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Waldsolms

Waldsolms


Waldsolms, 1:50.000

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Waldsolms
Die im Südwesten des Lahn-Dill-Kreises gelegene
Gemeinde Waldsolms liegt im oberen Teil des
Solmsbachtales und seiner Zuflüsse und zählt damit
geographisch zu den Ausläufern des Hintertaunus. Die
nördlichen Orte, Griedelbach, Kraftsolms und Kröffel-
bach gehörten ursprünglich zum solmsischen Einfluß-
bereich und später zu den preußischen Bürgermeistereien
Braunfels bzw. Schöffengrund. Demgegenüber zählten
Brandoberndorf, Hasselborn und Weiperfelden zu drei
verschiedenen Herrschaften. Brandoberndorf war Teil
der Grafschaft Cleeberg, die nach dem frühen Aus-
sterben der Grafen 1235 als Kondominat (Gemeinherr-
schaft) weiterbestand. Im 18. Jahrhundert hatten sich
Hessen-Darmstadt und Nassau-Weilburg als gemein-
schaftliche Landesherren behauptet. Hasselborn dage-
gen zählte zu Nassau-Usingen und Weiperfelden zum
hessisch-darmstädtischen Amt Butzbach. Mit der terri-
torialen Neuordnung Anfang des 19. Jahrhunderts wur-
den Brandoberndorf und Weiperfelden der Grafschaft
Nassau-Usingen bzw. dem Herzogtum Nassau zugeord-
net, so daß die beiden Orte erstmals mit Hasselborn
unter einer Landesherrschaft vereint waren. Als Teile
des Amtes Usingen kamen die Dörfer nach 1866 unter
preußischer Verwaltung zum Obertaunuskreis, 1886 zum
neu gebildeten Kreis Usingen. Sie wurden erst 1932 dem
Kreis Wetzlar angegliedert. Im Rahmen der Gebiets-
reformen entstand 1972 die Großgemeinde Waldsolms.

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