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Friedländer, Ernst
Ostfriesisches Urkundenbuch (Band 2): 1471 - 1500 nebst Nachträgen und Anhang — Emden, 1881

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https://doi.org/10.11588/diglit.1951#0714
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704 1408.

1748 (214).

Hamburg an die Preitssischen Städte : berichtet, dass es auf die Nachricht hin, die Vitalienbrüder
hätten 5 Schiffe genommen, 2 Koggen und 3 kleine Schiffe mit 300 Mann gegen dieselben ausgeschickt
hat, und dass die Vitalienbrüder nach dem Schlosse Faldern geflohen sind und dort von den Seinen
belagert werden; Kampen und Amsterdam haben den Seinen 2 grosse Schiffe zu Hülfe gesandt;
Hamburg hat eine Verstärkung von 3 Schiffen mit 150 Mann nachgeschickt; Lübeck wird Hülfe
leisten, hoffentlich auch die andern wendischen Städte; die Städte des Stiftes Utrecht, die Hollän-
dischen und die Geldrischen Städte fordert Meinhard von Buxtehude zum Beistand auf; hofft, dass
es gelinge, die erbeuteten Schiffe wieder zu gewinnen und Faldern und andere Zufluchtsorte der
Vitalienbrüder zu zerstören; begehrt, dass sie die zugesagte Hülfe möglichst schnell nach Lübeck
schicken; hat Meinhard von Buxtehude die Besorgung ihrer Angelegenheit in Friesland und Hol-
land befohlen, trotzdem es bisher vergeblich von Lübeck ihre Schriftstücke gefordert habe.
Gedr. Koppmaiin, Hanserecesse V. Nr. 527.

6. Juli (1408).

Ersamen wüsen mannen, heren borgermeisteren unde radmannen der genienen stede in Prusen,
unsen leven besundern vrundeu, dandum.

Vruntlike grute unde wes wy gudes vormogen tovoren. Ersamen leven besundern vrunde.
Allenen dat wy ju eertiides ichteswes van den vitalienbrudern gescreven hadden, doch umbe alle
stucke ju uterliken to kennende to gbeven, begbere wy ju weten, dat de ernomden vitaliebruder
hadden genomen eyn schip uth Prusen, een van Stetiin, een van Campen unde twee hur in unse
stad hörende. Unde also drade wy dat voresscheden, do makede wy uth unse vrund mit twen
koggen unde mit 3 cleynen schepen, ghemannet mit 300 werachtigen, umbe desulven vitalien-
brüder to vorvolgende. Des sint de vitalienbrüder entweken vor de unsen up eyn slod in Vrees-
lande by der Emese, geheten Fairen, dar se de genomen schepe mede upgelecht hebben harde
vor dat slot. Unde dar hebben unse vrund beiecht de vitalienbroder mit denselven genomen
schepen, unde hopen, dat see en dat wol beweren unde keren, dat see mit den schepen nerghen
scbolen uthkomen. Unde de van Campen unde de van Amsterdam sint mit twen groten schepen
unde mit andern denen schepen den unsen to helpe komen; unde to merer sterke der unsen
hebbe wy nü nygens noch dre schepe uthgemaket mit 150 weraftigen, de wy alrede hopet to
wesende by unsen andern vrunden. Ok sint unses rades kumpane geweset by de van Lubeke,
unde de willet uns ere helpe dun mit schepen unde volke ungetogert hiir ut unser stad to redende.
Ok hope wy helpe to hebben van den andern Wendeschen steden, de kortes hir mit uns to dage
sint gewesen. Unde her Jleynard unse borgermeister is by den steden des stichtes van Utrecht
unde by de Ghellerschen unde Holländischen steden, hopende, dat hee id by en bearbeyden
schall, dat see ere helpe mede to dessen saken dun scholen. Unde wy hopent to bearbeidende,
dat de genomen schepe scholen, wü God, wedder gewunnen werden, unde dat slod, dar de vi-
talienbrüder uppe entholden sint, schal men arbeyden uppe dat uterste to wynnende, unde dat
unde ander vesten, dar se in vortiiden uppe hebben entholden wesen, tostorende, oft God van
gnaden uns gunnen wil; unde menen mit Godes hulpe unde juwer unde anderer stede ghude helpe
 
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