Greneck, Adam Joseph; Greneck, Franz Joseph [Oth.]
Theatrum Jurisdictionis Austriacae, oder Neu-eröfneter Schau-Platz Oesterreichischer Gerichtbarkeit: Darinnen zu ersehen Die Gerechtsamkeiten, Welche in den Erz-Hertzogthum Oesterreich unter der Enns allen Ständen ... zustehen, [...] — Wien, 1752

Sheet: 433
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Von bcncn &cfyieb;2lid)tcvnfobct&d)icb>Vttatmezn, tc. 435

Seren Appellationen/ afö auf bit in wieberbolter Unterfuc&ung »orEommetu
beüieajtöbeftänbige 23tIJigfett gefeben ju ix>ert>en pfleget. (3)

(1) Ulpianus inL.17.%.6. ff. de receptisarbitris. (2) Paulus adL. 1.
tit. ff. de recept. arbitr. (3) Ref. Cxf. in caufa ßv<m$ 2tntoni sD«ct»<tf b als
2?e|i(d)cn ^anblungo tSequefiri, «w/r* tocyl. XXlatti)Üt £0130(0 ütxbtn bcn
26. Julii 17is-

§. LXI.

3n betten Sftedjten öujferet fid> tin merflidjer Unterfc&teb unter btn'Raty
nten Arbitri unb Arbitratus, welche fonften »Ott einerlei; Söebeutung $u fenn
fcjjetnen. 2fener, ber gleich, einen Siebter a«ö beober £bcilen Bewilligung
bte (triftige !JKed)t&.Oänbel entfcfyetbet, n>irb Arbiter ober @ci;icb^id;rcr
genennet/ ba entgegen tin&cfyiebmatm ober Arbitmtor einzig ftd) barinnen
befcödftiget/bagerbicContraajur ?ßoUfotnmen^eit ober SBürfuttg bringe/
unb bit entjranbene SJtttfjbelligfeiteu in ber @üte »ergleid)e. Spat man nun
ficb tintn @0)ieb^ia>ter unterworfen/ muö man eö bei) befien Sluöfprucb/
«3 mocbte fclbcr gleid) gerecht ober ungerecht femt/ bewcttben laffett/ welcf;e£
bocl) $u »erjteben, wann t>ic partbeoen fein llrtbeil auöbrüctTta) untcrfcbne*
btn, ober innerhalb jeben Sagen bemfelben nicbt wiberfprocfyen. (i) Spat
man aber mit einem ©cfn'ebmann $u tbun, tan man eä noa) auf baß (BnU
achten eines ebrlic&enSföannS ankommen lafien. (2)

(1) L. s. de refcriptis arbitris.L. 17.^.2. ff.eodem &L.76.ff.pro Socio. (2)
Ref. Csef. in caufa pettv Zorzii, contra Tbomam Marino btn '■*. Junii 1704.

§ iXII.

*

£>bfä)on überljauptS nicfot unbillig, bafjman fonberlidj 2t\\tt, bit un
Arbeit leben, »on beriet) jum Iftu^en eineö ^Dritten aufwenbenbe Bemüljun*
gen ergebe, ober bod) bitfelbt wegen »erlobrner geit, unb anburcf) etwann
»erabfaumten anberweiten 23ortbetlen,aufiTer ©djaben l)alte, fo i|t bocl) bis
anbero Weber gewobnltd), nod) für anftanbig, unb gejiemenb gehalten wor*
ben, ba$ berlen ©cbiebsüiic&ter fo gleicbfam ba# 3?icf)ter*2(tnt auffiel) neb>
men, für btefe ibre ©cbiebfStic&terliaje S3emül;ung eine Belobnung unb 3Ser^
geltung fucben 06er »erlangen folten. SBelcbeS bann and) in jenem gaflf
|)laij frtbet, wann eine ©erid)tS'©telle, ober ber #of felbften Mercantil-
ober 2Öea)fel*93er(tanbige benennet / unb »on felben entweberö über Spanb*
Jung^^ebrauo)/ ober anbere inibr Xbun einfa)lagenbe <£>ad)tn ein ®ut*
achten »on 2(mtö wegen erforderet, eö fene bann, baf? beriet) Sluöarbeituna
tintn lang anfyalttnbtn $ki$, unb eine augenfdjeinlidbe grojfe 23erfaumnu§
naa) fieb $iebe, in welchen §aH man benenfelben, im benen©ergaben/ Cri-
dse-Commiftarien unb bergleicfjen nae^ 5Jlaaö ibrer Slrbeit eine billige €rfe#
^ung auswerfen pfleget. (0®er untere Siebter fan aber niemalen über be$
i^lagerö fein 23evlangen/Ober ani einer anberer@attung bereu klagen bem
Kläger etwaö jufpreeben, bann er ift an bic Stcgel gebunben, bafj ber 23er*
la0 eine ©leic^foruiigfeit f)aben muffe mit bem Slnbringen. $n ber l;ocbfren
©eric^t^©telle eineö $ürjten$ aber fott allein bie2Babrbeit,unb 5ßeefettf;cit

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