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Greneck, Adam Joseph; Greneck, Franz Joseph [Oth.]
Theatrum Jurisdictionis Austriacae, oder Neu-eröfneter Schau-Platz Oesterreichischer Gerichtbarkeit: Darinnen zu ersehen Die Gerechtsamkeiten, Welche in den Erz-Hertzogthum Oesterreich unter der Enns allen Ständen ... zustehen, [...] — Wien, 1752

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https://doi.org/10.11588/diglit.4337#0302
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296 Alfter 2(bf4mttt>

93iel) btnot(»igten Suttcrö jum £f)etl in föerfalf geratet / woburd) bann
aud) bk #cttfd)aftlicf)e 9tobatl)cn groffen 2ftad)t&eU leoben- ©olcfreö Un*
glücf entfielet meifteuS a\x# Abgang ber l)inlätiglidjen SÖ3et>t> / iuorui>er in
£)efterreid> eine allgemeine Älag bep t>enen Untertanen fürmaltct. Sllfein
ben genauerer Unterfuc&ung ftnbe ic^ i>iefe $lag in »ielen £>rtl)en aud) ganj
ungegrönöet. &ann e$ gtebet bit tägliche (Erfahrung / unb müfi'en jene/
t>te in ta5ürt^fct>aftgs@ac^en eine nähere £infid)t l;aben / »on fidf> felbjten
benennen/ baj? an vielen Dert^ern fein/ ot>er wenigjt niefot fooiel Abgang
an t>er 2Benbeftd> äuflere / anerzogen t>te Untertanen i^r 93ief) immerhin
auf bit gemeine SBenbe $u treiben berechtiget €£ ermanglet n)nen bemnad)
nidjt im mmbeften t>ie 2Baobe/ wof)laber ber Sleip/ bie gelber $u einen redj*
ten 5Benb*&oben $u bequemen; inbeme vielleicht in 70.ober aud) ioo.^ah/
ren feine #anb angeleget wirb ju J)flanjung eines guten ©rafeö. SSBeil
nun biefetf unterwegen bleibet/ muffen bit §elber auö Mangel ber 5lrbeit
not&wenbig in meiftenDrt^en/ wo ber@runb anfonjten für ftd) fe&r gut wo*
re in bie Slböbung geraden. Sarum wäre mein unoorgreifltcfjer fftatf), ei*
ne fluge #enfd)aft folle emfig barob ftyn, bafj bit ©emeinbe angehalten
werbe / bit abgeobete Selber unb jur gemeinen SBeob bejtimmte ©rünbe
fleißig umjuactereii/ weldjeö/ fo eö gefd)e£cte / nid)t allein bit klagen beren
Untertanen jura$(>eil würbe aufgeben/ fonbern i^ren aud} btenlid) fenn/
t&re Söirt&fcrjaft $" verbefferen, bieJ^mfc&aftlidjenSfobat&en gebü&renb ju
»errichten/ «nb alfo bemStbftiften beo3«tw ju entgegen,

S.xxvi.

Spittfx würbe aud) ein groffeS beitragen / wann man bit lebige 9>erfo&*
neu nicr)t fo unbebad)tfam äufammen^nrat&enlieffe/ fonbern beo ereignenber
©tanb^23eranberung fia) einer grojfen 23orfid)tigfeit gebrauchte/ weil in
bie #eoratf)en unbJÖeoratl)&$8rief fe&r öiel unnu#c$ geug einlaufet / wel*
cfjeö l>ernad) md)t feiten $ur Urfad) beö Stbfttfterö auäfd)laget. Samit nun
bie ^Denrat^en beren Untertanen5ui^renS3ortf)eil gereichen/ £at ein »er*
nünftiger 23erwalter/ ober anberer #enfd)aftlid)er Beamter jum erften b&
Innju fe^eri/ bamit ber#eoratf)&$Srief oor ber Copulation bafyin aufgeria>
tet werbe/ ba$ nad) Slbtferben eines oon bepben feilen benen Äinbern/
wann beren mel;r alö vier/ bie Reifte/ wo aber weniger/nur ber britte£J>eil
»on bem ganten SÖermogeti/ wann aber gar fem^inb oor()anben/beö93er*
froi'benen nää)(ten JÖefieunben ber Vierte ober Oödjftengber Dritte^eil tbzw
failö »on bem ganzen Vermögen ju »erflehen/ ^inauö gegeben werben folle,
SBdre aber fein€#et)ratf^*$8rief aufgerichtet worben , folte aß $ufammen
bringenb^unb fünftt^ überfommenbeö 23ermogen nac^ 2lb(terben emer 9fttf>
tyexfabn ba$ 23ermogen in 2. £l;etl getf>eilet werben. £^ wäre aud) fowoftl
eineleoigealö »erroitttbte^erfo5»tansu^alten/t)ag wannfte auffer ber@runo?
bmliefyen Jurisdidion l)et;ratl)cte, felbeoor^rricjtungbeö JP>eoratf)^58rief^
fia^ bei) bijfeitiger €anile» mit i^ren föenjldnben tinfinbttt/ um unterrichtet
ju werben/ wie unb anftoag 2Beiß fit folgen ^)enrat^S3rief ju tyrer eige=<
nen ©idjer^eit unbtftu$m, aud) ?3ernKibung aller ©trittigteit einsuric^ten
^aben.

§. xxvu.
 
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