Die Dioskuren: deutsche Kunstzeitung ; Hauptorgan d. dt. Kunstvereine — 14.1869

Page: 311
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Inhalt.

Abhandlung: Das Konkurrenz-Statut der deutschen Kunstgenossenschaft. Kunstkritik: Die internationale Kunstausstellung zu München. (Fortsetzung.)
Korrespondenzen: (p Düsseldorf, Ende Oktbr. (Ausstellungsbericht.)— 1. Die französische Malerei. (Schluß.)

Q München, Ende Oktober. (Die Restaurationen in den Arkaden des Kunstindustrie und Technik: Das Nene Museum in Weimar. (Fortsetzung.)
Hofgartens.) — Die „Albertographie" und der sogenannte „Lichtdruck". Ein Bei-

Kunst-Chronik: Lokalnachrichten aus Berlin, Siegen, München, Nürn- trag zu der Frage über den Schutz des geistigen Eigenthums. Von

berg, Paris. M. Sr.

Aas Konkurrenz-Statut der deutschen Kunstgenossenschast.

|ie Chroniknotiz in Nr. 38 unsers Journals
über eine Zusammenkunft von Delegirten
der Deutschen Kunstgenossenschast zu Mün-
chen hat unfern Lesern bereits Mittheilung
gebracht von der erfreulichen Thatsache, daß
?- die Berathungen der Delegirten unter An-
dern: auch die Feststellung eines Statuts
zur Regelung der öffentlichen Kon-
kurrenzen zum Zweck gehabt haben und
daß die dahin zielenden Bemühungen auch
von Erfolg begleitet gewesen sind. Von
Erfolg wenigstens insofern, als unter dem
Titel „Bestimmungen bei Konkursen für Werke der
Architektur, Malerei und Plastik" nun wirklich ein
„endgiltiges Statut" beschlossen ist, dessen „Normen"
t'— wie es in den einleitenden Worten der betreffenden Druck-
schrift heißt —- „für alle Mitglieder der Deutschen
Kunstgenossenschaft zur Geltung gelangen sollen".

Diese „Bestimmungen" sind uns von dem Hauptvorstande
der Deutschen Kunstgenossenschast in Wien zur Kenntnißnahme
zugegangen, und fühlen wir uns um so mehr verpflichtet, unsre

Ansicht darüber auszusprechen, als unser Journal bekanntlich
nicht nur die großen Uebelstände und Unregelmäßigkeiten, die
sich vielfach bei Konkurrenzen — wir erinnern nur an die
Creselder und Tübinger Angelegenheit — herausgestellt haben,
im Interesse der davon betroffenen Künstler schonungslos an's
Licht gebracht, sondern auch zuerst von allen deutschen Journalen
die Konkurrenzsrage einer principiellen Erörterung unter-
zogen hat.

In zusammenhängenderer Weise geschah dies bereits vor
zwei Jahren*') bei der Besprechung des ersten, vom berliner
Architektenverein ausgegangenen Entwurfs zu einem Konkurrenz-
Statut und der Mehnert'schen Affaire; sodann noch ausführ-
licher in einem fortlaufenden Artikel „Zur Konkurrenzfrage"**),
den wir aus Gründen, über welche wir vorläuflg schweigen
wollen, abzubrechen uns veranlaßt sahen. Daß wir dazu ge-
nöthigt waren, bedauern wir jetzt um so mehr, als damit ein
ziemlich reiches, mit großer Mühe und Sorgfalt für diesen
Zweck gesammeltes Material unbenutzt blieb, besonders aber.

*) In Nr. 41, 43, 46, 47, 48 des Jahrgangs 1867.

**) Nr. 37, 38, 39 im I. 1868.
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