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Greneck, Adam Joseph; Greneck, Franz Joseph [Oth.]
Theatrum Jurisdictionis Austriacae, oder Neu-eröfneter Schau-Platz Oesterreichischer Gerichtbarkeit: Darinnen zu ersehen Die Gerechtsamkeiten, Welche in den Erz-Hertzogthum Oesterreich unter der Enns allen Ständen ... zustehen, [...] — Wien, 1752

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https://doi.org/10.11588/diglit.4337#0391
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Von bcm$mcbtli<fymVetb6tti . v. 38?

fcraud) jenes £)rths rechtmäßig aufgefeßet werben/ überall ihre $raft mu£
erhalten. (2) SEBann eS ftcb bemnaqj ereignete, bafj jemanb Wiber feinen
©chulbner ein 23erbott auf anberwdrtig gelegene ©ütcr erhielte / attmo ber
23erbott oielJctci)t ein gerichtliches Unterpfandausmachet/hernach aber biefeS
(ScbultmcrS ©üter alliier oergantet würben./ wäre folcher ©laubiger, wegen
folgen gerichtlichen Unterpfanb allen anderen mit bergletchen nic^t serfebe*
nen, notbwenbig vor^ugic^cri/ unb in ber gabl beren Pfanbt&btvn Hypo-
tbecariorum ju überfein / n>ie bte in Sööbeim unb Fähren »or ergangenen
Falliment feu ante Concurfum gefchlagene SQerbott ober fogenannte&Himer m
ben DefterreichifchenConvocations-Procefs J>aS Stecht feu baSjus Hypo-
these erteilen ; obwohleni $u SEBien ein 23erbott für fein gerichtliches \Xm
tet^anb angefeben wirb/ unb biefeß jwar aus obbemelbter Ur fach, weil baS
JÖerbott feine ^raftüon jenem£>rtl) erlanget/ in welchen cS rechtmäßig er*
gangen i|t/ unb bahero auch nach ©ewobnbeit unb ©aßung bejfelben,OrthS
tnuS beurthcilet werben/ gleichwie ich oben in einer anberer ©elegenheit be*
merfet/ C3) bie Gegebenheit aber / bic ftch im3abr 1720. ereignet/ ba ein
SBienerifcbcr Söurger etwelche ©üterju S3enebig mitföerbott belegen lajfen,
j(t ben Michael Grofs $u lefen. C4)

(1) Arg.l.d.ff. de evift. (2) Vinn. SeleSf. quaft. Hb. z. q. rj>. (3) Sup.
eap. 2. §.,?<?. (4) Mich. Grols indiffert. de Sent.Judic. fecund, leges extra terri-
tor.ldtas ferenda §.«J7.

§. XV. .:,••■.■-,

1

#icr in £)efferreicfj wirb anf bem 2anb ben benen Sorf'O&rigFeiten eU
ne befonbere ©attung beS 23erbottS beobachtet/ welche man bae 0tcefm
fd>ia$cn nennet. $Ran bebienet ftch beffelben/ fo oft ein Machbar in Sorf
jtcr) weigeret in gemeinen Anträgen baß ©einige beizutragen/ in welchen Sali
pfleget man ihm ben ©teefen »or bic 3rbür $u fchlagen. Sie SBürfung baoon
t|t/ oa$ ein folcher Gauer oon gemeinfc^aftlic^cn duften auSgefchloffen oer*
bleibet/ unb fein ?3iel; mit ber ©emeinbe nicht austreiben barf / bis er fid)
beflferet / unb in genieinfchaftlichen Säßen bas ©eine geborfam beitraget.

. §. XVI.

ber ©adjen aud) mit «Uerle») Rubriken &d)tift«. 3n ßanferlicbeu (Jammer*
ober 2luffd)tiftm toon benen Advocaten ©eriebt werben bie@cbrifrcnnad) berEx-
bemetfet/OB: Qlmcig, <Be$cnf2tn$eiQ, ception mit feiner anberen Titulatur iet
2lblebnun$,GtQcn*Qlblcbnung, X>tt* aeidjnet/atö RepUc}mt> DupUc, o&ngeacb*
«mtworrting, £intettreibim$, ©cgen* tet bte Advociten über &ad)(tOaltev ffc
^anblunö/ <Bcgcn;8efct>lu# , @d;rift betitlert/ wie fte woUen. JDicfe Proccfs-
cnfiatt tnüni>lid)enReceff,Submifio, <Bv Auen femrt) bod) »obl ju unterfdjetben/
Qcti'Miß», Rccefs, Prothocoiium intentionv, wemcjjfrnS nicf>t ju Vermengen mit benen
jmphratio, bcflanbiße vnbvooblseßtüne töis pubhcii, <tIS roortnnen feine Privat-
bete flfcmreb / rcdhtm^«0c Hac^rcbc, Singelegenbeiten /fonbern Traftaten,5rie#
Öct)lu#;(3<H3 7 notbvoertbtöe Äcc^tfcc* benö*@*lüjTe/ unb anbete betgleidjen iai
ti<$u\iQ, 2(u8JMng bec IMsgc, 2(bUb* gemeine Sffiefen bttreffenbe ©acben ent«
nung ber- umgebrachten imphratiom- galten werben»

Cc CCC
 
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