Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 17.1899

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Organ für Geschichte, MtertuiiiMunde,
Munst und Lnltnr der Diürese Gottenünrg und der angrenzenden Gebiete.
lserausgegeben und redigiert von Auitsrichter u. D. Bccll in KaVenDurg.
Beiträge, Korrespondenzen w., Rezens ions -Exemp lare, Tauschzeitschristen rc. wollen
stets direkt an Amtsrichter a. D. Be ck in Ravensburg, B e sie l lang en nnd Neklamatioueu an
die Expedition des „Deutschen Vvlksblatts" in Stuttgart, Nrbausstraße 94, gerichtet werden.

M. 1.
ISgg.

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dung des Betrages direkt von der Expedition um M. 2.10 (außerhalb des
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noncen rc., welche der Richtung dieser Zeitschrift nicht zuwiderlausen, werden bon
der Expedition entgegengenommen und pro Petitzeile oder deren Raum mit 15 Ps.,
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Erneuerung der Abonnementfieinladlmg!

Die DortrcitF der zehn Stifter deg
AoNegiat-StifteK Sc. Johann in
Lronstanz bon 1514 und HanF Hal-
bem d- I.
Von Professor a. D. F. I. M o n e in Karlsruhe.
In Nr. 5 (1897) dieser Zeitschrift habe
ich an die Geschichtsfreunde in Baden,
Württemberg und der Schweiz eine An-
frage gerichtet, welche ich jetzt wiederholen,
berichtigen und erweitern muß. Eine höl-
zerne Tafel im Nosgarten-Museum in
Konstanz zeigt die Porträts der zehn Stifter
der Kollegiat-Kirche St. Johann in Kon-
stanz mit den beigeschriebenen Namen.
Aus den statuta ecclesias collegiatae
s. jonnnis LonstLirtiensis vom 18. De-
zember 1276, welche der Propst dieser
Kirche, Heinrich von Klingenberg, redi-
gierte, der später Bischof von Konstanz
wurde und als Verfasser der Liedersamm-
lnng (jetzt Manesse Codex genannt), be-
kannt ist, erfährt man über diese Personen
manche erhebliche Einzelheiten. Jene Sta-
tuten sind im zweiten Bande von Trudpert
Neugarts spiscopntus Eoirstnirtiensis,
heransgegeben von Mone, 1862 S. 649 sf.,
gedruckt. Die Namen der zehn Stifter
sind:
1. Heinrich von Wet§is (Weggis am
See von Luzern bei Küßnach). Daß dieser
maxister Heinrich von Weggis nur der
spätere Bischof, Heinrich von Klingenberg
sein kann, unterliegt keinem Zweifel, wenn
man die Urkunde von Bischof Eberhard
vom 24. Juni 1268 liest, in welcher die
Stifter in der Reihenfolge aufgezählt wer-
den : eius6em colisZü tun dato rss, bono-

rndiles viros, UlninriLum 6s Eiin§eir-
bsrcb primrurr 6ictne esclesine prne-
positum, urnAiZtruirr blolricum czuoncknm
6s blebsrlinAsn sts.
2. Ulrich von Ueberlingen am
Bodensee. Dieser Stiftsherr, nach den
Statuten ein Priester, war 1276 schon ge-
storben. Er wird primus lunckntor ge-
nannt, sein Porträt steht aber nicht an
der ersten Stelle, sondern das des Heinrich
von Weggis, unter welchem nur Heinrich
von Klingenberg gemeint sein kann. In
der Urkunde bei Neugart epissop. Lon-
stnirt. II. p. 639, von 1268 wird er: mn-
Alster lUolricus, cxuonckanr 6e Oeber-
Iin§eir, 8Lser6os et iuirckator precipuus
genannt. Die Worte primus und prue-
eipuus bedeuten nicht der Zeit nach der
erste, sondern der erste dem Range nach,
bezüglich seiner Thätigkeit für das Zu-
standekommen der Stiftung.
3. mnZister Berchthold, von welchem
die Statuten sagen, daß er scbolnsticus
genannt wurde, war 1276 noch am Leben:
Er hat als Zeuge an diese Statuten sein
Siegel gegeben — die stehende Figur
Johannes des Täufers mit si^. mnbistri
Lertbo16i ssbolnstici Dburissirsis (von
Zürich)
4. mnZister Heinrich 6e Lnpslin. lieber
diesen teilt der Nekrolog von Sindelsingen
(Ausgabe von Hang) mit: Ulsürricb 6e
Noessbilcbe (Meßkirch) seu 6s Lnpslln,
esslesine ZinclsItrnAsnsis SLUonici (cxui
luit rurus lundntorum sollsAÜ s. )o-
bnnnis Lonstnntisnsis). Todestag l 6. Ok-
tober. Nach den Statuten war Heinrich

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