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Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 22.1908

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Wallsee, H. E.: Die Kunstgewerbe-Schule zu Hamburg und ihre neuen Lehrer
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https://doi.org/10.11588/diglit.7006#0014

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Linie immer noch über alle
Widerstände obgesiegt, wo
solche vorhanden waren,
während, wo es ohne solche
abging, diese Erkenntnis dem
kunstgewerblichen Unter-
richtswesen die Wege in
der segensvollsten Weise hat
vorbereiten helfen — Ham-
burg befand sich, dank dem
entgegenkommenden Ein-
gehen seiner hierfür in Be-
tracht kommenden Behörde
auf alle berechtigten Wün-
sche , seit jeher in dieser
letzteren erfreulichen Lage.
Die Hamburger Kunstge-
werbeschule als selbständige
Lehranstalt besteht seit 1896.
Wie dem obersten Chef der
betreffenden Verwaltungs-
behörde , Herrn Senator
Refarth, so war auch dem
ehemaligen Leiter des ge-
werblichen Schulwesens Herrn
Prof. Dr. A. Stuhlmann
und dem früheren Direktor
Herrn Prof. M. Wekwerth,
deren Förderung stets Her-
zenssache gewesen, so daß,
als im Winter 1905 die Not-
wendigkeit sich ergab, die
Schule in einer dem mächtig
anwachsenden Gemeinwesen
Hamburgs gemäßen Form
weiter auszubauen, die bereits
vorhandene Organisation als
wertvolle Unterlage auch für
diesen Erweiterungsbau hat
benutzt werden können. —
Bei dem ausgesprochen kon-
servativen Zuge des Ham-
burgers, der noch bis in die
neuere Zeit herein in einer
gewissen Abneigung gegen
alles von »buten« (außen)
kommende sich äußerte, kann
der Entschluß der maßgeben-
den Behörde, zur Bildung die-
ser kunstgewerblichen Schul-
Neuform einen »Buten-Min-
schen« zu berufen, nicht
hoch genug in Anschlag ge-
bracht werden. Die Wahl fiel
 
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