Waldsolms - Brandoberndorf
Brandoberndorf, Ortsansicht von Süden
Brandoberndorf
Brandoberndorf liegt im Tale des Solmsbaches und wurde
bereits in der Latenezeit besiedelt. Möglicherweise ist
es mit dem 768 bei Cleeberg erwähnten Oberndorf
identisch. Nach einem großen Brand 1543 wurde der
Name zur heutigen Form umgewandelt. Das Dorf lag
in der Herrschaft Cleeberg, die anfänglich im Besitz
der Cleeberger Grafen, später verschiedenen Ganerben
und im 18. Jahrhundert Hessen-Darmstadt und Nassau-
Weilburg gemeinschaftlich gehörte. 1803 kam der Ort
zu Nassau-Usingen, nach 1815 zum Amt Usingen im
Großherzogtum Nassau. In preußischer Zeit ab 1866
wurde Brandoberndorf dem Obertaunuskreis, 1886 dem
neu gegründeten Kreis Usingen zugeschlagen, bis es 1932
zum Kreis Wetzlar kam. Die Kirche wird im Zusammen-
hang mit der selbständigen Pfarrei 1472 genannt. Obwohl
der Ort einen jüdischen Friedhof besaß, befand sich
die Synagoge im benachbarten Kröffelbach. Der aus
dem frühen 19. Jahrhundert stammende Schulbau am
Lindenplatz wurde 1955 durch einen Neubau in der
Schulstraße abgelöst. Neben der Landwirtschaft spielte
das Mühlenwesen eine beachtliche Rolle für den Ort.
Von den ehemals fünf Mühlen ist jedoch keine von nen-
nenswertem denkmalpflegerischem Interesse. Zu einem
weiteren wichtigen Wirtschaftszweig entwickelten sich
die Gerbereien und lederverarbeitenden Betriebe, die
sich seit etwa 1860 auf der linken Solmsbachseite angesie-
delt hatten. Hier finden sich sowohl stattliche Wohnhäu-
ser als auch Hofanlagen aus der Zeit um 1900. Der Bau
des nahegelegenen Bahnhofes der Solmsbachtalbahn
1908 konnte die Absatzwege wesentlich verbessern.
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Brandoberndorf, Ortsansicht von Süden
Brandoberndorf
Brandoberndorf liegt im Tale des Solmsbaches und wurde
bereits in der Latenezeit besiedelt. Möglicherweise ist
es mit dem 768 bei Cleeberg erwähnten Oberndorf
identisch. Nach einem großen Brand 1543 wurde der
Name zur heutigen Form umgewandelt. Das Dorf lag
in der Herrschaft Cleeberg, die anfänglich im Besitz
der Cleeberger Grafen, später verschiedenen Ganerben
und im 18. Jahrhundert Hessen-Darmstadt und Nassau-
Weilburg gemeinschaftlich gehörte. 1803 kam der Ort
zu Nassau-Usingen, nach 1815 zum Amt Usingen im
Großherzogtum Nassau. In preußischer Zeit ab 1866
wurde Brandoberndorf dem Obertaunuskreis, 1886 dem
neu gegründeten Kreis Usingen zugeschlagen, bis es 1932
zum Kreis Wetzlar kam. Die Kirche wird im Zusammen-
hang mit der selbständigen Pfarrei 1472 genannt. Obwohl
der Ort einen jüdischen Friedhof besaß, befand sich
die Synagoge im benachbarten Kröffelbach. Der aus
dem frühen 19. Jahrhundert stammende Schulbau am
Lindenplatz wurde 1955 durch einen Neubau in der
Schulstraße abgelöst. Neben der Landwirtschaft spielte
das Mühlenwesen eine beachtliche Rolle für den Ort.
Von den ehemals fünf Mühlen ist jedoch keine von nen-
nenswertem denkmalpflegerischem Interesse. Zu einem
weiteren wichtigen Wirtschaftszweig entwickelten sich
die Gerbereien und lederverarbeitenden Betriebe, die
sich seit etwa 1860 auf der linken Solmsbachseite angesie-
delt hatten. Hier finden sich sowohl stattliche Wohnhäu-
ser als auch Hofanlagen aus der Zeit um 1900. Der Bau
des nahegelegenen Bahnhofes der Solmsbachtalbahn
1908 konnte die Absatzwege wesentlich verbessern.
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