Beck, Paul [Editor]; Hofele, Engelbert [Editor]; Diözese Rottenburg [Editor]
Diözesan-Archiv von Schwaben: Organ für Geschichte, Altertumskunde, Kunst und Kultur der Diözese Rottenburg und der angrenzenden Gebiete — 24.1906

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Gut in Weigheim zu haben glaubte
(Obi-ramtsbeschr. Tuttlingen). 11. Januar
1315 verkauft Schultheiß Hugo Stehelli
von Villingen dein Kl. Salem seinen Hof
in Weigheim, neben dem Hof des Herrn
Beck. In diesem Jahr tauscht, wie oben
berichtet, die Johanniterkommende 12 Hofe
in verschiedenen Orten um gegen die Be-
sitzungen des Bnrkart Hemmerlin von
Vitlingen, die derselbe in Weigheim be-
saß, samt dem sture ?ntrottnkus, wie
das Johanniter Urbar saatt 4. Februar
1317: LZon de k'ürslenberZ-, eom-
rneridnlor vienrius commendne in
ViliinZen trnnsi§it super servilute
dominum (Leibeiaenichatt) de Wei^-
deim inler monnslerium Zt. OeorZü
et commendnm ordinis st. stodnnnis
Aerosol. VillinZne (F. U. B. II. Nr. 87).
Im Jahr 1321 verkauft Rudolph von
Tannheimb seinem Vetter Ulrich Weig-
heimer, Bürgermeister zu Villingen, seinen
Teil Koruzehnten zue Weigheimb umb
6 Mark löttiges Silbers (Urbar). Nach
einem ZinSrodel des Klosters Amten-
Hausen vom Jahre 1329 waren die Aecker
an der Mühlhauser Halde dessen Eigen-
tum; die Inhaber derselben mußten die
„lang garb" („Lantgarbe") davon geben,
Burkart Wighain von zwei Jauchert
(„D.-A." 1904, S. 34). 1330 verkauft
wegen Geldnot der Abt von St. Georgen
einen Hof in Weigheim an Werner Hagg
senior (Rottweiler Bürger) gegen 75 Pf.
Heller guter Währung — ea. 100 fl.
bolr. Villingen unter de» Grasen von
Fürstenberg, S. 61). 1337 verkauft
Rottenmünster sein Gut zu Weigheim an
Heinrich Hamburger, Bürger zu Nottweil,
welches Kenrad Egger baut, gegen 10 M.
Silber (— 52^ fl.), siehe Oberamtt-
beschreibnng. Am Urbanstag 1344 ver-
einigt sich Konrad von Wartenberg, Propst
und Keller zu Reichenau, mit dem Komtur
zu Villingen über leibeigene Leute zu
Weigheim („Freib. D.-A." Bd. 11 S. 184).
14. Februar 1358 gestattet Peter von
Emmingen, ein Edelknecht, gesessen zu
Wurmlingen, dem Heinrich Kager, Bürger
zu Rottweil, zwei lehenbare Güter in
Emmingen und Weigheim zu verpfänden.
1365 gibt Heinrich Maier von Trossingen
aus einem Gut in Weigheim einige Gilten
an einen Rottweiler. 1367 stiften die

Herrn von Eschingen und die Hamburger
von einem Hof zu Weigheim den Zins,
8 Scheffel Kernen, 8 Scheffel Haber ans
Mittwoch nach St. Gallus zu einem Jahr-
tag nach St. Georgen. 1371 verkauft
Salem ein Gut in Weigheim ans Kloster
Notteninünster. 1382 verkauft Ulrich
Würth ein Gut in Weigheim an Rotten-
münster. 1387 bezeugt Jo. von Tann-
heim, daß ein Gut zu Weigheim, so Hans
Eschinger baut, zu einem Jahrtag nach
St. Blasien gehöre. 1387 vermachen die
Böller in Rottweil einen Hof zu Weig-
heim zu einem Anniversar im Kloster
St. Georgen. 1387 wurden die Gilten
von einem Hof zu Weigheim einem Kon-
ventnalen zu St. Blasien zu einem Leib-
geding und nach dessen Tod zu einem
Anniversar gegeben, s. OberamtSbeschr.
Nach einem Zinsrodel des Klosters Amten-
hanseu (1388 war dort eine Gräfin von
Fürstenberg, Tochter Heinrichs III., Nonne)
vom Jahre 1398 „git ze Wighain Nek
von dem hoff 5 walter kernen und
2 malter habern und 1 fiertel a'ger (Eier?)
und 4 hünr in wintern (Weinkeller) von
den Schumaistrinnm (?). Item der
Schwanbach git von Strobel 1 malter
kernen und 1 malter roggen und 1 malter
habern, das gat in das weberampt. Item
der Fuchs git 2 malter kernen und
2 malter roggen und 6 schösset habern
in das weberampt. Item der Kvler git
4 malter kenien öck in das weberampt".
(F. U.-B. VI, Nr. 99, 3.) Ferner heißt
es in einem Aktenstück des Klosters Amlen-
hausen von 1398: Wir haben zu Weig-
heim ein Gütli, das hat die Nebcsteckin,
das giltet 4 Scheffel Korn und Roggen,
2 Scheffel Haber und 10 Käse, der jeg-
licher soll gelten 2 Pf. (OberamtSbeschr.).
1412 überließ Frau Aebtissin von Amten-
hausen den Nekenhof in Weigheim an
St. Blasien, welchen Abt Ulrich von
St. Georgen dem Werner Haggen um
50 Pf. Heller verkaufte. 23. April 1416
verkauft Bernhard von Wiler an den
Heiligen zu Weigheim sein Gut da-
selbst, ebenso 1. März 1425 Jo. Bulach
von Nottweil. 1508 war die Gemeinde
im Besitz des Kirchenzehntens, den sie vom
Stift St. Gallen gekauft hatte. 1551
verkauft Jerg Ander, Pfarrer in Schwan-
dorf, an Matthias Kraule, Vogt zn Weig-
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