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Twachtmann-Schlichter, Anke [Editor]
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland: Baudenkmale in Niedersachsen (Band 14,1): Stadt Hildesheim: mit den Stadtteilen Achtum, Bavenstedt, Drispenstedt, Einum, Himmelsthür, Itzum, Marienburg, Marienrode, Neuhof, Ochtersum, Sorsum, Steuerwald und Uppen — Hameln, 2007

DOI Page / Citation link:
https://doi.org/10.11588/diglit.44417#0124
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Hildesheim, Markt 7, Knochenhaueramtshaus, und Markt 8, Bäckeramtshaus


Hildesheim, Markt 4-2

Fluchtlinien wegen ihrer raumbildenden Funk-
tion möglichst originalgetreu errichtet. Der
Neubau entstand in den überlieferten äußeren
Abmessungen in tragender Fachwerkkons-
truktion und in dem Versuch, der Tradition des
ursprünglich vorhandenen Fachwerkgefüges
auch handwerklich gerecht zu werden. Ver-
pflichtet sind die Fassaden dem letzten ganz-
heitlichen Zustand vor der Zerstörung, d. h.
nach dem Brand von 1884.
Als freie Rekonstruktion entstand das um 1800
erbaute, südlich anschließende Bäckeramts-
haus, Markt 8, dessen Fassaden sich südlich
zur Rathausstraße und östlich zum Marktplatz
präsentieren. Beide Gebäude beherbergten die
vom Landesherren privilegierten Zünfte der
Bäcker und Knochenhauer (Fleischer).
Die Fassaden Markt 4-2, der ehemaligen
Stadtschänke an der nordwestlichen Ecke des
Marktplatzes und die des ehemaligen Wollen-
weber-Gildehauses, begrenzen den Marktplatz
nach Norden und vermitteln so die Dimen-
sionen des Vorkriegszustandes. Es handelt sich
um freie Nachbauten, hinter deren historisieren-
den Fassaden sich rückwärtig zur Jakobistraße
weitere Gebäudeflügel erstrecken. Sie verde-
cken heute einen durchaus qualitätvoll gestal-
teten Baukörper, nämlich die Rathauserweite-
rung der 50er Jahre des 20. Jh., der zum Markt-
platz gleichfalls eine historisch anmutende
Fassade vorgeblendet wurde.

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