Eggers, Friedrich [Editor]
Deutsches Kunstblatt <Stuttgart>: Zeitschrift für bildende Kunst, Baukunst und Kunsthandwerk ; Organ der deutschen Kunstvereine &. &. — 1.1850

Page: 432
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Soll nun irgend ein Punkt a der in der Ebene gegebenen perspectivischen Projection auf die
abgewickelte Cylinderfläche übertragen werden, so ziebe man von ihm eine Linie ab lothrecht auf
die durch den Grundpunkt des Auges gezogene horizontale Linie. Anstatt nun die Linien Ob und
ab unverändert zu übertragen, wodurch eine blosse Copie des vorliegenden Bildes entstehen würde,
vermindere man zuvor jede um eine ihr entsprechende Grösse, die sich mittelst der beiden krummen
Linien AC und AD auf folgende Weise ergiebt: Mau trage O b, immer von A aus, auf AB, so dass
AE = Ob werde, errichte in E auf AB ein Loth, welches die krummen Linien resp. in F und G
schneidet, setze den Zirkel in E, sperre ihn bis F aus, und schneide EH = EF von AB ab, so ist
der Rest AH diejenige Linie Ob', welche man in der abgewickelten Cylinderfläche von O aus auf
die horizontale Linie aufzutragen hat. Alsdann trage man ab, immer von A aus, auf AB, so dass
AK = ab werde, ziehe die Linie AG, errichte in K auf AB ein Loth, und bemerke den Punkt L, wo
dieses die Linie AG oder deren Verlängerung trifft. Setze den Zirkel in K, sperre ihn bis L aus,
und schneide KM = KL von AK ab, so ist der Rest AM diejenige Linie b'a', welche man von b' auf
Ob' senkrecht aufzutragen hat, um den gesuchten Punkt a' zu finden, welcher dem gegebenen Punkte
a entspricht. In gleicher Weise verfahre man mit beliebig vielen Punkten in der auf gerader Bild-
fläche gegebenen Projection.

Die Auftragung der Linien Ob' und b'a', geschieht in Beziehung auf rechts und links, oben
und unten, immer nach derselben Richtung, welche die ihnen entsprechenden Ob und ba haben.

Dass es nicht nöthig ist die verschiedenen zur Construction gehörigen geraden Linien ihrer
ganzen Länge nach zu ziehen, sondern nur in der Gegend, wo die Schnittpunkte entstehen müssen,
kleine Striche zu markiren, — dass der Gebrauch des Auschlage-Lineals die ganze Operation unge-
mein erleichtert, — sind Bemerkungen, die sich von selbst verstehen, und dem Praktiker nicht fremd
sein können.

Der kleinen Hülfstafel ist, wie man sieht, eine Ausdehnung gegeben worden, bis zu welcher
sie in der Wirklichkeit wohl selten wird gebraucht werden; sie würde selbst dann noch ausreichen,
wenn man zu einem Panorama nur vier auf gerader Bildfläche entworfene perspectivische Zeichnun-
gen von gleicher Breite benutzen wollte. In den meisten Fällen dürfte aber die Anzahl derselben
kaum weniger als acht betragen, so dass die Tafel für den gewöhnlichen Gebrauch sich etwa auf
die Hälfte der derselben hier gegebenen Ausdehnung reduciren würde.

ik 1. Anger,

(Hierbei eine StcindnidUarel.)
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