Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 21.1903

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den heiligen Mauricium der sich auch wol
mit trewen, hilff und beystaudt erzaigt.
Unnd die fraw brvpsiin sambt dem con-
vent ist 3 Wochen in dem gottshaus
Creuzlingen gewesen, daselbsten unser liebe
mitschwester Sabina Hornstainiu tödtlich
krankh worden unnd gestorben, ligt auch
daselbsten begraben. Weil aber die alte
fraw Beninga Reichlin zuvor gahr schwester-
lich (!) krankh gewesen, haben wür sie
zue Ueberlingen bei S. Gallen sambt
einer Vorschwester verlassen, welche auch
vor dem convent widernmb heimbkhommen
und gleich in Gott seliglichen verschieden
in 4 tagen, das sie der convent in disem
leben nit mehr funden. Disen beeden seele»
wolle Gott gnedig und barmherzig sein und
inen sambt andern christglaubigen ein herr-
liche aufferstende verleyhen.
Damit noch verners erscheine von was
vornehmen persohnen diser h. ortt geliebt
seie worden, will ich einen catalognm an-
henkhen aller derjenigen closterfrawen, so
von 200 iahren hero in disem seeligen
gottshaus abgeleibt seindt, welche erzellnng
in andern historischen und sonderlich genea-
logischen sachen zne nnz khomen mag.
OntnIoAus 6elunctnrum monintium
Inslcollensiuni
Os aimo LllrisU 1430.
Fraw Margreth Böschin (aus Meßkirch), prioriu.
„ Felicitas Schmidiu.
„ Margreth Steinerin.
„ Anna Grössin.
„ Elsa Schulmeisterin.
„ Agnes Stüriuin.
„ Beatrix Schreiberin die eltter.
„ Barbara Freyin.
„ Margreth von Köuigseckh?)
Anno 1460.
Fraiv Anna (Schund), die erste bröbstin.
„ Agatha Bröbstin.
„ Mechtild Herbstin.
„ Anna Hächerin.
„ Beatrix Schreibern! iunior.
„ Margreth« Klöckherin.
Anno 1480.
Fraw Perpetua Fuggerin, priorin.
„ Anna Jäkhin von Bibrach, bropstin/H
Anno 1491.
Fraw Hilaria von Guiuppenberg, bropsti».
„ Magdalena Weinschenkin senior.
„ Ursula Bretscherin.
Laust in der Königseggsche» Stammtafel (1S84) aus
Tafel II, Zifs. 5 anonym und ist die Tochter Erhards ». K.,
früher zu Fronhofen und der Ursula o. Reischach z» Dietfnrt.
tt) Nach Slleuiannia XVll (ISS9), I ff. finden sich unter
den ehemaligen ZNjigkofer Handschriften der Kgl. Biblio-
thek in Berlin zwei, die geschrieben find v. „ ,ru»a üalil,

Fraiv Anna Böllerin.
„ Margr. Sta'geriu, ein donättin.')
„ Margr. Lullin.
„ Agnes Brandenburgin von Bibrach?)
„ Monica Naglin.
„ Genovea(!) Naglin.
„ Ursula von Reischach?)
„ Adetheut Steudlin.
„ Margret Schongin.
„ Dorothea von Schinen.
„ Catharina Besserin.
„ Margreth Bausemuillerin.
„ Anna Tegenharttin.
„ Margreth Schellerin.
„ Kunigund gräfin von Werdenberg.
„ Euphrosina Heugin.
„ Veronica von Künigsekh?)
„ Magdalena Höchingerin.
Änno 1506.
Fraw Ursula Dietrichin, prebstin.
„ Elisabeth von Reischach, priorin.
„ Fides Bentelin.
„ Eustaxia Spänin.
„ Christin« Naglin.
„ Ursula Freyin.
„ Brigita Clökhin von Bibrach.
Anno 1518.
Fraiv Magdalena Weinschenkin, prebstin.
„ Margreth Bayerin.
„ Ursula Breisacherin, donathin.
„ Eiiierent Erbtrukhsessin.
„ Martha Frenkhin.
„ Veronica Mundtbröttin?)
Anno 1548.
Fraw Dorothea Freyin, bropsti».
Elisabeth Vögtin.
„ Anna von Liiupurg, die eltter.
„ Nionica von Bolschweil.
„ Margreth Henseliuännin.
„ Apollonia Beßlerin.
Anno 1544.
Fraw Othilia Spöuin, bropstin.
Anno 1546.
Fraw Susanua Langin, bröbstin.
Anno 1547.
Fraw Ursula gräfin von Werdenberg, priorin.
„ Juliana Niulfingerin.
„ Apollonia Hartiuännin.
') vonrUi, Vonatae nannte man solche Personell, welche
als Kinder mit ihrem Vermögen dem Kloster übergeben (ge-
schenkt), in demselben erzogen wurden und verblieben; sie
verrichteten in demselben allerlei weltliche Dienste (Freib.
D.-A. XXII (1898), S. 175).
2) Erste und älteste, 1812 ausgestorbene Biberacher
Patrizierfamilie, nächst welchen gleich die Pflummern
(Pflaumern) kommen. Biberacher Geschlechter waren auch
die K sG) l o ck (h), welche sich im 15./16. Jnhrhdt. auf Ofsingen
schreibell, die Schad, Weinschenk, Jäckh u. s. w.
^) Die Reischach waren die früheren Besitzer von
Xntölconen als Herrn von Dietfnrt, wozu Jnzigkofen ge-
hörte. Junker Heinr. v. Reischach befreite als Inhaber der
Herrschaft Dietfnrt dnrch einen Freibrief v. I. 1391 die
Nonnen samt ihrer Klause und allen Gütern voll aller
Dienstbarkeit und Verpflichtung unter der BedingniS, das;
für ihn ulld seine Verwandtschaft ein ewiger Jahrtag ge-
halten werde.
4) S. Königseggsche Stammtafel ll Ziff. 16, Tochter
des Hans v. K., Bürgers zn Saulgau und der Klara Grem-
lich v. Zußdorf.
5) Die (jetzt längst ansgestorbenen) Muntprat, Mnnd-
brot, Maidpretten re. gehörten zum Kon stanz er Patri-
ziat; dieses Geschlecht war anch eine Zeitlang all der großen
NavenSburger Handelsgesellschaft beteiligt; s. oben.
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