Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 23.1905

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ZN dem schif lrrich ich rill hrrz.
ich vant dar vil gnvdr gcmcrz
in mailicher Hände gaden.
Dit schiflin ist ein broderschaf
zo Colen up gestanden
mit broider ind suster manicher Hand
uist allen cristen landen
den höchsten got zo los ind er,
der moder sin, sent Urseln her,
den jnnfern al znsamen.
Sent Ursula wirt Patron genant,
tan mail dit schif regieren,
vil goeder werke dair in erkant,
daran sal niemanz irren,
leghe in dat schif nan din gemuet
missen gebet ind ander gnet:
dat schif sal dat wail voeren.
Onch, minsch, lcgh in des schiflins ort
ind laeß dat schiflin sleißcn
bis dat it trige des Hemels porz,
gein leit salstn geniesten,
den aller schocnsten ongenblik,
da is niet anders dan al geluk
ind freud ann allen verdriesten.
Unser schifer llist Herzen grnnt
truwen rait deit uns verziechen,
wer wilt beden gern mit mnnt
eilf dnsent ind die richen
pater »oster sent Ursuleil fri,
ave blaria auch da» bi:
dat is der liefde ein zeiche».
Mit godes moder also Noch
und sinen Heilgen allen
salstn hauen frenden genoch,
onch so wirt dir dan erschallen
sent Ursula die jnnfrouwe clair
mit ireil jnnfern al nur wair.
dat ivirt ein fruntlich kallen.
Dat sie dir onch vnr wair gefeit:
du tomst zo Hemels festen,
genießen die hoechste triniteit,
in einen hoichsten wesen
die aller clairste ougenweid,
nntfaren salstn alle leit
und van sundeil ganz genesen.
Hvffmannv. Fallersleben, welcher Schade
auf dieses Gedicht aufmerksam gemacht,
erwähnt dasselbe in seiner „Geschichte des
deutschen Kirchenlieds bis auf Luthers Zeit"
(zweiteAusgabe, Hannoder, ebendas., 1854,
S. 474/475) und gibt davon bloß die erste
Strophe. Das außerordentlich seltene Ori-
ginal des Liedes (von 1496/97), welches wir
uns zur Einsicht nicht verschaffen konnten,
befand sich seinerzeit in der Meusebachschcn
Bibliothek; auch besaß der bekannte
schwäbische Polyhistor Professor Georg
Veesen meyer in Ulm (1760—1833;
s. auch Aufseß, Anzeiger rc., I. 68 und
II. 55) ei» Exemplar; das letztbckannte
besaß der Kunstantiguar und Sammler

Heiur. Lempertz in Köln, dessen Samiu-
luugkn im Frühjahr 1904 öffentlich ver-
steigert wurden.

Our Geschichte der Pionstanzer Diü-
zesansnnoden wcchrend des.Mittel-
alters.
Von K arl Bre h m, Vikar.
(Fortsetzung.)
Gonnectimus insuper et manelanrus
omnibus et sinAulis clecanis nostre
ch-öcesis, ut bec et alia preclecessoruin
nostrorum et salubria nostra monita
et manclata in proximis per eos soli-
tis celebranclis capitulis et eleincle
semel annis sinZuIis cunctis conlra-
tribus ipsa statuta pudlicent, perle-
»ant et cleclarent etiam linZua ina-
terna, si kuerit oportunum, volentes,
ut a tempore ipsius pudlicationis, ut
premittitur, cle proximo laciencle
statuta ipsa sub penis expressis satis
ÜA ent et onerent riniversos, sie kamen,
cpiocl post rlnclecim clies a tempore
iecessus a capitulo prececlentia statuta
et pene in eis contente vinclicent sibi
loeum.
l^recipiinus insuper omniblis et
sin^ulis clecanis nostre el^öcesis Lon-
stantiensis, ut omnium statutorllin
presentium et preteritorum copiain
recipiant suiscfue tratribus, ut pre-
clicitur, pudlicent et cledarent infra
spatiunr cjuatuor mensium proxime
sudsec>uentium. I4oc cjuocjue kaciant
sud pena excommunieationis late sen-
tentie et alia, cjuam ipsis eluxerimus
inlli^enclam.
Leteriscjuin ea, cgue ultima clicuntlir,
melius memorie commenclentur.
dlos saluti clerieorum saludriter
provi6ere cupientes constitutiones a
nostris preclecessoridus eclitas contra
occissores, captivatores clerieorum
et quoslibet eorum olllensores pie-
sentidus innovamus, rodoramus et
conürmamus volentes ea(s) Perpetua
llrmitate esse sudnexa(s).
Item statuimus et volumus, ut pro-
tessi reÜAionis cuiuscuncjue pretextu
Zeneralium literarum suarum extra
monasterium vaZantes cle cetetro acl
denellcia ecclesiastica inolllciancla non
arlmittantur, nisi prius coram nodis
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