Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 13.1903-1904

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Internationale fotografische Ausstellung in Mainz.

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F

OTOGRAFISCHE AUSSTELLUNG IN MAINZ.
Diese vom Süddeutschen Fotografen - Verein in

der famosen Wiesbadener Ausstellung im Juni 1903
(Vergl. D. K. u. D. 1903, Heft 11) hätte erwarten dürfen.

Wehen veranstaltete Ausstellung wurde am 8. September Unter den landschaftlichen Aufnahmen findet sich trotzdem

"rch den hohen Protektor, S. K. H. den Grossherzog

" Ludwig von Hessen eröffnet. Sie war quantitativ

sehr stark be-

Schi*t, wenn-

sie durch

die schwache Be-
teili

""gong seitens
des Auslandes die
Zeichnung »In-
ternationale Aus-

ätcl|nng« nicht
verdient. Her,
tagende, wahr-
0af< künstlerische

Leistungen boten
au* hier wieder
die führenden
deutschen Meister
*ie Rud. Dühr-
ko°P ~~ Hamburg
Und W. Weimer,
Emstadt. Von
ersterem nennen
Wlr besonders das
Bi'dnis des Bür-
germeisters Dr
Burchard-Ham-
burg, von Letzte-
rem das des Gross-
herzogs v. Hessen
Und des Staats-
Ministers Rothe,
Sowie einige
Uzende Kinder-
Aufnahmen. Fer-
ner seien hervor-
gehoben : das
Bildnis Lenbachs
»Od der Frau
Konsul
Pr,

R. von
rranz Grainer
^München. Im
^enrefach treten
Tk- &> O. Hof-
•«««««—Ham-
burg »Kirch-
ganger« besonders
hervor. Die Ama-
teure (hier »Nicht-
^'ichniänner< ge-
nannt) sind da-
^'gen diesmal
nicht so gut ver-
beten, wie man
es nach früheren

Darbietungen,
l- B. im Gegensatz

H. KIKCHMAVR—INNSBRUCK.

manche gute und stimmungsvolle Arbeit. Sehr stark ist
die Gruppe der Lehr- und Versuchs-Anstalt für Foto-
grafie zu Mün-
chen. Sie gibt ein
lehrreiches Bild
von der auf-
strebenden Ent-
wickelung dieser
vor noch nicht
langer Zeit unter
Subvention der
bayer. Regierung
ins Leben ge-
rufenen Schule.
In der Abteil-
ung »Graphische
Künste« sind un-
sere ersten Firmen
erschienen, des-
gleichen in der
Abteilung für
» Fotografischein -
dustrie«. Beide
Gruppen zeugen
von dem grossen
Aufschwünge un-
serer deutschen In-
dustrie auf diesen
Gebieten. —Was
Sichtung U.Arran-
gement anlangt,
so hätte allerdings
die Hänge-Kom-
mission etwas
strenger verfahren
dürfen. Schon die
im Abgüsse we-
nigstens missra-
tene Büste des
Grossherzogs stört
gleich beim Ein-
tritt. Was be-
durfte es über-
haupt einer Büste,
wenn ein so vor-
zügliches Bildnis
desProtektors,wie
das von Weimer,
u. And. schon vor-
handen war ? Un-
bedingt erschwert
auch die Masse der
minderwertigen
Arbeiten den Ge-
nuss der etwa
40 oder höchstens
50 künstlerischen.

Füllungs-Gitter zum Wand-Schrank S. 117.

1904. II 4.
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