Universitätsbibliothek HeidelbergUniversitätsbibliothek Heidelberg
Metadaten

Greneck, Adam Joseph; Greneck, Franz Joseph [Oth.]
Theatrum Jurisdictionis Austriacae, oder Neu-eröfneter Schau-Platz Oesterreichischer Gerichtbarkeit: Darinnen zu ersehen Die Gerechtsamkeiten, Welche in den Erz-Hertzogthum Oesterreich unter der Enns allen Ständen ... zustehen, [...] — Wien, 1752

DOI Page / Citation link: 
https://doi.org/10.11588/diglit.4337#0020
Overview
loading ...
Facsimile
0.5
1 cm
facsimile
Scroll
OCR fulltext
6 «rfret äBfönitt. .

gen, unb noch »on benen in erften Reiten ganj $erftreuet mofcnenben #au&
93ättern $tm>eücn auSgeübet morben, bem SSdller* SKec^t bei^eblen, burct)
tt>elc^eö t)ic .Orbnung $u berjfchen, unb $u geborchen eingeführt, obrigfeit*
liehe ^erfohnen beftellet, bog Kriegs > unb bürgerliche SKcc^t gegrünbet rooxt
bm : 5)och »eil jebmebere bürgerliche ©ernembe eine befonbere Slrt fei*
ben burd) geringere / unt) einer noch oberen Stacht unterworfene £>brigfei*
ten $u ooHjiehcn beobachtet, fan niemonb in Sibreb (teilen, bafj folche ©e*
toalt nicht auch m bem bürgerlichen Stecht gebore, mie bk 9fed)t$'?8erftan.:
t)ige einmütig lehren/ abjonberlich Müller adStrttv. tit. dejmsdift. tb. 49.
lit.A. Mattb. Stepb. dejurisdicl. lib. /. cap. /. n. So. & Jeqq.

S- vii.

© wäre ipar aUejeit; unb i(t auch noch anje&o ber ©ericht&3wana,
fotoohl benen hochften Söehenfchern , alö auch benen untergebenen Obrigfet*
ten eigen, boch auf ganj oerfdnebene Slrtb. #enfctjenbe Sconarcbeit
»erorbnen bie ©ef<*#/ bit untergebene «Obrigfeiten beforgen beren 93ou$ie*
hung: 3encn berowegen (lebet $u ber^efd^gebenbeÖericpt&Sftcmö/ Lat.
JurisdiftioLcgislatoria five nomothctica:biefen aber allein bk ©ett>a(t juetfen*
nen, unb baß 3tea)t jufbrechen Lat. Jumdiäio Judiciaria. Senen 2anb&
Surften ift ber ©ericht&3wa»9 niebt alfo eigen / bajj man fagen tonne / eis
ftebe ihnen feiner öffentlichen ©ejtalt nach $u: Senen £)brtgreiten aber ift
er alfo eigen, ba$ er ihnen feiner wefentltcben ©e(talt nach allein aufredet ,
aujfer tt>ann ber ©erichtö*3to«n<J»i Weitsichtigeren 23crftcmb genommen
Wirb, nämlich oor bie aller§6chfre ©ewalt (welche fonften mit bem 2B$rfr
leinSÖcajeftat pfleget angebeutet ju werben) baß gemeine SBefen $u vermalten.
3n folgen 93erftanb (lebet $war bem 2anb$;Surften ber ©ericht&gwang
$u, aberniebt anberft alö urfprüngltch, urfdd)ltch, unb allbegreiflicb. (1)
«Ober tele anbere reben, ber SEBurjel, bem©runb unb ber $raft nacb : S5e*
nen obrigfeitlichen 9)erfohnen entgegen, (lebet er, mie gemelbet ft>orben, ei#
«entlicb unb wefentltch ju. O) Sann ber ganje ©ewalt, welcher in einem
&mb$*28e$irf ju ftnben, entfpringet »on jenem, unb febret mieber iuil;m
juruef, ber felbeä unbefchranett bel;enfchct: S)effentmegen tan ein ^anbö*
Sürjl nicht unbillig einem SÖrunn üerglicpen foerben; tvtil au$ ibm ber ®&
ricbtö*3tt>ang, tt>tc au$ btm tSÄeer bie Slüffe, heroorqueUet, unb (ich tpiebec
in felben »erfencEet. (3)

(1) Müller ad Struv. b. tit. tb. 49. (2) Cafp. Ziegler deJurib.Majeft^
Hb. 1. cap. 29. n. 13. (3) Zieglcr loc. utfup. n. //.

Entertet Übföttitt*

33on htm ©ect^t^^Sttaitcj nac^ bem gemeinm SR6mtfc^ett dltfyt

§. VIII.

iSfmit ict) nun i>on bem ©ericht$*3ft)ang in fo totit er aug Ütomifchen
SKecbten her»or gefloflen, unb mit benen ©efd^en nnß ifl jufommen/
_, tur^licb tt\r>a$ ermehne, mill ich mid; nicht aufhalten in »eitfebichtigep
Unterfucbung beö UrfprungS bitfe$ Scab^enö ; inbeme fattfam an Sfcag lie*
get, eö feoe baß SSÖ^rtlein Jurisdiftio, ober ©erichtö?3wmg, nicht, wie ei#

rogi
 
Annotationen