-RegenSbnrg. — Beilage: Ein urwüchsiges und seltenes altes Buch über
das hl. Blut zn Weingarten.

Mrchivalien des eheur. Cistrrrirnser-Nvnnrn-
klosters Baindt bei Weingarten.
Geordnet und bearbeitet von Renz in Regensbnrg.
(Fortsetzung.)
Urkunden des XVI. Jahrhunderts?)
1501. Febr. 26. — Lorenz Wagner zu Ritzisried stellt
der Walpnrg Kienmänin zn Baltringen und ihren Pflegern
Michel Haßen zu Baltringen und Hans Bonoman zu Acpfingcn
einen Zinsbricf aus über empfangene 20 rheinische Gulden
Kapital und dafür jährlich auf St. Matthiastag zn zahlenden
1 rheinischen Gulden Zins, aus und ab seinem Hof zn Ritzis-
ried, mit der Berechtigung, um genannte Summe diesen Hof
jederzeit wieder entlasten zu können. Gewährsleute dieser Ab-
machung sind: Martin Müller zn Baltringen und Hans
Wagner zu Aepfingen. — G. frytag n. st. Mathys tag 1501.
— S. Junker Burkhard Hans von Erbach (Elerbach) zu
Lanpheim (Inplwim) lind Junker Jörg von Kaltenthal. —
Perg. Orig. m. 2 Siegel. 424.
1501. Oktob. 19. — Ammann und Rat der Stadt
dllarkdorf thun kund, daß vor ihnen erschienen sind Jakob
Brändlin, Altbürgermeister zu Markdorf eines-, Johannes
Hennsel, Nikolaus Pfeiffer, Konvcntnal des Gotteshauses
Salmanswciler, Johannes Banntely, Konvcntnal des Stifts
Waldsee nnd Konrad Seitz von Konstanz, als Inhaber des
Großzehei,dens zn Markdorf, andernteils, und Jakob Brändlin
erklärt hat, er habe einen Weingarten von 7 Stück Reben,
am Lichte»berg zn Markdorf, und ebenso einen Acker bei
der alten Burg, oberhalb des Klosters Waldsee Garten
und Torggel gelegen, von denen er bisher keinen Zehenten
gegeben, finde er sich freiwillig bereit, den bezeichneten
Inhaber» des Großzehenden von seinen Besitzungen den ge-
bräuchliche,, Junten künftighin zu erstatten. Hierüber stellen
auf Ansuchen Ammann und Rat von Markdorf jedem
der m'euse»a»nten eine mit der Stadt Markdors Siegel ver-
sehene Urk,l„bx ans. — G. Zinstag n. st. Lucas tag 1501.
-- Die Stadt Markdorf. — Perg. Orig. m. Siegel.
425.
') Wsts des Raumes halber vom XVI. Jahrhundert ab
unsere Regesten, „n,„entlich solche der jetzt häufig vvrkvmmeudcu Lehcus-
briefe, M ^ ""2 knappe,-^ Form und ohne die stereotype Ziusbezcich-
uuilg.

1502. Juli 5. — Heinrich Mütelsee, Ammann des
Abts Johannes von Wcissenau, Hans Riester, gesessen zu
Riethcim, Ulrich Lanz, Bürger zn Altdorf und Hans Decker,
gesessen zn Bitzenhofen entscheiden in einer Streitsache zwischen
Margarete, Aebtissin des Klosters Baindt und Junker Hans
Humpiß von Ravensburg, wegen eines Gutes zn Unterthen-
ringen, das beide Teile bisher gemeinsam besaßen. Die bc-
zeichneten Schiedsleute, um fernere Streitigkeiten zn vermeiden,
teilen dieses Gut nun ab und zwar erhält hiervon die Acb-
tissin von Baindt 2 Jnchert Ackers im Oesch an die Straße
und das Gut des Abts von Wcissenau anstoßend, 2 Jnchert
Ackers vom Ried abwärts zn Radrach, wo HanS Hnmpiß
auch 2 Jnchert Ackers hat, weitere 2 Jnchert Ackers anein-
ander im Oesch gegen Nied, genannt „der grintperg", an die
Straße, das Gut des Humpiß, das deö Abts von Wcissenau
nnd „unden an der von Buchhorn gute, daz Margret azar-
tinnn innhat" und 3 Mannömahd Wiesen in Erlach, eben-
falls an ein Grundstück des Klosters Weissenau grenzend.
Außerdem wird bestimmt, daß der bisherige Lehenhuber nnd
dessen Ehefrau auf Lebenszeit noch auf den halben Kloster
Baindtschen Teil des Unterthenringer Gutes gegen einen ge-
wissen jährlichen Zins verbleiben dürfen. Nach deren Ableben
oder bei nichtpünktlicher Zinszahlung solle das bewußte Gut
sofort an die Aebtissin und das Kloster zu Baindt heimfallen.
— G. Zinstag n. St. Ulrichs tag 1502. — S. Heinrich
Mütelsee, Ammann von Weissenau nnd Ulrich Laich, zugleich
im Namen der beiden andern Schiedsleute. — Perg. Orig. m.
2 Siegel (eing.). 426.
1503. März 4. — Deutsches Instrument des Notars
Balthasar Mösck von Ulm über das vor der Aebtissin Mar-
garete und dem Konvent von Baindt im Kapitelösaal abge-
legte Profeß der Waltpnrg Kinnerin von Baltringen. — Z.
Hans Spehelin von Wnrzach nnd Jakob Murer von Ravens-
burg, beide Kapläne zu Weingarten. G. a. 4. Tag des Mts.
Mertzen 1503. — Perg. Orig. m. Notariatszeichen. 427.
st503. März 31. — Ulrich Lanz von Weingarten,
Johannes Künlein, Vogt des Gotteshauses Waldsec und
Konrad Hngcn von Haidgan bestimmen auf Bitten der Aeb-
tissin Margarete von Baindt und der Mutter und der Schwe-
stern der Klause zn Neuthe, welche wegen ihren beiden Gütern
zu Haisterkirch, die beide Hans Blöd lehenswcis innchat, in
Grenzstrcitigkeitcn geraten waren, aufs genaueste die Große
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