Beck, Paul [Hrsg.]; Hofele, Engelbert [Hrsg.]; Diözese Rottenburg [Hrsg.]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 23.1905

Seite: 30
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Mayer, geb. 4. März 1731 zu An-
heim, 1792—1798 Pfarrer in Frittlingen,
gest. 1809.
Sein Nachfolger wurde 28. Juli 1809
Or. Fridolin Huber, Or. tlr. et iur.
cnn., Ritter des königlichen Ordens der
würltembergiscken Krone, tik. Kirchenrat,
„einer der devotesten Verehrer und ent-
schiedensten Anhänger WessenbergS", geb.
2l. Oktober 1763 zu Hoäiiaal (Hauen-
stein) in Baden, ordiniert 20. September
1789, 1793 Kaplan in Oberndorf, 1796
Pfarrer in Waldmossingeu, Schulinspektor
und schon seit 1806 Konkursexaminator,
1825—1828 Regens am Priesterseminar
zu Notlenburg unter Beibehaltung seiner
Pfarrei, 1839 Jubilar, gest. 17. Oktober
1841. Er vermachte bei Gelegenheit seines
am 22. September 1839 begangenen
Priesterjubilänms dem Schnlfonds seiner
Pfarrgemeinde eine Kapitalsumme von
600 fl. zur künftigen Verwendung der
Zinsen für UnterrichtSzwecke (Regierungs-
blatt 1840, S. 174). Ferner vermachte
er in seiner letzten Willensverordnung
seiner Gemeinde, außer einer Gabe an
Frucht zur Austeilung unter die Armen,
1200 fl., deren Zinsen jährlich an sehr
arme, gesittete Kinder bei ihrer erste»
heiligen Kommunion verteilt werden sollen
(Regierungsblatt 1841, S. 558). Seine
zahlreichen Schriften siche Neher, Stat.
Personalkatalog S. 309 f. Anläßlich
seines Jubiläums (1839) schrieb sein
Freund Professor Pflanz die Denkschrift:
Or. Fridolin Hnbers Leben und literari-
sches Wirken (mit Porträt), gedruckt bei
der Bannhardischen Offizin zu Konstanz,
1839, wiederabgedruckt als Beilage 1 zudem
von Pflanz gegebenen Rückblick auf die
Jubelfeier Hubers in den „Freimütigen
Blättern", N. F., 16, S. 5—98, ck.
„Schwäb. Chronik" 1841, S. 1181 und
1185 f.; Felder, Gel.-Lexikon 1, 329
bis 332 ; 3, 502 ; Allgem. Deutsche Bio-
graphie 13, 231 ' 15, 795. Näheres über
ihn in Wetzer und Weltes Kirchenlexikon,
Art. „W essenb erg".
Nach seinem Tode war die Pfarrei er-
ledigt bis 1860. Damals wurde Pfarrer
zu Deißlingen Paul Mattes, geb. zu
Nendingen 28. August 1808, ordiniert
9. Februar 1835, 1. April 1842 Pfarrer
in Schechingen, 23. August 1851 Schul-

inspektor und seit 1858 Kamerer für
Hofen, 2. Juli 1860 Pfarrer in Deiß-
lingen, seit 15. Mai 1866 Kamerer für
Nottweil, gest. 19. April 1877.
Dann folgte Joseph Anton Wahl,
geb. zu Dietenwegen (Mittelbuck) 23. August
1831, ordiniert 10. August 1857, 2. De-
zember 1864 Kaplan iu Ehingen, 23. Mai
1871 Pfarrer in Altheim (Ehingen),
12. März 1878 Pfarrer in Deißlingen,
27. Mai 1881 Kamerer und 4. August
1885 Dekan für Nottweil; 14. Januar
1890 Pfarrer iu Deggingen ; gest. 10. Mai
1891. Er hinterließ außer anderen
frommen Legaten 200 M. für Heiligeu-
bronn und 150 M. für Heggbach.
Seit 1893 (10. Juli) ist definitiv
Pfarrer in Deißlingen Johann Leon-
hard Franz, geb. zu Simmeringen
6. März 1862, Vikar i» Obertheuringc»,
Juli 1891 Psarrverweser in Hochberg,
Dezember 1891 in Bavendorf, April 1892
provisorisch und daun definitiv Pfarrer in
Deißlingen.
Nachweisbar verwalteten also fünf
Pfarrer das Dekanat amt, nämlich
Joh. Pfeiffer (1555—1586), Joh. Brenn-
eyseu (1595 — 1612), I. A. Jgn. Herberer
(1744 -1757), Andr. Compost (1777)
und I. A. Wahl (1885 — 1890) und drei
das Amt eines KamererS, nämlich
Jak. Brenucyseu (1612—1622), Paul
Mattes (1066- 1877), I. A. Wahl
(1881—1885).

Lur Geschichte der Ooiistaiizer Diö-
zesaiisiiiiüdcii während der. Mittel-
alters.
Von Karl B re hm, Vikar.
(Fortsetzung.)
Item sinouli clecani teneuntnr vncu-
tiones denetaciorum intim mensem u
clie vacationis et notitie nobis vel
no8tro in spiritualikus vicurio generali
intimure. I^on tacientes impeclimento
cessunte Ie§itimo sint excommnni-
cutionis vinculo innockuti.
Item volumus et statuimus, ut nullu
per ciecuno8 clericornm ip3i3 8udiec-
torum conAreZmtio vel cupitulum
(trat), in cjno csui3csNÄM in preiucli-
cium 8tutu8 et I>onori8 epi3coporum
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