Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 22.1904

Page: 34
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Meiger (Meier) gibt vom Hof 8 Malter
Kernen, 4 Malter Haber, 1 Pfd., 5 Hüh-
ner, 1 Viertel Eier, 3 Schill. Zehnten;
von der Toben Schnobus 2 M. Kernen,
von der Mühle 1 Pfd., von der Bünt

2 Hühner; Ueli der T a l h a i m e r (3 M.
Kernen, 3 M. Roggen, 5 Schill., 4 Hühner,
3V Eier, 6 Schill. Zehnten); Cüni der
Hügenun (4 M. Kernen, 3 Hühner,
2^4 Schill. Henzehnten); Cüni der
Maister (1 M.Roggen, 2 Hühner, 18^
Zehnten, von des Slofers Garten 2 Schill,
nnd 2 Hühner); Ulrich der Starer
(2 M. Kernen, 3 Hühner, 3 Schill.
Zehnten); Hans der Zi m in erina n
(3 Scheffel Kernen, 2 Hühner, 18
Zehnten); Berchi der Zimmer in an
(3 M. Kernen, 2 Hühner, 3 Zehnten);
Hans der Mest er (an 3 iZ 4 Schill,

3 Hühner, 30 Eier, 18 Zehnten);
Cüni (5 Viertel Vefen, 1 Huhn); die
Rötin (an 3 4 Schill., 3 Hühner,
30 Eier, 18 H Henzehnten); Cüni der
Münch (2 Hühner Zins, 18 Henzehn-
ten). Ferner sind die Aecker an der M ü h l-
hauser Halde Eigentum des Klosters
Amtenhausen; die Inhaber derselben muß-
ten die „lang garb" („Lantgarbe") davon
geben, nämlich der Mester von 3 Jauchert,
Hermauu Weli von 3 I., Bnrkart
Wighain von 2 I., Cüni der Wide-
mer von 2 I.; Berchi der Zimmer-
mann gab von 1 I. 1 Scheffel, Berschi
der.... von 1 I. die Lautgarbe, Ueli
der Starer vou 1 I. die Lantgarbe;
Cüni von Engen gab von einem Acker
jährlich 2 Viertel, von dem was darauf
stand (Fürst. Urkdb. V, S. 313).

Im Jahre 1320 (3. Februar) treffen
Schwester Jtha von Sinkingen, Schwester
Engelburg von Burgberg uud ihre Schwester
Margareta, Schwester Elifabetha von Tann-
egg und ihre Schwester Anna und Elisa-
beth« Wirtschaftin, Klosterfrauen zu Neu-
hausen, mit der Meisterin und dem Konvent
des Klosters zu Amtenhciuseu unter anderem
folgendes Übereinkommen: Sie legen dem
Kloster 48 Mark S. auf deu Gütern zu
Mühlhausen an, welche dieses Kloster von
deu Herren zu St. Gerien (St. Georgen)
gekauft hat. Dafür soll ihuen das Kloster
für jede Mark jährlich drei Viertel Kernen
geben. Sollte das Kloster Amtenhausen
infolge von Hagel oder Mißwachs an jenen

Gütern «schaden leiden, so sollen anch die
Schwestern von Neuhauseu diesen Schaden
haben (Fürst. Urkdb. V, S. 351 f.). 1468
bezog das Kloster Amtenhausen Zinse aus
Mühlhausen, nämlich vom Meier aus einem
Hof 8 Mark.... Schill., eiu Viertel
Eier und zwei Schultern; von Burkard
Bunge aus einem Acker zwei Viertel was
darauf steht, au dem dritten Teil liegt er
in Brache (Oberamtsbeschr. S. 365). Noch
im Jahr 1483 war genanntes Kloster hier
begütert.

Neben Amtenhausen hatte besonders das
Zisterzienserkloster Salem Besitz zu Mühl-
hausen. Schon im Jahr 1270 (27. Ang.)
überwiesen Bertold Schamel, Kirchherr
zn Mönchweiler nnd Obereschach, seine
Schwester Mechtild und deren Ehemann
Konrad dnrch letztwillige Verfügung diesem
Kloster ein Gut zn Mühlhausen (preäium
in Nultmsen), welches sie sich von denen
von Schillegge erworben hatten (v. VVeeck,
Lo6. clipl. Leiern. II, S. 44 f.). 1275
(19. Mai) erllärt Kirchherr Schamel, unter
Wiederholung der Bestimmungen seines zu
Gunstendes Klosters Salem gemachten Testa-
mentes, daßÄder Umstand, daß seine lie-
gende uud fahrende Habe bis zu seinem
Lebensende in seinem Besitz bleibe, den
Ansprüchen des Klosters unschädlich bleiben
solle; die Erklärung bezog sich unter an-
derem auf das Gut zu Mühlhausen (id. II,
S. 135). Der Salemer Rodel vou 1310
nennt mehrere Güter im Mühlhauser Oesch,
so ein inchart lit an Mulhuser Halde
eunent dem Widmaßtall (Fürst. Urk. V,
S. 347), weiter ein Acker ist des Battern,
item Marti Schmid bwt vou uns (d. h.
vom Kl. Salem) ain hoff, darin gehört
ain Hoffstatt mit ainem huß, bömgart da-
hinten zc. (Villinger Stadtarchiv). In einer
Güterrenovation von 1546 wird anch noch
Salmansweiler Gut zu Mühlhausen er-
wähnt (Bruderschaftsarchiv zn Rottweil).

Das Kloster Rottenmünster O. List,
besaß 1324 einen Hof zu Mühlhausen, den
Hainrich Stolzlin bebaute und dessen jähr-
liche Gilt 3'/- Malter Vesen und 3'/z Mal-
ter Haber Villinger M. betrug. Im ge-
nannten Jahr verpflichtete sich die Aebtissin
Mechtild von Balgheim und der Konvent
dem Kloster Salem neben anderen Gütern
auch jenen Hos wieder zn kaufen zu geben
nm den gleichen Preis (v. Weech 1. c. II,
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