Deutsche Kunst und Dekoration: illustr. Monatshefte für moderne Malerei, Plastik, Architektur, Wohnungskunst u. künstlerisches Frauen-Arbeiten — 23.1908

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KUNSTSCHAU-WIEN 1908

I. ARCHITEKTUR.

M

an bemerkt es vielleicht nicht, daß an
dieser Ausstellung Alles Architektur-

Man bemerkt es vielleicht nicht,
so schnell in Übereinstimmung

Problem ist.

weil man sich „ liUCn m uuere
mit diesen Räumen befindet, die unsere Ge-
berden und Bewegungen bereitwillig aufnehmen
und ausklingen lassen, weil die Kunstwerke
darin ihre richtige räumliche Atmosphäre
haben, und zu merkwürdig gesteigerten Wir-
kungen ----

8 ' dle sonst nicht da sind, befähigt

er-

scheinen. Weil endlich selbst der Mensch
wie ein solches Kunstwerk wirkt, wenn er
nicht von vornherein seine Haltung verpfuscht.
Wir empfinden das und denken nicht sogleich
an die Architektur, die in solchen Raum-
Abstraktionen ihr Äußerstes tut. Sie herrscht,
indem sie dient; sie kompliziert sich, indem
sie sich auf das scheinbar Einfache beschränkt.
Sie tut das Schwierigste, indem sie das Ge-
heimnis der schönen Proportion räumlich offen-

Kunstscliau
Wien 1908.
Architekt
Professor
J. Hoffmanii.
Haupt-Ein-
gang in das
Ausstellungs-
gebäude.

19°9. 1. 5.

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